Flüssiggastank: Schutz vor hohen Erdgas-Netzentgelten

Angebote Gastank & Flüssiggas erhalten
Durch den Umstieg auf Wärmepumpen sinkt die Zahl der Erdgasanschlüsse und Netzbetreiber bauen ihre Leitungen zurück. Für die übrigen Anschlussnehmer steigen unterdessen die Kosten. Experten rechnen dabei bis 2045 mit Mehrbelastungen von über 4.000 Euro pro Jahr und das im Drei-Personen-Haushalt.

KI generiertes Bild, mit einem grünen Flüssiggastank vor einem Einfamilienhaus

✅ Aktualisiert am 12.06.2026

Flüssiggastanks bieten hier eine interessante Alternative. Sie kosten den Bruchteil einer neuen Wärmepumpenanlage, lassen sich einfach nachrüsten und netzunabhängig betreiben. Welche Vorteile ein Flüssiggastank außerdem bringt und wie Sie problemlos sowie günstig wechseln, erklären wir in den folgenden Abschnitten.

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Die Themen im Überblick:

Die wichtigsten Informationen auf einen Blick

  • Schutz vor explodierenden Kosten: Bis zu 4.300 € Mehrkosten pro Jahr durch steigende Erdgas-Netzentgelte bis 2045
  • Günstige Alternative: Nachrüstung ab etwa 100 €/Jahr (Miete) oder 2.000 bis 3.000 € (Kauf). Also deutlich preiswerter als Wärmepumpe oder Netzentgelte.
  • Einfacher Wechsel: Kein Heizungstausch nötig und bestehende Gasheizungen lassen sich oft mit minimalem Aufwand (Düsenwechsel) umrüsten.
  • Zukunftssicher & flexibel: Regenerative Anteile möglich (Bio-LPG), keine Methanemissionen, 15 bis 20 % weniger CO₂ als Erdgas.
  • Schnelle Umsetzung: Installation in 1–2 Tagen, keine langen Wartezeiten wie bei Netzanschlüssen.

Netzentgelte für Erdgas: Studie warnt vor Verzehnfachung

Um klimatische Veränderungen einzudämmen und den CO₂‑Ausstoß zu reduzieren, forciert die Regierung das Heizen mit Strom. Wärmepumpen sollen Gas- und Ölheizungen künftig ablösen und werden daher stark gefördert. Die Folge: Bauen viele Hausbesitzer ihre Gasheizung aus, können Versorger die Netze nicht mehr wirtschaftlich betreiben. Sie beginnen mit dem Rückbau und heben die Netzentgelte an, um die bestehenden Kosten weiterhin abzudecken. Eine vom Fraunhofer-Institut IFAM durchgeführte Studie im Auftrag des Umweltinstituts München e.V. warnt nun genau davor.

Bis zu 4.300 Euro pro Jahr extra im 3-Personen-Haushalt

Die Studie zeigt, dass Haushalte mit Gasanschluss in den kommenden Jahren mit einer Verzehnfachung der Netzentgelte rechnen müssen. Das führt bis zum Jahr 2045 zu Mehrkosten von bis zu 4.300 Euro in typischen Drei-Personen-Haushalten. Eine Veränderung, die vielen Hausbesitzern und Mietern künftig große Probleme bereiten könnte.

Umstieg auf Wärmepumpe mit hohen Kosten verbunden

Wer das zum Anlass für den Einbau einer Wärmepumpe nimmt, sollte genau rechnen. Denn im Altbau verbraucht die Umweltheizung oftmals viel Strom. Die Anschaffung ist teuer und häufig mit zahlreichen zusätzlichen Maßnahmen verbunden. So empfehlen Experten immer wieder, die Heizflächen zu tauschen, neue Fenster einzubauen oder das Haus zu dämmen. Maßnahmen, die viele Haushalte finanziell nicht stemmen können oder möchten.

Flüssiggastank ist günstiger als Gasanschluss

Die gute Nachricht: Mit dem Flüssiggastank gibt es eine günstige Alternative zu teuren Netzentgelten oder aufwendigen Sanierungen. Die Tanks halten Butan, Propan sowie deren Gemische dezentral bereit. Sie kommen ohne Netzanschluss aus und sind besonders günstig in der Anschaffung. Ein ganz wesentlicher Punkt: Flüssiggas (auch LPG) lässt sich ohne Netzentgelte nutzen und das sogar mit dem gesetzlich geforderten regenerativen Anteil.

Kosten von rund 100 statt mehreren 10.000 Euro zum Einbau

Möchten Sie mit einem LPG-Tank unabhängig heizen und Netzentgelte sparen, müssen Sie keine großen Investitionen tätigen. Denn zum Mieten gibt es die Anlagen bereits für etwa 120 Euro im Jahr. Entscheiden Sie sich für den Kauf eines Eigentumtanks, liegen die Kosten mit 2.000 bis 3.000 Euro immer noch deutlich unter denen einer neuen Wärmepumpe.

Alte und neue Gasheizungen lassen sich weiter betreiben

Das bestehende Heizsystem bleibt bei der Umrüstung unangetastet. Sie können Rohre und Heizflächen weiter nutzen und sogar Ihre alte Gasheizung mit Flüssiggas aus dem Tank betreiben. Nötig sind dabei unter Umständen Umrüstarbeiten, die nur wenige Stunden Zeit in Anspruch nehmen und keinen Schmutz verursachen. Ansprechpartner sind Fachhandwerker für Heizungstechnik aus Ihrer Region.

Flüssiggas ist ein zukunftsfähiger Brennstoff zum Heizen

Flüssiggas besteht aus Butan, Propan sowie deren Gemischen. Es lässt sich unter geringem Druck in die flüssige Form überführen und in dieser platzsparend bevorraten. Die Lieferung erfolgt per Lkw und ist auch dort möglich, wo Heizöltanks aufgrund von Umweltschutzauflagen nicht infrage kommen. Wichtig zu wissen ist außerdem, dass sich Flüssiggas ganz oder teilweise regenerativ herstellen lässt. Es verbrennt schadstoffarm und erfüllt die gesetzlichen Auflagen aus GEG und GModG.

Übrigens: GModG steht für Gebäudemodernisierungsgesetz und beschreibt damit den Nachfolger des aktuell geltenden Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Während das GEG eine 65-Prozent-EE-Pflicht vorsah, soll im GModG eine Biotreppe gelten. Sie müssen den Anteil regenerativer Komponenten daher Schritt für Schritt steigern. Mit einem Flüssiggastank ist das problemlos möglich. <INFOBOX>

Mit Flüssiggas heizen: Die wichtigsten Vorteile

Wechseln Sie vom Erdgasanschluss zum Flüssiggastank, sparen Sie künftig viel Geld. Sie heizen schadstoffarm sowie regenerativ (anteilig, je nach Bedarf) und versorgen sich unabhängig von öffentlichen Netzen. Die Anschaffungskosten liegen weit unter denen einer neuen Wärmepumpe und sogar die Anforderungen an den Stromnetzausbau sinken. Letztere steigen durch den hohen Anteil elektrischer Heizungen künftig stark an.

Vorteile des Heizens mit Flüssiggastank

Die wichtigsten Vorteile des Heizens mit Flüssiggastank:

  • Keine Netzentgelte: Keine Abhängigkeit von lokalen Gasnetzbetreibern und deren jährlich steigenden Netzentgelten (in DE seit 2022 um 30 bis 50 % gestiegen).
  • Transparente Kosten: Preis pro Liter/Tonne Flüssiggas (LPG) ist marktbasiert (z. B. an Ölpreis gekoppelt) und keine versteckten Umlagen (z. B. für Netzinfrastruktur, Konzessionsabgaben).
  • Langfristige Planung: Möglichkeit zu Preisvereinbarungen mit Lieferanten (z. B. Festpreise für 1–3 Jahre).
  • Kein Anschlusszwang: Ideal für Gebiete ohne Gasnetz oder bei hohen Anschlusskosten (z. B. ländliche Regionen, Altbauten).
  • Schnelle Installation: Tankaufstellung in 1–2 Tagen (vs. Wochen/Monate für Gasanschluss).
  • Mobilität: Tank kann mitgenommen werden (z. B. bei Umzug) oder als Mietlösung genutzt werden.
  • Geringere Investitionskosten: Flüssiggastank aufstellen und anschließen ist günstiger als Sanierung und Einbau einer Wärmepumpe
  • CO₂-Bilanz: ca. 15 bis 20 % weniger CO₂ als Erdgas (bei Verbrennung).
  • Zukunftssicher: Kompatibel mit Bio-LPG (aus organischen Abfällen) oder synthetischem LPG (Power-to-Gas).
  • Keine Methanemissionen: LPG besteht aus Propan/Butan, d.h. kein Methanschlupf (im Gegensatz zu Erdgas, das zu rund 90 % aus Methan besteht, einem 28 mal stärkeren Treibhausgas als CO₂
  • Eigener Vorrat: Tank wird automatisch nachgefüllt (Fernabfrage oder manuelle Bestellung). Keine Abhängigkeit von Netzdruck oder Lieferengpässen.
  • Notfallreserve: Bei Stromausfall oder Krisen (z. B. Gaslieferstopps wie 2022) weiter nutzbar.
  • Lagerfähigkeit: LPG kann jahrelang gelagert werden (im Gegensatz zu Biogas oder Wasserstoff, die oft sofort verbraucht werden müssen).
  • Moderne Brennwerttechnik: Flüssiggas-Heizungen erreichen Wirkungsgrade von rund 98–100 % (vergleichbar mit Erdgas-Brennwertkesseln).
  • Geringerer Verbrauch: Durch effizientere Verbrennung bis zu 10 % weniger Energieverbrauch im Vergleich zu alten Erdgasheizungen.

LPG-Tanks sind zudem in verschiedenen Größen erhältlich. Sie lassen sich individuell an den eigenen Bedarf anpassen, fast immer nachrüsten und ober- sowie unterirdisch aufstellen. Ein weiterer Vorteil liegt in der Flexibilität: So bieten Flüssiggastanks und Gasheizungen die optimale Ausgangslage für eine günstig zu betreibende Hybridheizung mit erneuerbaren Energien.

So gelingt der Wechsel von Erd- zu Flüssiggas

Möchten Sie sich vor hohen Erdgas-Netzentgelten schützen und einen Flüssiggastank installieren? Die folgende Übersicht zeigt, wie Sie dabei richtig vorgehen.

Schritt 1: Bedarf prüfen und Installationsort festlegen

Interessieren Sie sich für den Kauf oder die Miete eines LPG-Tanks, prüfen Sie im ersten Fall Ihren jährlichen Energiebedarf in Kilowattstunden. Denn dieser gibt vor, wie groß der neue Tank sein soll. Experten nehmen außerdem Ihr Grundstück in Augenschein, um den optimalen Installationsort zu finden.

Übrigens: Heizen Sie aktuell mit Gas, können Sie den Verbrauch am Gaszähler oder aus Ihrer Gasrechnung ablesen. Multiplizieren Sie Kubikmeter-Werte dabei mit dem Faktor 10, erhalten Sie den Jahresverbrauch überschlägig in Kilowattstunden. Bis zu 16.000 Kilowattstunden genügt dabei oft ein 1,2-Tonnen-Tank. Zwischen 16.000 und 28.000 Kilowattstunden empfiehlt sich ein 2,2-Tonnen-Flüssiggastank und darüber hinaus sollten Sie einen 2,9-Tonnen-Tank für Flüssiggas kaufen. <INFOBOX>

Schritt 2: Angebote einholen und LPG-Tank bestellen

Liegen die wesentlichen Parameter fest, planen Fachbetriebe die Anlage. Sie erstellen ein individuelles Angebot und Sie können entscheiden, ob Sie den Flüssiggastank kaufen oder mieten möchten.

Schritt 3: Tank für Flüssiggas einbauen und anschließen

Entscheiden Sie sich für ein Angebot, bauen Fachbetriebe den Tank wie vereinbart ein. Sie kümmern sich um den Anschluss, rüsten die bestehende Gasheizung bei Bedarf um und nehmen die Anlage in Betrieb. Ist das erledigt, übergeben die Experten alle Unterlagen. Sie weisen Sie in die Anlage ein und kümmern sich fortan um die vorgeschriebenen Wartungsarbeiten.

Übrigens: Wenn Sie einen Flüssiggastank kaufen, sind Sie selbst für Prüfung und Wartung verantwortlich. Bei der Tank-Miete erledigen Anbieter diese Aufgaben. Die dafür anfallenden Kosten sind in der Miete bereits enthalten. Bei Kauf-Lösungen kommen Sie dafür zusätzlich auf. <INFOBOX>

FAQ: Häufige Fragen zu den Flüssiggastanks

Warum steigen die Netzentgelte für Erdgas und was kommt noch auf mich zu?

Die Netzentgelte steigen, weil immer mehr Haushalte auf Wärmepumpen umsteigen und die Gasnetze dadurch unwirtschaftlicher werden. Betreiber erhöhen die Gebühren, um die Fixkosten auf weniger Nutzer umzulegen. Studien wie die des Fraunhofer-Instituts IFAM warnen vor einer Verzehnfachung der Netzentgelte bis 2045 – für einen typischen Drei-Personen-Haushalt können so Mehrkosten von über 4.000 Euro pro Jahr entstehen. Mit einem LPG-Tank umgehen Sie diese Entwicklung komplett.

Welche Alternativen habe ich und warum ist ein Flüssiggastank die beste Lösung für mich?

Sie könnten auf eine Wärmepumpe umsteigen. Diese ist im Altbau jedoch oft teuer, weil zusätzliche Maßnahmen wie neue Fenster, Dämmung oder Heizflächen nötig sind. Der Flüssiggastank bietet Ihnen Unabhängigkeit vom Netz, keine Netzentgelte und geringe Investitionskosten. Sie sparen sich aufwendige Sanierungen und heizen, sogar mit regenerativem Anteil,  trotzdem schadstoffarm.

Kann ich meine alte Gasheizung und andere Gasgeräte mit Flüssiggas weiter betreiben?

Ja! Ihre bestehende Gasheizung müssen Sie nicht austauschen. Fachhandwerker rüsten sie, ohne Schmutz oder großer Baustelle, mit einem Düsenwechsel in wenigen Stunden um. Auch andere Gasgeräte wie Herde oder Durchlauferhitzer lassen sich oft anpassen. So nutzen Sie Ihre bestehende Infrastruktur weiter und sparen doppelt.

Ich wohne in einem Wasserschutzgebiet. Kommt ein Flüssiggastank trotzdem infrage?

Ja, denn Flüssiggas ist nicht gewässerschädigend und in Wasserschutzgebieten üblicherweise erlaubt. Fragen Sie einfach bei Ihrer unteren Wasserbehörde nach, die meisten Genehmigungen werden erteilt.

Wie viel kostet es, einen Flüssiggastank nachrüsten zu lassen?

Mietlösungen gibt es bereits ab etwa 120 € pro Jahr, ein eigener Tank kostet zwischen 2.000 und 3.000 € (inklusive Installation). Zum Vergleich: Eine neue Wärmepumpe schlägt häufig mit weit mehr als 10.000 € zu Buche, plus mögliche Sanierungskosten. Beim Flüssiggastank entfallen zudem Netzentgelte und teure Anschlussgebühren.

Wie schnell lässt sich der Tank nachrüsten und welche Arbeiten sind erforderlich?

Der gesamte Prozess dauert meist nur 4–8 Wochen: Nach der Planung und Genehmigung (falls nötig) ist der Tank in 1–2 Tagen installiert. Fachbetriebe kümmern sich um Fundament, Aufstellung und Anschluss. Die Umrüstung Ihrer Heizung nimmt wenige Stunden in Anspruch und schon können Sie netzunabhängig und kostengünstig heizen.

Ist Flüssiggas zukunftsfähig oder muss ich bald wieder umsteigen?

Flüssiggas ist langfristig eine sichere Wahl. Es lässt sich bereits heute teilweise oder vollständig regenerativ herstellen (z. B. als Bio-LPG aus Abfällen). Zudem erfüllt es alle gesetzlichen Vorgaben, auch die künftige Biotreppe im Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Sie können den regenerativen Anteil also schrittweise erhöhen, ohne die Heizung tauschen zu müssen.

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