Verbot Ölheizung: 2026 ist Schluss – Infos & Alternativen

Alte Ölheizung: Verbot kommt ab 2026

Mit dem kürzlich veröffentlichten Klimapaket hat die Regierung auch ein Verbot der Ölheizung geplant. Die Technik stößt hohe Emissionen aus und verbraucht endliche fossile Rohstoffe. Heizöl ist darüber hinaus gewässerschädigend und schlecht für die Umwelt. Aber was besagt das Ölheizungsverbot? Wer ist davon betroffen und welche Alternativen gibt es? Flüssiggas1.de gibt Antworten und zeigt, was das Verbot der Ölheizung für Hausbesitzer bedeutet.

Verbot Ölheizung: Die Pläne der Bundesregierung

Der Gebäudebereich verursacht mit 120 Millionen Tonnen pro Jahr etwa 14 Prozent der deutschen CO2-Emissionen. Sollen diese bis zum Jahr 2030 auf einen Wert von 72 Millionen Tonnen sinken, sind wirksame Maßnahmen nötig. Neben der Energieeinsparverordnung und der aktuellen Sanierungs- und Heizungsförderung soll ein Verbot der Ölheizung helfen, die Klimaziele tatsächlich zu erreichen. Aber wie sehen die Pläne der Bundesregierung aus und wer ist in Zukunft vom Ölheizungsverbot betroffen?

Ölheizungsverbot soll ab 2026 für alle Gebäude gelten

Nach dem die Bundesregierung Ende September 2019 ihr Klimapaket geschnürt hat, ist klar: Das Verbot der Ölheizung kommt. Geplant ist es ab dem Jahr 2026 – dann soll der Einbau von Ölheizungen in Deutschland nicht mehr gestattet sein. Nach aktuellem Stand gilt das Ölheizungsverbot dann jedoch nur, wenn eine klimafreundliche Wärmeerzeugung möglich ist. Diese ist aber mit Erdgas oder Flüssiggas nahezu immer möglich.

Wer bereits mit Heizöl heizt, muss die Technik erst einmal nicht austauschen. Damit sich Hausbesitzer dennoch für den Schritt entscheiden, hebt die Regierung die Förderraten für den Heizungstausch an. So sollen höhere Zuschüsse dafür sorgen, dass sich der Einbau einer neuen Wärmeerzeugungsanlage auch ohne Verbot der Ölheizung lohnt. Wie Letzteres genau gestaltet sein wird, ist zurzeit nicht klar. Im Klimapaket verweist die Regierung auf gesetzliche Regelungen, die sie dazu noch vorlegen möchte.

Das Wichtigste zum Verbot der Ölheizung im Überblick:

  • Das Ölheizungsverbot soll ab dem Jahr 2026 in Deutschland gelten.
  • Der Einbau von Ölheizungen in neuen und alten Gebäuden wird verboten.
  • Ausnahme: Eine klimafreundliche Wärmeerzeugung ist nicht möglich.
  • Ausnahme: Hybridheizungen (Kombination aus fossiler und regenerativer Heiztechnik) soll weiterhin gestattet sein.
  • Detaillierte Regelungen folgen in einem Gesetzestext, der noch nicht vorliegt.

Der Überblick zeigt: Das Verbot der Ölheizung lässt zwar Ausnahmen zu, diese werden in der Praxis aber selten möglich sein. Aktuell gibt es aber auch eine Reihe weiterer Regelungen, die zum Austausch alter Kessel verpflichten. Darunter die Energieeinsparverordnung und das Hochwasserschutzgesetz.

Energieeinsparverordnung fordert Austausch alter Heizungsanlagen

Die Energieeinsparverordnung (kurz EnEV) ist ein staatliches Instrument, das die Energieeffizienz im Gebäudebereich anheben soll. Sie enthält zwar kein Verbot der Ölheizung, dafür aber eine Austauschpflicht für alte Heizungsanlagen. Betroffen sind Kessel für gasförmige und flüssige Rohstoffe, die seit mindestens 30 Jahren laufen.

Von der Nachrüstpflicht ausgenommen sind lediglich Heizungen, die bereits auf Niedertemperatur- und Brennwerttechnik basieren. Außerdem gibt es eine Ausnahme für Hausbesitzer, die Ein- oder Zweifamilienhäuser seit Februar 2002 als Eigentümer selbst bewohnen. Verkaufen, verschenken oder vererben sie das Gebäude, gilt das Gas- und Ölheizungsverbot für die neuen Eigentümer. Zum Austausch bleiben dann zwei Jahre Zeit.

Auch das Hochwasserschutzgesetz enthält ein Verbot der Ölheizung

Kommt es zu einem Hochwasser, sind Ölheizungen für einen Großteil der entstehenden Schäden verantwortlich. Insgesamt verursachte ausgelaufenes Heizöl bis heute rund 70 Prozent der Sachschäden an Gebäuden, die infolge eines Hochwassers auftraten. Das mit Heizöl verseuchte Wasser bleibt lange in der Region. Es lässt sich nur schwer entfernen und kann sogar dazu führen, dass Gebäude aufwendig saniert oder abgerissen werden müssen. Letzteres ist der Fall, wenn Heizöl in das Mauerwerk eindringt und dieses kontaminiert.

Um die Risiken zu minimieren, führte der Gesetzgeber mit dem Hochwasserschutzgesetz II (Gesetz zur weiteren Verbesserung des Hochwasserschutzes und zur Vereinfachung von Verfahren des Hochwasserschutzes) ein Verbot der Ölheizung ein. Es gilt für Neubauvorhaben in Risikogebieten und lässt sich nur mit hohen Auflagen umgehen. Wer in betroffenen Gebieten wohnt und bereits mit Öl heizt, ist vom Ölheizungsverbot nicht direkt betroffen. Hausbesitzer müssen die Anlage dann aber hochwassersicher nachrüsten. Dies ist oft viel teurer als auf Erdgas oder Flüssiggas zu wechseln.

Verbot der Ölheizung: Die wichtigsten Regelungen im Überblick

In Zukunft ist es immer seltener möglich, mit Heizöl zu heizen. Denn zahlreiche Gesetze und Verordnungen enthalten ein Verbot der Ölheizung. Die folgende Tabelle stellt die wichtigsten Informationen noch einmal zusammen.

Verbot der Ölheizung Beschreibung Gültig ab/seit
Klimapaket der Bundesregierun Verbot der Ölheizung betrifft Einbau in Neu- und Bestandsgebäuden, wenn eine klimafreundliche Heizlösung möglich ist. voraussichtlich ab 2026
Hochwasser-schutzgesetz II Verbot der Ölheizung betrifft den Einbau in Risikogebieten und eine Pflicht zum Nachrüsten von Bestandsanlagen. Das Ölheizungsverbot lässt sich mit hohen Auflagen teilweise umgehen. 2017
EnEV 2014 Verbot von Gas- und Ölheizungen, die älter als 30 Jahre sind und nicht auf Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik basieren. 2015

 

Das meinen Experten zum Ölheizungsverbot in Deutschland

Experten sind sich einig: Vor allem alte Ölheizungen belasten das Klima stark. Denn sie emittieren viele Schadstoffe und verbrauchen mehr Heizöl als eigentlich nötig. Ein baldiger Austausch kann dabei helfen, die CO2-Emissionen spürbar zu senken. Von einem reinen Verbot der Ölheizung halten sie allerdings wenig. Besser wären attraktive Fördermöglichkeiten, die einen Austausch lukrativer machen. Diese Meinung vertreten zum Beispiel Stefan Kapferer vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BdEW) und Kai Warnecke, CDU-Politiker sowie Hauptgeschäftsführer des Hausbesitzerverbands Haus und Grund. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel die Abwrackprämie für alte Ölheizungen, die im Klimaschutzpaket der Bundesregierung „Austauschprämie“ genannt wird und bis zu 40 % Förderung verspricht.

Gibt es bereits ein Verbot der Ölheizung in Nachbarländern?

Während die deutsche Regierung das Ölheizungsverbot im Detail noch planen muss, haben andere bereits härter durchgegriffen. Allen voran Dänemark. Denn in dem skandinavischen Land gibt es ein Verbot der Ölheizung bereits seit 2016 in neuen und bestehenden Gebäuden. Das gilt zumindest dann, wenn Verbraucher auf einen Fernwärme- oder einen Gasanschluss ausweichen können.

Ein Verbot der Ölheizung gibt es seit diesem Jahr aber auch in Österreich. So erlauben Wien und Niederösterreich den Einbau der Technik im Neubau nicht mehr. In Wien gilt das Ölheizungsverbot sogar für Bestandsgebäude. In Salzburg kommt es ab 2020. Vorbilder, denen weitere Bundesländer in Österreich folgen sollen, um die Ölheiztechnik in den kommenden 20 bis 30 Jahren komplett aus dem Land zu verbannen. So das Ziel der Regierung.

Auch Norwegen, Vorreiter in Sachen Elektromobilität und einer der größten Erdölförderer in Europa, plant ein Verbot der Ölheizung. Es soll ab 2020 gelten und verbietet den Einbau der Technik in privaten, gewerblichen und öffentlichen Gebäuden. Als Alternativen kommen hier Fernwärme, Wärmepumpen und Elektroheizungen zum Einsatz.

Die Schweiz diskutiert aktuell über ein neues CO2-Gesetz, das unter anderem Höchstwerte für die Emissionen von Heizungsanlagen einführt. Es soll ab 2023 gelten und ähnlich wie ein Verbot der Ölheizung wirken. Erlaubt sind Heizölanlagen dann nur noch in Gebäuden, die besonders gut gedämmt sind und daher wenig Energie verbrauchen.

Alternative Heiztechnik: Diese Möglichkeiten gibt es

Das geplante Verbot der Ölheizung fordert viele deutsche Hausbesitzer zum Umdenken auf. Sie müssen ihre Heizung in Zukunft austauschen und dabei auch den Energieträger wechseln. Wer ein neues Haus baut, sollte bereits heute nicht mehr auf das fossile Heizöl setzen. Aber welche Alternativen kommen eigentlich infrage? Die folgenden Abschnitte geben einen Überblick und zeigen Vor- sowie Nachteile der verschiedenen Heizungsarten.

Flüssiggasheizung als Alternative zu alten Heizölanlagen

Die Flüssiggasheizung ist eine interessante Alternative, wenn Hausbesitzer ihren Kessel durch das Verbot der Ölheizung austauschen müssen. Die Anlagen bestehen aus kompakten Gasthermen, die sich platzsparend in nahezu jedem Haus aufstellen lassen. Da sie auf der Brennwerttechnik basieren, nutzen sie auch verborgene Wärme aus dem Abgas zum Heizen. Abhängig vom Zustand der alten Heiztechnik sind dabei Einsparungen von bis zu 30 Prozent möglich.

Wichtig zu wissen ist allerdings, dass Hausbesitzer, die durch das Verbot der Ölheizung auf Flüssiggas umrüsten möchten, auch einen Gastank kaufen oder einen Flüssiggastank mieten müssen. Dieser lässt sich im eigenen Garten aufstellen oder unter der Erde vergraben. Der Heizöltank im Gebäude ist dann nicht mehr nötig und die nutzbare Fläche steigt. Wer nun hohe Anschaffungskosten befürchtet, muss keine Angst haben. Denn Gastanks gibt es für geringe monatliche Kosten auch zum Mieten.

Überhaupt sind die Kosten einer Flüssiggasheizung vergleichsweise niedrig. So gibt es die platzsparenden und effizienten Thermen bereits für 5.000 bis 6.000 Euro. Hinzu kommen Kosten für den Flüssiggastank, die sich einmalig auf 1.500 bis 2.500 Euro belaufen. Wer einen Tank mietet, zahlt etwa 10 bis 15 Euro im Monat. Die folgende Tabelle zeigt die Vor- und Nachteile der Flüssiggasheizung im Überblick.

Vorteile der Flüssiggasheizung Nachteile der Flüssiggasheizung
Brennwertthermen arbeiten effizient Flüssiggastank ist erforderlich (lässt sich zu günstigen Konditionen mieten)
Wärmeerzeuger sind sehr platzsparend Grundstück muss groß genug sein, um den Tank aufstellen zu können (unter Umständen ist Aufstellung auch im Haus möglich)
Flüssiggas ist nicht gewässerschädigend
Bio-Flüssiggas ist komplett regenerativ
Kombination mit Solarthermie ist möglich
Flüssiggasheizung nahezu überall möglich (Rohstoff lässt sich überall beziehen)
Anschaffungs- und Betriebskosten sind niedrig
Flüssiggas lässt sich auch zum Kochen, für Gaskamine oder Gasheizstrahler nutzen
attraktive Fördermittel für den Heizungstausch

 

Die Übersicht zeigt: Die Vorteile überwiegen. Wer durch das Verbot der Ölheizung eine neue Heizungsanlage einbauen muss, ist mit einer Flüssiggasheizung gut beraten. Das Besondere daran: Auch Wärmepumpen und Blockheizkraftwerke arbeiten heute mit Flüssiggas. In Zukunft sollen sogar Brennstoffzellen für den Flüssiggasbetrieb verfügbar sein. Die Möglichkeiten sind also groß, wenn Verbraucher eine alte Ölheizung auf Flüssiggas umrüsten.

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Verbot der Ölheizung: Lohnt sich eine Pelletheizanlage?

Greift das Ölheizungsverbot in Deutschland, fällt vielen die Wahl der neuen Heizung nicht leicht. Neben Gas- und Flüssiggasanlagen kommen dabei auch Holz- und Pelletkessel infrage. Erstere sind allerdings meist keine Option. Die Vergaserkessel arbeiten zwar sparsam und effizient, benötigen aber viel Zeit. So müssen Hausbesitzer immer ausreichend Brennholz lagern und dieses manuell in den Kessel einlegen – oft sogar mehrmals täglich.

Komfortabler ist dagegen die Pelletheizung. Die Kessel verbrennen gepresste Holzreste, die zu zu großen Teilen aus Abfällen der holzverarbeitenden Industrie bestehen. Die kleinen Stäbchen lagern in einem eigenen Tank und wandern automatisch zur Verbrennung.

Aber auch die nachhaltigen Heizsysteme sind mit Nachteilen verbunden. So emittieren sie deutlich mehr Feinstaub und benötigen viel Platz im Haus. Dieser ist erforderlich, um die Kessel samt Wärmespeicher, Pelletlager- und Pelletfördertechnik unterzubringen. Nachteilig sind aber auch die Anschaffungskosten, die mit 15.000 bis 25.000 Euro deutlich über denen, einer neuen Flüssiggasheizung liegen. Auch die etwas günstigeren Pellets gleichen die hohen Preisunterschiede oftmals nicht aus. Wer vom Verbot der Ölheizung betroffen ist, findet in der folgenden Tabelle die Vor- und Nachteile der Pelletheizung.

 

Vorteile der Pelletheizung Nachteile der Pelletheizung
Heizen mit nachwachsenden Brennstoffen aus der Region Nutzer müssen regelmäßig Asche austragen (bei hochwertigen Anlagen drei- bis viermal im Jahr)
höherer Komfort als bei Scheitholzheizung (vollautomatischer Betrieb) Technik ist wartungsintensiver und mit höheren Betriebskosten verbunden
hohe Fördermittel für den Einbau in neuen und alten Gebäuden Pelletheizungen verbrauchen viel Platz im Haus
nahezu überall einsetzbar (keine Umweltanforderungen; Brennstoff in viele Regionen lieferbar) hohe Anschaffungskosten für Pelletkessel
Pellets sind vergleichsweise günstig Es dauert sehr lange bis der Wald nachgewachsen ist, den Sie verbrennen. Solange ist der CO2 Ausstoß nahezu doppelt so hoch wie beim Gas
Sehr hohe Feinstaubbelastung

 

Wer bereits heute oder in Zukunft vom Verbot der Ölheizung betroffen ist, findet in der Pelletheizung eine interessante Alternative. Infrage kommt diese jedoch nur, wenn Verbraucher ausreichend Platz im Haus haben. Außerdem müssen sie die hohen Anschaffungskosten tragen können.

Verbot der Ölheizung: Ist die Wärmepumpe eine Alternative?

Die Wärmepumpe sei der Retter der Energiewende im Gebäudebereich. Diese Meinung vertreten viele Experten, wenn es um das Verbot der Ölheizung und mögliche Alternativen geht. Der Grund: Die Technik macht Wärme aus der Umwelt zum Heizen nutzbar. So zapft sie zum Beispiel die Luft, das Erdreich oder das Grundwasser an, um Heizwärme effizient bereitzustellen. Möglich ist das durch einen technischen Prozess, der meist mit Strom arbeitet. Alternativ kommt hier auch Erd- oder Flüssiggas (Gaswärmepumpe) infrage.

Aber nicht jeder, der durch das Verbot der Ölheizung zum Umdenken gezwungen ist, findet in der Wärmepumpe die optimale Lösung. Denn sparsam arbeiten die Umweltheizungen nur, wenn die Voraussetzungen im Gebäude günstig sind. Genauer kommt es dabei auf einen guten Dämmstandard und große Heizflächen (Fußbodenheizung) an. Das ist nötig, um Gebäude mit niedrigen Vorlauftemperaturen beheizen zu können. Müssen Letztere sehr hoch sein, verbraucht die Wärmepumpe mehr Strom oder Gas. Die Betriebskosten steigen und mit ihnen auch die klimaschädlichen CO2-Emissionen.

Sind die Voraussetzungen günstig, gibt es Wärmepumpen heute für etwa 12.000 bis 30.000 Euro. Entscheidend ist dabei die Wahl der Wärmequelle. Die folgende Tabelle zeigt die Vor- und Nachteile der Wärmepumpe im Überblick.

Vorteile der Wärmepumpe Nachteile der Wärmepumpe
nachhaltige und sparsame Heizung (Eignung des Gebäudes vorausgesetzt) Anschaffungskosten sind vergleichsweise hoch (abhängig von der Art der Wärmepumpe)
niedrige Heizkosten bei günstigen Bedingungen Betriebskosten fallen bei ungünstigen Voraussetzungen höher aus
platzsparende Heizungsanlage nicht in jedem Gebäude einsetzbar (Neubau oder Altbau mit Fußbodenheizung)
attraktive Fördermittel zum Einbau in neuen und alten Gebäuden Manchmal laute Außeneinheiten

 

Auf den ersten Blick scheint es so, als wäre die Wärmepumpe die optimale Lösung für alle, die vom Verbot der Ölheizung betroffen sind. Sinnvoll ist ihr Einsatz jedoch nur dann, wenn sich das jeweilige Haus mit niedrigen Vorlauftemperaturen beheizen lässt. Dafür sollte es einen guten Dämmstandard und große Heizflächen aufweisen. Sind die Voraussetzungen nicht erfüllt, kann sich die Umweltheizung im Altbau auch zur Kostenfalle entwickeln.

Fazit: Individuelle Beratung zum Verbot der Ölheizung

Wer sich durch das Ölheizungsverbot für neue Technik entscheiden muss, hat es nicht leicht. Denn der Markt bietet viele Lösungen, die allesamt mit eigenen Vor- und Nachteilen verbunden sind. Ein universeller Alleskönner ist dabei die Flüssiggasheizung. Die Technik lässt sich nahezu überall installieren. Sie ist effizient, platzsparend (Gastank ausgenommen) und günstig. Außerdem kann eine Flüssiggasheizung bereits heute komplett regenerativ arbeiten. Möglich ist das durch den Einkauf von Bio-Flüssiggas. Wer Geld sparen und die Umwelt schonen möchte, kann die Anlage außerdem mit einer Solaranlage kombinieren.

Eine Alternative ist die Pelletheizung. Sie arbeitet mit  Brennstoffen aus der Region, benötigt aber ausgesprochen viel Platz im Haus. Außerdem ist die Technik trotz Förderung oft mit hohen Anschaffungskosten verbunden.

Die Wärmepumpen lohnen sich meist nur nach einer energetischen Sanierung oder im Neubau. Wer ein unsaniertes Haus mit der Technik ausstattet, muss unter Umständen hohe Heizkosten zahlen.

Unser Tipp: Wer vom Verbot der Ölheizung betroffen ist, sollte zunächst einen Experten um Rat fragen. Energieberater nehmen das eigene Haus genau unter die Lupe und finden schnell heraus, welche Heizung am besten geeignet ist. Nur eines ist sicher: Eine Ölheizung ist es nicht. 

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