Nachteile der Wärmepumpe: Und überraschende Alternative

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Eine Wärmepumpe wandelt kostenfreie Umweltenergie in nutzbare Wärme um. Sie gilt als effizient sowie nachhaltig und hat viele Vorteile. Von diesen profitieren Sie jedoch nur, wenn das Haus für die Heizung geeignet ist. In unsanierten Altbauten könnten die Nachteile der Wärmepumpe hingegen überwiegen. Warum das zu hohen Heizkosten führt und welche überraschende sowie GEG-gerechte Alternative es gibt, erklären wir in den folgenden Abschnitten

✅ Aktualisiert am 09.09.2025

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Die Themen im Überblick:

Einfach erklärt: Die Funktionsweise der Umweltheizung

Um die Nachteile der Wärmepumpe zu verstehen, ist es wichtig, die Funktionsweise zu kennen. Denn im Kern handelt es sich bei der Technik um eine Elektroheizung, die Wärme aus der Luft, der Erde oder dem Wasser zum Heizen nutzbar macht. Möglich ist das mit dem sogenannten Kälteprozess, der in vier Schritten abläuft:

    • Schritt 1: Wärme geht von der Umweltenergiequelle auf Kältemittel über. Das führt dazu, dass sich das Kältemittel erwärmt und in den gasförmigen Aggregatzustand übergeht. Möglich ist das durch die speziellen Eigenschaften des Mediums und die Druckverhältnisse in der Anlage.
    • Schritt 2: Ein elektrisch angetriebener Kompressor verdichtet das Gas. Neben dem Druck steigt dadurch auch die Temperatur des Mediums. Das ist wichtig, um Wärme auf das Heizsystem übertragen zu können. Außerdem ist dieser Prozessschritt ein Grund für Nachteile der Wärmepumpe in unsanierten Altbauten.
    • Schritt 3: Wärme geht vom Kältemittel auf das Heizungswasser über. Das komprimierte und heiße Kältemittelgas strömt daraufhin zu einem Wärmeübertrager. Hier geht thermische Energie auf das Heizungswasser über. Das Kältemittel verflüssigt sich dadurch.
    • Schritt 4: Das Kältemittel entspannt und der Kreislauf beginnt von vorn. Im letzten Schritt strömt das Kältemittel durch ein Entspannungsventil. Dieses baut den Druck des Mediums ab, sodass es seinen Ausgangszustand wieder einnimmt. Hat es diesen erreicht, beginnt der Kreislauf von vorn.

Geht es um die Nachteile der Wärmepumpe, spielt vor allem der Verdichtungsprozess eine wichtige Rolle. Denn dieser verbraucht elektrische Energie. Und zwar umso mehr, je weiter die Temperaturen der Umweltenergiequelle und des Heizungswassers auseinanderliegen. Haben Sie etwa einen unsanierten Altbau mit kompakten Heizkörpern, benötigen Sie eine hohe Vorlauftemperatur im Heizungswasser. Versuchen Sie, diese mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe zu erreichen, hat das in der Regel hohe Heizkosten zur Folge.

Die größten Nachteile der Wärmepumpe in Ihrem Altbau

Wärmepumpenheizungen haben viele Vorteile und gelten gemeinhin als Lösung für die Energiewende. Und tatsächlich: Bei den richtigen Voraussetzungen arbeiten die Anlagen effizient, sparsam sowie nachhaltig. Diese Voraussetzungen liegen jedoch nicht in jedem Gebäude vor. Und so kommt es, dass sich vor allem im Altbau einige Nachteile der Wärmepumpe finden. Wir geben einen Überblick:

Nachteil 1: In unsanierten Gebäuden können die Heizkosten sehr hoch sein.

Dieser Nachteil der Wärmepumpe lässt sich anhand der Funktionsweise einfach erklären: Benötigen Sie eine hohe Vorlauftemperatur und liefert die Umweltenergiequelle Wärme auf niederen Temperaturniveaus, muss der Verdichter mehr leisten. Der Stromverbrauch steigt und mit diesem auch die Heizkosten. Muss die Temperatur im Vorlauf höher als 55 Grad Celsius sein, ist hier ein kritischer Blick gefragt.

Nachteil 2: Die Anschaffungs- und Umfeldkosten fallen im Bestand hoch aus.

Natürlich lässt sich der erste Nachteil der Wärmepumpe durch eine Sanierung des Gebäudes (Dämmung, neue Fenster etc.) oder eine Optimierung des Heizsystems (neue Heizkörper, Flächenheizung etc.) ausgleichen. Doch damit sind hohe Kosten verbunden. Hinzu kommen die Ausgaben für die Investition in die Heiztechnik selbst, die trotz Förderung sehr hoch ausfallen.

Nachteil 3: Luft-Wärmepumpen erreichen die versprochene Effizienz nicht.

Mit einer Jahresarbeitszahl von drei benötigen Sie nur eine Kilowattstunde Strom, um drei Kilowattstunden Wärme bereitzustellen. Das stimmt – allerdings nur dann, wenn die Voraussetzungen günstig sind. In unsanierten Altbauten erreichen Sie diese Werte unter Umständen nicht. Die Folge: Der erste Nachteil der Wärmepumpe kommt zum Tragen und Ihre Heizkosten steigen.

Nachteil 4: Wärmepumpen sind laut und stören im Außen- sowie im Wohnbereich.

Entscheiden Sie sich für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, kommt ein weiterer Nachteil zum Tragen. Denn die Geräte verursachen Geräusche im Außenbereich. Diese entstehen zum einen durch den Kompressor. Zum anderen aber auch durch den Ventilator, der Außenluft ansaugt, um dieser Wärme zu entziehen. An einem ungünstigen Aufstellort sorgt das für Lärmbelästigungen, die sich bei unsachgemäßer Installation auch auf das Gebäude übertragen können. Der Nachteil der Wärmepumpe tritt besonders dann auf, wenn wenig Platz im Freien ist. Etwa bei enger Bebauung oder bei Reihenhäusern.

Nachteil 5: Wärmepumpen sind im Altbau nicht immer die wirtschaftlichste Lösung.

Hohe Anschaffungs-, Sanierungs- und unter Umständen auch Heizkosten führen zu einem weiteren Nachteil der Wärmepumpe: Rechnet man Ausgaben und Einsparungen zusammen, rentiert sich die Investition nicht immer. Letztlich kann es sogar dazu kommen, dass Sie mit der Umweltheizung höhere Ausgaben haben als ohne.

Wichtig zu wissen: Vor allem beim Blick auf Heizkosten und Wirtschaftlichkeit ist es wichtig, auch die CO₂-Abgabe zu beachten. Denn diese könnte ab 2027 stark ansteigen und zu wesentlich höheren Ausgaben für fossile Energieträger führen. Ein Punkt, der den Nachteilen der Wärmepumpe etwas entgegenwirkt, auch wenn er die Kosten der Umweltheizung nicht senkt.

 

Heizen mit Flüssiggas: Eine überraschende Alternative

Haben Energieberater oder Heizungsbauer erklärt, dass auch Sie die Nachteile der Wärmepumpe im Altbau bekommen, gilt es, eine Alternative zu finden. Verfügbar sind dabei etwa Holz- oder Pelletheizungen, die zwar nachhaltig, dafür aber groß und teuer sind. Viel einfacher und dennoch gemäß den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes ist dabei die Heizung mit Flüssiggas. Setzen Sie Bio-Flüssiggas ein, können Sie mit einer konventionellen Gasbrennwertheizung arbeiten. Sie benötigen lediglich einen Flüssiggastank im Garten, den Sie entweder mieten oder kaufen können. Entscheiden Sie sich für Ersteres, fallen keine zusätzlichen Investitionskosten an. Sie müssen nur die neue Gasheizung einbauen lassen und kommen um aufwendige Sanierungs- sowie Nachrüstarbeiten herum.

Die wichtigsten Vorteile der Flüssiggasheizung im Altbau:

  • Keine Pflicht zu aufwendigen Sanierungen
  • GEG-konform mit Bio-LPG
  • CO₂-steuerfrei
  • Tank kann gemietet oder gekauft werden
  • Installation oft innerhalb weniger Tage möglich

Ein Pluspunkt: Bio-Flüssiggas ist von der CO₂-Steuer ausgenommen

Der Einsatz von Bio-Flüssiggas (Bio-LPG) ist nicht nur gemäß GEG erlaubt. Er ist auch CO₂‑steuerfrei. Denn der Brennstoff gilt als regenerativ. Steigen die Kosten für Erdgas und Heizöl in Zukunft weiter an, zeigt sich hier unter Umständen ein deutlicher Kostenvorteil.

Bei der Wirtschaftlichkeit nicht nur die Heizkosten berücksichtigen

Achten Sie bei der Bewertung der Wirtschaftlichkeit einer Heizung nicht nur auf die Heizkosten. Beziehen Sie Anschaffungs- und Umfeldkosten in die Bewertung mit ein, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können. Da letztere bei Flüssiggasheizungen vergleichsweise niedrig sind, rentiert sich die Lösung über einen Zeitraum von 20 Jahren auch dann, wenn die Heizkosten etwas höher ausfallen.

Unser Tipp: Lassen Sie sich von einem Heizungsbauer oder Energieberater unterstützen. Fragen Sie gezielt nach den Anschaffungskosten sowie nach den Kosten für notwendige Sanierungsarbeiten und setzen Sie diese zu den zukünftigen Heizkosten ins Verhältnis. Auf diese Weise erkennen Sie die möglichen Nachteile der Wärmepumpe und können sich so fundiert für die richtige Heizlösung entscheiden.

 

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu den Nachteilen der Wärmepumpe

Warum verursacht eine Wärmepumpe im unsanierten Altbau hohe Heizkosten?

In Altbauten mit schlechten Dämmwerten und kleinen Heizkörpern ist oft eine hohe Vorlauftemperatur nötig. Wärmepumpen arbeiten jedoch am effizientesten mit niedrigen Temperaturen. Je größer die Temperaturdifferenz zwischen Umweltenergie und Heizungswasser, desto mehr Strom benötigt der Verdichter – und die Heizkosten steigen.

Warum zählen Sanierungskosten häufig zu den Nachteilen der Wärmepumpen?

Oft sind Sanierungsmaßnahmen wie Dämmung, neue Fenster oder eine Flächenheizung nötig, um die Effizienz zu erreichen. Dazu kommen Anschaffungskosten für die Wärmepumpe und mögliche Umbauten am Stromanschluss. Selbst mit Förderung bleibt die Investition hoch.

Erreichen Luft-Wasser-Wärmepumpen ihre versprochene Effizienz im Altbau?

Nicht immer. Herstellerangaben beruhen auf optimalen Bedingungen. In unsanierten Gebäuden sinkt die Jahresarbeitszahl, wodurch die Effizienzverluste unter Umständen zu höheren Heizkosten führen.

Ist der Geräuschpegel einer Wärmepumpe ein Nachteil?

Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen können Kompressor und Ventilator hörbar sein. In dicht bebauten Wohngebieten oder bei ungünstiger Platzierung kann das als störend empfunden werden – sowohl draußen als auch im Haus.

Rechnet sich die Technik trotz Nachteilen der Wärmepumpe im Altbau?

Die Wirtschaftlichkeit hängt von Investitions-, Sanierungs- und Betriebskosten ab. In manchen Fällen amortisiert sich die Anlage nicht, besonders wenn hohe Vorlauftemperaturen nötig und die Sanierungskosten erheblich sind.

Welche GEG-konforme Alternative gibt es zur Wärmepumpe im Altbau?

Eine Flüssiggasheizung mit Bio-Flüssiggas (Bio-LPG) erfüllt die gesetzlichen Anforderungen, benötigt keine großen Umbauten und ist CO₂-steuerfrei. Sie kann kostengünstiger installiert werden, da aufwendige Sanierungen oder Heizsystemanpassungen entfallen.

Welche Voraussetzungen sind für eine Bio-Flüssiggasheizung zu erfüllen?

Sie benötigen lediglich einen geeigneten Standort für einen ober- oder unterirdischen Flüssiggastank, der gemietet oder gekauft werden kann. Die Heizungsanlage muss für Flüssiggas geeignet sein (Gasbrennwerttechnik), ein Gasanschluss ins Haus muss installiert werden, und es muss eine sichere Zugänglichkeit für Tankbefüllungen bestehen.

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