Butan oder Propan: Unterschied einfach erklärt
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Geht es um Flüssiggas, ist häufig die Rede von Butan und Propan. Die Gase lassen sich in flüssiger Form transportieren sowie lagern und kommen beim Heizen, Grillen oder Campen zum Einsatz. Doch worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen Propan und Butan? Wann kommt welches Gas zum Einsatz und auf welches Mischungsverhältnis sollte man im Sommer oder im Winter achten? Flüssiggas1.de gibt eine Antwort.
✅ Aktualisiert am 09.09.2025
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Die Themen im Überblick:
- Butan und Propan: Unterschied erklärt
- Einsatzbereiche der beiden Gassorten
- Das Propan-Butan-Mischungsverhältnis
Butan und Propan: Der Unterschied liegt im Siedepunkt
Butan und Propan sind beides Flüssiggase. Sie gehören zu den Alkanen und kommen üblicherweise als Brennstoff zum Einsatz. Möglich ist das durch die Eigenschaft, dass die Gase bereits bei geringen Druckwerten in die flüssige Phase übergehen. Denn so lassen sie sich einfach lagern, transportieren und sogar mobil einsetzen. Der wesentliche Unterschied zwischen Propan und Butan liegt dabei im Siedepunkt. Dabei handelt es sich um die Temperatur, bei der eine Flüssigkeit in die gasförmige Phase übergeht.
- Butan verdampft bei etwa null Grad Celsius. Ist es in der Umgebung kälter, lässt sich das Gas nicht mehr in die Gasphase überführen und daher auch nicht mehr verwenden.
- Propan hat einen Siedepunkt von etwa minus 42 Grad Celsius. Es verdampft auch bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und lässt sich daher das ganze Jahr über als Energieträger nutzen.
Der Unterschied zwischen Propan und Butan beeinflusst damit direkt den Einsatz. Während beide Gase als Brennstoff genutzt werden, eignet sich reines Butan nur bei milden Umgebungstemperaturen.
Auch der Druck ist ein Unterschied zwischen Propan und Butan
Neben dem Siedepunkt unterscheidet sich auch der Dampfdruck. Bei gleicher Temperatur ist dieser bei Propan deutlich höher als bei Butan. Deshalb müssen Propan-Gasflaschen stabiler konstruiert sein, um diesem Druck standzuhalten – was sie in der Regel auch etwas schwerer macht als Butan-Gasflaschen.
Stoffeigenschaften: Unterschiede zwischen Butan und Propan
Während sich die Energieinhalte von Butan und Propan kaum unterscheiden, haben beide Flüssiggase Eigenschaften, die für den Einsatz besonders wichtig sind. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick und zeigt die wichtigsten Stoffwerte.
| Eigenschaft | Butan | Propan |
|---|---|---|
| Summenformel | C4H10 | C3H8 |
| Molare Masse | 58,12 g/mol | 44,10 g/mol |
| Aggregatzustand (20 °C) | Gas | Gas |
| Siedepunkt | −0,5 °C | −42 °C |
| Schmelzpunkt | −138 °C | −188 °C |
| Dichte (Gas, 0 °C, 1 bar) | 2,48 kg/m³ | 1,88 kg/m³ |
| Flüssigdichte (20 °C) | 0,58 g/cm³ | 0,51 g/cm³ |
| Brennwert | 49,5 MJ/kg | 50,3 MJ/kg |
| Verwendung | Feuerzeuge, Camping, Sommergas | Heizen im Winter, Industrie, Autogas (LPG) |
Die Einsatzbereiche beider Gase unterscheiden sich kaum
Durch die Unterschiede von Propan und Butan eignen sich die Stoffe für verschiedene Aufgaben. Grundsätzlich kommen beide als Brenngas bzw. als Energieträger zum Einsatz. Wegen seines relativ hohen Siedepunktes eignet sich Butan nur bei Temperaturen über 0 °C – also eher für Sommer- und Indoor-Anwendungen. Auch beim Grillen oder bei Outdoor-Anwendungen im Sommer ist das Gas nützlich. Es kommt in der Industrie als Brenngas zum Einsatz, eignet sich als Rohstoff in der Kunststoffherstellung und ist vor allem im Sommer ein Bestandteil von Autogas. Erhältlich ist das Gas dabei meist in Kartuschen oder kleinen Flaschen.
Propan eignet sich durch den niedrigeren Siedepunkt vor allem für Winteranwendungen. Es kommt als Heizgas zum Einsatz und ermöglicht auch das Grillen oder Kochen bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Es kommt darüber hinaus als Schweißgas, als Treibgas sowie als Rohstoff für die Kunststoffherstellung zum Einsatz. Erhältlich ist Propan im Unterschied zu Butan häufig in großen Flaschen oder Tanks.

Auf das Propan-Butan-Mischungsverhältnis kommt es an
In vielen Einsatzbereichen kommen Butan und Propan auch gemeinsam zum Einsatz. Entscheidend für das richtige Mischungsverhältnis ist dabei die Temperatur am geplanten Einsatzort. Geht es um die Nutzung im Winter, ist ein Propan-Anteil von 70 bis 100 Prozent zu empfehlen. In der Übergangszeit genügen etwa 15 bis 20 Prozent Propan und im Sommer kommt teilweise auch reines Butan zum Einsatz. Der Propan-Anteil liefert dabei ausreichend Energie für die Verdampfung, während das Butan beim Verbrennen die benötigte Wärme freigibt.