Abwrackprämie Öl Heizung: Höhe, Alternativen, Kosten

Alte Heizung Tauschen und entsorgen

Sie wurde lange gefordert und steht nun kurz vor der Einführung: Die Abwrackprämie für alte Heizungen. Sie soll Hausbesitzer animieren, veraltete Technik auszutauschen und dazu beitragen, den deutschlandweiten CO2-Ausstoß zu senken. Wer eine alte Ölheizung besitzt, kann diese zum Beispiel durch eine Flüssiggasheizung ersetzen. Denn die Technik ist günstig, effizient und nahezu überall einsetzbar. Flüssiggas1.de informiert über den aktuellen Stand der Diskussion und zeigt, wie Hausbesitzer die Abwrackprämie für alte Ölheizungen gewinnbringend nutzen können.

Die Themen im Überblick:

Abwrackprämie Ölheizungen: Warum muss sie kommen?

Um die Folgen des Klimawandels abzuwenden und die globale Erwärmung zu begrenzen, hat sich Deutschland hohe Ziele gesteckt. So sollen die CO2-Emissionen im Land bis 2050 um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 sinken. Bis 2030 wird bereits eine Minderung um 40 Prozent erwartet. Wirft man heute einen Blick auf die Zahlen, scheinen die Ziele allerdings ziemlich ambitioniert. Ein Grund dafür sind veraltete Kessel. Experten schätzen, dass nur etwa 12 Prozent der in Deutschland installierten Heizungen effizient arbeiten. Alle anderen verbrauchen mehr Energie als nötig. Sie verursachen hohe Energiekosten und stoßen Unmengen an CO2 aus. Die Abwrackprämie für Öl-Heizungen, die CDU Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer kürzlich in die politische Diskussion brachte, soll an diesem Punkt ansetzen.

Austauschprämie für Ölheizung: im Klimaschutzprogramm 2030 verankert

Im Ende September 2019 verabschiedeten Klimaschutzprogramm 2013 der Bundesregierung steht eine „Austauschprämie“ mit einer 40-prozentigen Förderung geben für den Austausch einer alten Ölheizung. Es wird sicher einen großen Zulauf geben für  moderne Gaslösungen auf Brennwertbasis mit erneuerbarer Energie umzusteigen.

Umtauschprämie für die Heizung soll Sanierungsstau entgegenwirken

Eine Studie des BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft) zeigt: Etwa ein Drittel der deutschen Heizungsanlagen sind heute mindestens 20 Jahre alt. Sie arbeiten mit Nieder- oder Konstanttemperaturtechnik und nutzen die eingesetzten Brennstoffe bei Weitem nicht aus. Mit einer Umtauschprämie für alte Ölheizungen und Gasheizungen wären allerdings etwa 39 Prozent der Hausbesitzer bereit, die alten Kessel zu ersetzen. Das bestätigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid.

Abwrackprämie für alte Heizungen hilft nicht nur dem Klima

Aus politischer Sicht ist die Abwrackprämie für alte Ölheizungen und Gasheizungen wichtig, um die mit der EU vereinbarten Klimaziele zu erreichen. Denn nur so lassen sich Strafzahlungen umgehen, die bei zu hohen CO2-Emissionen fällig werden könnten. Die dabei angestoßenen Heizungssanierungen gehen jedes Mal mit Einsparungen von bis zu 30 Prozent einher. Gut ist das aber nicht nur für das Klima, sondern auch für die Portemonnaies vieler Hausbesitzer. Der Grund: Je höher die Effizienz der eigenen Heizung ist, umso besser nutzt diese die eingesetzten Brennstoffe aus. Die Heizkosten sinken spürbar und die Unabhängigkeit von schwankenden Energiepreisen steigt.

Abwrackprämie für Ölheizungen – Höhe und wer bekommt sie?

Die Abwrackprämie für alte Ölheizungen ist ein Förderprodukt, das den Austausch veralteter Heizungsanlagen forcieren soll. Nach Aussagen von CDU Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer geht es dabei vor allem um die rund 5,4 Millionen Ölheizungen in Deutschland.

Klimakabinett verabschiedet Austauschprämie für Ölheizungen

Im September 2019 hat das Klimakabinett der Bundesregierung die Austauschprämie für Ölheizungen verabschiedet. In dem Eckpunktepapier sin drei wichtige Dinge festgehalten:

  1. Die bestehenden KfW-Förderprogramme werden um 10% erhöht.
  2. Ab 2026 ist der Einbau von Ölheizungen nicht mehr erlaubt.
  3. Eine „Austauschprämie“ mit einer 40-prozentigen Förderung für den Austausch einer alten Ölheizung.

Ersetzen Hausbesitzer ihre alte Heizung durch eine neue sollen sie dafür also eine Umtauschprämie für die Heizung in Höhe von sagenhaften 40 % bekommen. Das bedeutet bei einer Investition von 10.000 € einen Zuschuss von 4.000 €! Vorab wurde über eine Höhe der Abwrackprämie für Heizungen von 1.000 bis 1.500 € spekuliert. Eine solch enorm viel höhere Umtauschpämie für die Heizung zeigt den deutlichen Willen der Bundesregierung die Wärmewende anzugehen. Ob die Abwrackprämie für Heizungen auch im Gewerbe verfügbar sein wird, ist aktuell nicht bekannt.

Mit dem neuen Förderprodukt möchte die Regierung auf vergangene Erfolge aufbauen. Denn eine Abwrack- oder Umweltprämie gab es 2009 bereits für PKWs. Wer sein altes Auto verschrotten ließ und sich einen neuen Wagen zulegte, bekam damals einen Zuschuss von 2.500 Euro. Insgesamt profitierten mehr als 1,7 Millionen Deutsche von der Sonderförderung.

Branchenverbände kritisieren die Abwrackprämie für alte Ölheizungen

Verbände und Experten der Heizungsbranche fordern eine ähnliche Förderung bereits seit Langem. Mit den aktuellen Entwicklungen sind sie allerdings nicht vollkommen zufrieden. So fordern Sie zum Beispiel die Ausweitung der Abwrackprämie für alte Ölheizungen auf alle Heizungsarten. Denn in vielen deutschen Wohnhäuser arbeiten Gasheizanlagen oder sogar noch alte Kohleheizungen. Auch von diesen sind viele veraltet, ineffizient und mit zu hohen Emissionen verbunden.

Außerdem könnten sich Experten bei der Abwrackprämie auch eine steuerliche Behandlung vorstellen. So meint Andreas Müller, Geschäftsführer des ZVSHK (Zentralverband Sanitär Heizung Klima), dass sich steuerliche Vergünstigungen für den Heizungstausch einfacher umsetzen ließen. Der bürokratische Aufwand wäre geringer und zudem ließe sich die Schwarzarbeit unterbinden.

Abwrackprämie für Heizungen beantragen: Wie funktioniert das?

Wie hoch die Abwrackprämie für alte Heizungen genau ist und wie Eigenheimbesitzer die Mittel beantragen können, ist heute noch nicht bekannt. Denn aktuell diskutiert die Politik noch über das neue Förderprogramm.

Gibt es bereits Alternativen zur Abwrackprämie für Heizungen?

Ja! Wer alte Heizungsanlagen durch neue und effiziente Systeme ersetzt, bekommt bereits heute hohe Fördermittel vom Staat. So gibt es Darlehen oder Zuschüsse für neue Brennwertheizungen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Umweltheizungen wie Solaranlagen, Holzkessel oder Wärmepumpen werden hingegen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert.

Auch hier legt die Bundesregierung nach: Die bestehenden Förderprogramme sollen laut dem Klimaschutzprogramm 2030 um weitere 10 % erhöht werden. Das bedeutet wahrscheinlich mindestens 20 % Förderung und im Idealfall 25 % Förderung.

KfW-Förderung für den Austausch alter Öl- und Gasheizkessel

Wer eine alte Gas- oder Ölheizung austauschen möchte, muss nicht bis zur Einführung der staatlichen Abwrackprämie für Heizungen 2019 warten. Denn auch von der KfW bekommen Hausbesitzer hohe Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen. Voraussetzung ist der Einbau einer Brennwertheizung – zum Beispiel einer Flüssiggasheizung.

KfW-Programm Fördergegenstand Förderart und -höhe Beantragung
152 „Energieeffizient Sanieren – Kredit“ Einbau neuer Öl- oder Gasbrennwertkessel im Gebäudebestand Darlehen mit Tilgungszuschuss; Höhe mindestens 7,5 Prozent vor Maßnahmenbeginn bei der Hausbank (Voraussetzung: Bestätigung durch Energieberater)
430 „Energieeffizient Sanieren – Investitions­zuschuss“ einmaliger Zuschuss; Höhe mindestens 10 Prozent vor Maßnahmenbeginn über das Online-Zuschussportal der KfW (Voraussetzung: Bestätigung durch Energieberater)

 

Bessere Konditionen gibt es, wenn Sanierer nicht nur die neue Heizung einbauen, sondern auch das alte Heizungsnetz modernisieren. Dabei steigen die Zuschüsse der alternativen Abwrackprämie für Heizungen auf 15 Prozent. Darlehen gibt es dann mit einem Tilgungszuschuss in Höhe von 12,5 Prozent.

Alternative zur Abwrackprämie: BAFA-Förderung für Erneuerbare

Auch das BAFA-Programm „Heizen mit erneuerbaren Energien“ lässt sich anders als die Abwrackprämie für alte Ölheizungen bereits heute nutzen. Über dieses bekommen Hausbesitzer hohe Zuschüsse, wenn sie ihre alte Heizung durch eine erneuerbare Energieanlage ersetzen. Neben Solaranlagen kommen dabei auch Holzheizungen und Wärmepumpen infrage. Wer sich zum Beispiel für eine Gaswärmepumpe mit Flüssiggas entscheidet, bekommt hier Zuschüsse in Höhe von mindestens 4.500 Euro.

BAFA-Programm Fördergegenstand Förderart und -höhe Beantragung
Heizen mit erneuerbaren Energien Solaranlagen Zuschuss; mind. 500 Euro vor Beauftragung einer Fachfirma über die BAFA-Webseite
Holzheizungen (Pelletofen mit Wassertasche, Pellet-, Hackschnitzel oder Scheitholzkessel) Zuschuss; mind. 2.000 Euro
Wärmepumpen Zuschuss; mind. 1.3000 Euro für Strom-Wärmepumpen; mind. 4.500 Euro für Gas-Wärmepumpen

 

Noch mehr Geld gibt es, wenn Verbraucher neben dem Heizungstausch auch das Haus oder das vorhandene Heizungsnetz optimieren.

Auch Handwerkerkosten für den Heizungseinbau sind förderbar

Eine Alternative zur geplanten Abwrackprämie für alte Ölheizungen ist auch die staatliche Förderung der Handwerkerkosten. Sofern kein anderes Förderprogramm infrage kommt, können Hausbesitzer dazu bis zu 6.000 Euro an Lohnkosten für Handwerker im Jahr bei der Einkommenssteuer angeben. Mit einem Fördersatz von 20 Prozent bekommen sie dabei jedes Jahr bis zu 1.200 Euro vom Finanzamt erstattet. Relevant ist die Alternative zur Abwrackprämie für Heizungen allerdings nur für Verbraucher, die Arbeiten im selbst genutzten Wohneigentum durchführen lassen.

Einige Bundesländer haben bereits eine Abwrackprämie für Heizungen

Nicht für alle Deutschen ist die Abwrackprämie für alte Ölheizungen neu. So gab es vor einigen Jahren zum Beispiel ein ähnliches Förderprogramm in Sachsen. Wer alte Kessel durch neue Modelle ersetzte, bekam dabei einen Zuschuss in Höhe von 1.250 Euro. Inzwischen sind die Fördertöpfe jedoch leer. Dafür wartet nun das Saarland mit einer Abwrackprämie für Heizungen und Solaranlagen auf. 2.500 Hausbesitzer, die alte Kessel tauschen oder eine Solaranlage aufs Dach bauen, erhalten hier 1.000 Euro. In Berlin steht die Kesseltauschprämie kurz vor der Einführung. Hier sollen Hausbesitzer eine Abwrackprämie für Heizungen in Höhe von bis zu 5.000 Euro vom Senat bekommen, wenn sie sich eine effiziente neue Anlage anschaffen.

Eine Abwrackprämie für Öfen gab es außerdem in Rheinland-Pfalz. Denn das Bundesland vergab hohe Zuschüsse an Hausbesitzer, die alte Kamine durch neue ersetzten. Das primäre Ziel war hier allerdings nicht die Senkung des CO2-Ausstoßes, sondern der Feinstaubemissionen.

Am meisten profitieren von der neuen Austauschprämie mit der 40 %-Förderung werden die Bürger der Bundesländer mit großen Mengen und hohen Anteilen alter Ölheizungen. Vorn liegen da natürlich die beiden südlichen Flächenländer Bayern und Baden-Württemberg. Sehr viele Ölheizungen gibt es zudem in den Bundesländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen (NRW), da hier sehr viele Menschen wohnen.

Auch die kleineren Länder wie Saarland, Berlin, Rheinland-Pfalz und Hessen haben vergleichsweise hohe Anteile an alten Ölheizungen. In den neuen Ländern Thüringen Sachsen sowie Sachsen-Anhalt wurde nach der Wende schon oft eine neue Gasheizung eingebaut. Von daher ist das Potenzial nicht ganz so groß wie in den westdeutschen Ländern. Trotzdem sollte man auch hier, wenn eine alte Ölheizung vorhanden ist, die Umtauschprämie für die Heizung unbedingt beantragen.

Abwrackprämie nutzen: Ölheizung durch Erdgas- oder Flüssiggasheizung ersetzen

Aktuell geht es im politischen Diskurs um eine Abwrackprämie für alte Ölkessel, von denen deutschlandweit etwa 5,4 Millionen in Betrieb sind. Davon sind ungefähr 2,1 Millionen Heizungen leicht ans Erdgasnetz anzuschließen. Die anderen Heizung können leicht an einen Flüssiggastank angeschlossen werden. Ohne die Effizienz der neuen Heizung spart man allein durch den Wechsel auf Gas schon 15-22% klimaschädliches CO2 ein.

Vergleichsweise einfach ist zum Beispiel die Installation einer Öl-Brennwertheizung. Die Technik nutzt verborgene Energie aus dem Abgas und verbraucht so bis zu 30 Prozent weniger. Sie hilft, den CO2-Ausstoß zu reduzieren und Heizkosten zu sparen.

Dann kommt das große aber: Heizöl ist ein fossiler Rohstoff, der der Umwelt schadet. Schon ein Tropfen Öl kann 600 bis 1.000 Liter Wasser verunreinigen. Ein Grund, aus dem die Ölheizung heute vor allem in Hochwassergebieten nur unter hohen Auflagen erlaubt ist.

Ab 2026 wird die Ölheizung – auch mit der Brennwerttechnik verboten. Zunächst nur beim Einbau aber vermutlich in den kommenden Jahren auch im Bestand. Der Einbau einer Ölheizung birgt also große Risiken.

Gegen Heizöl spricht auch die begrenzte Reichweite. So gehen Experten davon aus, dass die weltweiten Erdölreserven noch etwa 50 Jahre ausreichen. Auch wenn die Ressourcen (vermutete, aber heute nicht förderbare Vorkommen) höher sind, ist Heizöl nur begrenzt auf unserer Erde vorhanden. Lange bevor es zur Neige geht, werden die Kosten stark ansteigen.

All das sind Gründe, aus denen sich immer mehr Ölheizer für einen Wechsel des Energieträgers entscheiden. Während die Hälfte aller Hausbesitzer mit Ölheizung auf öffentliche Erdgasleitungen zugreifen kann, ist Flüssiggas (ein Gemisch aus Butan- und Propangas) die beste Alternative für alle anderen. Die Anschaffungskosten der sind die günstigsten im Vergleich mit allen anderen Heizungen und die Kosten der modernen Technik lassen sich dabei zum Teil mit der geplanten Abwrackprämie für alte Ölheizungen decken. Zudem ist ist eine Flüssiggasheizung sowohl in der Anschaffung als auch im laufenden Betrieb deutlich günstiger.

Eine Flüssiggasheizung oder Erdgasheizung mit Brennwerttechnik installieren lassen

Hausbesitzer können die Austauschprämie für alte Ölheizungen nutzen, um eine neue Erdgas- oder Flüssiggasheizung zu installieren. Nötig ist dazu lediglich ein Erdgasanschluss oder ein Flüssiggastank. Dieser lässt sich sich frei im Garten hinter einer Hecke oder unterirdisch auf dem eigenen Grundstück einlagern lässt. Der unterirdische Gastank ist dabei kaum zu sehen. Sowohl der oberirdische Gastank als auch der unterirdische Gastank haben eine Lebensdauer von in der Regel 40 Jahren und länger.

Die Flüssiggasheizung und die konventionelle Gasheizung mit Brennwerttechnik sind dabei oft baugleich. Wenn die Gasheizung nicht für beide Gasarten schon ab Werk ausgelegt ist, kommt eine andere Düse zum Einsatz. Sollte also zuerst mit Flüssiggas geheizt werden und anschließend doch eine Erdgasleitung verlegt werden, kann man die bestehende Gasheizung einfach weiternutzen.

Die Gasheizung ist kompakt und lässt sich durch ihren leisen Betrieb sogar in Wohnräumen installieren. Indem die Gasheizung verborgene Wärme aus dem Abgas gewinnt, ist sie außerdem besonders effizient. So kann sie den Energieverbrauch gegenüber einer alten Standard-Ölheizung um bis zu 30 Prozent senken. Da die Brennstoffkosten aktuell unter denen von Heizöl liegen, sinken die Heizkosten dabei sogar noch stärker.

Energieträger Energiepreis (Stand: September2019) Heizkosten (Verbrauch 15.000 kWh/a)
Heizöl 6,25 Ct/kWh 938 Euro pro Jahr
Flüssiggas 5,57 Ct/kWh 837 Euro pro Jahr
Erdgas 6,19 Ct/kWh 929 Euro pro Jahr

 

Der Vergleich zeigt: Wer mit Flüssiggas heizt, kann aktuell mehr als 100 Euro im Jahr im Vergleich zum Heizöl sparen. Steigen die Heizölpreise weiter an, fallen die Einsparungen sogar noch höher aus. Spezielle Abwrackprämien-Angebote der Heizungshersteller könnten außerdem dafür sorgen, dass auch die Anschaffung in Zukunft günstiger wird. Wenn Sie also die Austauschprämie für die Heizung bekommen wollen: Fragen Sie bei Ihrem lokalen Heizungsbauer an. Wenn Sie einen Erdgasanschluss bekommen können, dann bei Ihrem regionalen Stadtwerk.

Wenn kein Erdgasanschluss möglich ist, brauchen Sie einen Flüssiggastank. Die meisten Kunden wollen einen Flüssiggastank mieten oder eine Gaszählerabrechnung wählen, wie beim Erdgas auch. Die weitere Alternative ist es den gastank zu kaufen. Lassen Sie sich kostenfrei beraten und fordern Sie ein Angebot für einen Flüssiggastank an:

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Übrigens: Während Mineralölhändler Heizöl mit einem Bioanteil von 5 bis 10 Prozent anbieten, lässt sich Flüssiggas heute bereits komplett regenerativ herstellen. Das sogenannte Bio-Flüssiggas (auch Bio-LPG) besteht aus industriellen Abfällen sowie pflanzlichen Reststoffen und mindert die Treibhausgasemissionen bilanziell um bis zu 80 Prozent.

Hybridheizung mit der Umtauschprämie für Heizungen finanzieren

Wer günstiger und umweltfreundlicher heizen möchte, kann die Umtauschprämie für alte Ölheizungen auch nutzen, um eine Hybridheizung anzuschaffen. Die Systeme bestehen aus mehreren Wärmeerzeugern und verbinden die Vorteile fossiler und regenerativer Heiztechnologien. Ein Beispiel ist die Kombination aus Flüssiggasheizung oder Erdgas und Solarthermie. Die Solaranlage kann dabei das Trinkwasser erwärmen oder sogar die Heizung unterstützen. In beiden Fällen entlastet sie den konventionellen Kessel. Das führt neben sinkenden Heizkosten auch zu geringeren CO2-Ausstößen und erfüllt damit den Zweck der Abwrackprämie für alte Heizungen.

Umweltfreundliche Gas-Wärmepumpen mit Flüssiggas betreiben

Nutzen lässt sich die geplante Abwrackprämie für alte Ölheizungen auch zur Anschaffung einer Wärmepumpe für Flüssiggas. Die Anlage nutzt einen technischen Prozess, um kostenfreie Wärme aus der Luft, der Erde oder dem Wasser zum Heizen nutzbar zu machen. Sie benötigt weniger als halb so viel Flüssiggas wie eine konventionelle Flüssiggasheizung und gilt als besonders sparsam. Voraussetzung für die hohe Effizienz ist allerdings ein passendes Haus. So muss sichergestellt sein, dass die Heizung alle Räume auch mit niedrigen Heizwassertemperaturen wohlige warm bekommt. Möglich ist das durch eine gute Dämmung sowie große Heizflächen. Für Letzteres kommen unter anderem Flächenheizsysteme oder groß ausgelegte Heizkörper infrage.

Ist die Flüssiggas-Wärmepumpe geeignet, sorgt sie für besonders niedrige Heizkosten. Sie kommt mit minimalen CO2-Emissionen aus und erfüllt den Zweck der Abwrackprämie für Heizungen noch besser als viele Hybridsysteme.

Auf den Punkt: Die zahlreichen Vorteile einer Flüssiggasheizung

Wer bereits heute darüber nachdenkt, die kommende Abwrackprämie für alte Ölheizungen zu nutzen, findet in der Flüssiggasheizung eine interessante Alternative zur bestehenden Technik. Denn Flüssiggas ist nahezu überall einsetzbar. Es lässt sich effizient zum Heizen nutzen, findet darüber hinaus aber auch in der Küche Anwendung. Der Rohstoff ist langfristig verfügbar und sogar als komplett regenerative Variante erhältlich.

Vorteile von Flüssiggas gegenüber Heizöl
nicht gewässerschädigend
nahezu überall einsetzbar
viele moderne Heizsysteme wie wählbar
Flüssiggas zum Kochen nutzbar
langfristige Verfügbarkeit
Bio-LPG als regenerative Alternative
Flüssiggas ist günstiger als Heizöl
Gasbrennwerttechnik ist günstiger und erprobter als Ölbrennwerttechnik
Wartung der Gasheizung ist günstiger als bei der Ölheizung

Der Überblick zeigt: Flüssiggas hat zahlreiche Vorteile gegenüber Heizöl. Wer von diesen profitieren möchte, kann die Kosten der neuen Heizung mit der Abwrackprämie für alte Heizungen bald senken. Bis es so weit ist, hält der Staat auch zahlreiche andere Fördermittel bereit. So zum Beispiel Darlehen und Zuschüsse der KfW oder hohe BAFA-Zuschüsse für das Heizen mit erneuerbaren Energien.

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Lohnt sich die Abwrackprämie für meine Heizung überhaupt?

Ist die eigene Heizung älter als 15 Jahre, sollten Hausbesitzer die Technik kritisch überprüfen lassen. Denn bereits dann ist sie meist überholt. Sie verbraucht mehr Energie als nötig und sorgt für überhöhte Heizkosten. Wer die Abwrackprämie für alte Ölheizungen als Anlass zum Kesseltausch nimmt, profitiert dabei neben den ohnehin anfallenden Einsparungen auch von hohen staatlichen Förderungen. Ein Heizungstausch lohnt sich aber auch aus anderen Gründen: So steigt damit die Sicherheit und auch der Komfort der Heizungsanlage.

Heizungstausch nach EnEV gesetzlich vorgeschrieben

Nach der aktuell gültigen Energieeinsparverordnung müssen Hausbesitzer 30 Jahre alte Öl- und Gasheizungen ohnehin austauschen. Zumindest dann, wenn diese nicht auf Brennwert- oder Niedertemperaturtechnik basieren. Ausgenommen sind außerdem Verbraucher, die bereits am 01. Februar 2002 in ihrem eigenen Ein- oder Zweifamilienhaus gewohnt haben. In diesen Fällen greift die Tauschpflicht erst bei Eigentumsübergang durch Schenkung, Erbe oder Verkauf.

Wichtig zu wissen: Heute ist noch nicht klar, ob es die Abwrackprämie für alte Heizungen auch dann gibt, wenn diese bereits von der Austauschpflicht betroffen sind. Um kein Geld zu verschenken, sollten Hausbesitzer also nicht erst warten, bis es zu spät ist.

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