Flüssiggasverdampfer – Angebote, Daten & Tipps

Fluessiggas-Verdampferanlagenage

Sie benötigen einen Flüssiggastank mit einem Flüssiggasverdampfer? Wir geben Ihnen die wichtigsten Hinweise und helfen Ihnen den richtigen Partner für die Projektrealisierung zu finden.

Wann benötige ich einen Flüssiggasverdampfer?

Kurz gesagt immer dann, wenn die maximale Entnahmeleistung des Gastanks nicht ausreichend ist. Flüssiggas benötigt Umweltwärme, um die Expansionskälte, die beim Übergang vom flüssigen in gasförmigen Zustand entsteht, auszugleichen. Immerhin dehnt sich das Volumen um das 260-fache aus. Bei zu viel Kälte friert der Gastank zu und kann nur sehr aufwendig wieder enteist werden. In dieser Tabelle sehen Sie, welche rechnerischen Werte sich ergeben für die maximale Entnahmeleistung:

Maximale Entnahmeleistung unterirdischer Flüssiggastank in kg/h ohne Hilfsenergie
Tankgröße in Tonnen kurzzeitig (2h) periodisch (8h) Dauerentnahme (128h)
1,2
19,12 7,44 3,5
2,1 33,13 12,75 5,89
2,9 46,0 17,7 8,18
15,0 200 65 25
25,5 431,9 140,3 45,65

Quelle: Jens Mischner, Thomas Juch, Klaus KurthFlüssiggasanlagen Entwurf, Planung und OptimierungVerlag für Bauwesen, Berlin, S. 278 f.


Welche Möglichkeiten gibt es, um eine Flüssiggas-Verdampfer-Anlage zu vermeiden?

  1. Den Gastank vergrößern – ein größerer Flüssiggastank bedeutet auch immer mehr Entnahmeleistung.
  2. Den ersten Teil der Anlage auf Mitteldruck (0,7 bar) auslegen dann erst im Gebäude (privater Bereich) oder kurz vor dem Verbrauchsgerät (gewerblicher Bereich) auf Niederdruck wechseln.
  3. Große Rohrleitungsquerschnitte wählen.
  4. Einzelne Verbrauchsgeräte an einzelne Flüssiggastanks anschließen. Häufig werden Verbrauchsanlagen redundant ausgelegt. Hier kann man jedes Verbrauchsgerät an einen einzelnen Gastank anschließen. Aber Vorsicht – um nicht auch hier ins BImSchG-Verfahren zu müssen, unbedingt mit den zuständigen Landesaufsichtsbehörden Rücksprache halten. (Tipps hierzu gern unter 02234 250 885 0)
  5. Hoffnung, dass es nicht so kalt wird, und das die Ingenieure, die die Berechnungen erstellt haben, genug Toleranz eingerechnet haben.

Wer sich auf diese Mini-Hilfen nicht verlassen möchte, dem bleibt nur der Verdampfer.

Hinweis: Auf keinen Fall darf man eine Wärmequelle in die Nähe des Flüssiggastanks bringen. Immer wieder gibt es die Idee, den Rücklauf der Heizung am Flüssiggastank vorbeizulegen. Das ist verboten und zudem gefährlich.

Welche Arten von Flüssiggasverdampfern gibt es?

Es gibt zwei Arten von Flüssiggas-Verdamperferanlagen. Den Trockenverdampfer mit bis zu 200 kg pro Stunde Entnahmeleistung und den Nassverdampfer, bzw. die warmwasserbeheizte Flüssiggas-Verdampferanlage mit bis zu 10.000 kg/Stunde.

Flüssiggas-Trockenverdampfer

Trockenverdampfer gibt es in der Leistungsklasse von 15 bis 200 kW. Die Wärme wird meißt mit einem Aluminiumkern übertragen. Da in einem kg Flüssiggas 12,87 Kilowattstunden Energie enthalten sind, ergibt sich beim 200 kg Verdampfer eine maximale Anschlussleistung des Verbrauchgeräts von 2.574 kW. Ab einer Leistung von 60 kW des Flüssiggasverdampfers benötigen Sie einen 400 V Anschluss (dreiphasig). Die weiteren klassischen Leistungen eines Verdampfers liegen bei 15 kW, 25 kW, 40 kW, 100 kW und 170 kW. Die maximale Anschlussleistung am Stromnetz liegt zwischen 4,4 kW und rund 30 kW. Hier bitte auf die richtige Absicherung und ausreichenden Kabelquerschnitt achten.

Klassischerweise werden die Verdampfer für Flüssiggas in Schrankbauweise vorgefertigt, vom Spediteur mit Gastank geliefert und dann vor Ort von einem Fachunternehmen gasseitig angeschlossen und einem weiteren Fachunternehmen elektrisch angeschlossen. Die Abmessungen des Schranks betragen je nach Größe des Flüssiggasverdampfers zwischen 1200x800x400 und 1600x1200x400.

Flüssiggas-Nassverdampfer, bzw. die warmwasserbeheizte Flüssiggas-Verdampferanlage 

Warmwasserbeheizte Flüssiggasverdampferanlagen kommen bei richtig großen Abnahmemengen wie zum Beispiel in Wäschereien, Brauereien, Kaffee- oder Malzröstung oder in Zementwerken zum Einsatz. Hier wird die Wärme über einen klassischen Plattenwärmetauscher übertragen. Daran angeschlossen ist in der Regel eine Gasheizung, die ebenfalls über den Gastank versorgt wird. Diese wird meistens vor Ort von einem Fachunternehmen betreut und gewartet.

Was ist eine Verdampfer-Kompaktanlage?

Verdampferkompaktanlagen sind schlüsselfertige Anlagen – Flüssiggastank inklusive Verdampferschrank, teilweise vormontiert auf einem Metallrahmen. Das ist die richtige Lösung, wenn es schnell gehen muss. Denn hier kann man sich die Montage vor Ort sparen. Diese Variante empfiehlt sich, wenn man unter Zeitdruck steht.

Worauf muss ich bei der Flüssiggasverdampferanlage achten?

Das Wichtigste ist, dass sich Fachleute mit Erfahrung darum kümmern und Ihnen Planungshilfe geben. Sollte ein BImsch-Antrag notwendig sein, hat der Dienstleister das am besten schon einige Male gemacht und kennt zudem die Ansprechpartner bei den zuständigen Behörden. Der Anschluss ist in der Regel kein Problem. Hier ist es wichtig die richtigen und richtig abgesicherten Elektroanschlüsse schon in der Bauphase vorzusehen. Besonderes wichtig ist jedoch die Betreuung im laufenden Betrieb. Hier ist es entscheidend ein Flüssiggasunternehmen zu haben das:

  1. Eigene Ingenieure besitzt, die die Anlage richtig auslegen, projektieren und inbetriebnehmen.
  2. Eigenes Fachpersonal in der Nähe hat, um kurzfristig helfen zu können.
  3. Eigene Läger hat, die auch bei einem Raffinierieausfall die Versorgung sicherstellen können.
  4. Bei warmwasserbeheizten Flüssiggasverdampferanlagen unbedingt auf eine sehr gute Heizung und einen noch besseren Heizungsbauer achten. Ganz wichtig sind kurze Reaktionszeiten, auch am Wochenende.

Wenn Sie ein solches Unternehmen suchen oder bis zu drei Angebote von verschiedenen Flüssiggasanbietern aus Ihrer Region wünschen, sprechen Sie uns an unter 02234 250 885 0 oder einfach per E-Mail an info@fluessiggas1.de.

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