Heizung mieten: Günstig zur neuen Mietheizung

Heizung installieren

Alte Kessel verbrauchen unnötig viel. Sie belasten das eigene Portemonnaie und darüber hinaus auch das Klima stark. Ein Heizungstausch ist allerdings mit hohen Kosten verbunden. Anders beim Heizung Mieten: Denn dann gibt es die Technik für einen monatlichen Grundpreis ohne hohe Anschaffungskosten. Eigentümer bleiben die Vermieter, die sich auch um die Wartung und den sicheren Betrieb kümmern. Flüssiggas1.de erklärt, ob sich das Heizung Mieten lohnt, was es dabei zu beachten gibt und wie viel eine Mietheizung eigentlich kostet.

✅ Aktualisiert am 28.09.2020

 

Heizung mieten: Günstig zur neuen Mietheizung

Alte Kessel verbrauchen unnötig viel. Sie belasten das eigene Portemonnaie und darüber hinaus auch das Klima stark. Ein Heizungstausch ist allerdings mit hohen Kosten verbunden. Anders beim Heizung Mieten: Denn dann gibt es die Technik für einen monatlichen Grundpreis ohne hohe Anschaffungskosten. Eigentümer bleiben die Vermieter, die sich auch um die Wartung und den sicheren Betrieb kümmern. Flüssiggas1.de erklärt, ob sich das Heizung Mieten lohnt, was es dabei zu beachten gibt und wie viel eine Mietheizung eigentlich kostet.

 

Die Themen im Überblick

Heizung mieten: Was ist das und wie funktioniert es?

Günstig, einfach und sicher: Mit diesen Vorteilen werben viele Heizungshersteller und Energieversorger für das Thema Heizung mieten. Im Detail geht es dabei um Contracting, also das Abschließen eines Wärme-Liefervertrages. Wer sich für diese Variante entscheidet, bekommt eine neue Heizungsanlage samt Installation, Wartung und regelmäßiger Kontrollen für geringe monatliche Raten. Hohe Investitionen fallen beim Heizung Mieten nicht an. Diese trägt der Vermieter (auch Contractor). Er rechnet die Kosten für die Dauer des Vertrages auf und bildet daraus einen Grund- oder Festpreis.

Verschiedene Preis- und Mietmodelle sind verfügbar

Wie sich die Kosten zusammensetzen, hängt vom Mietmodell der Contractoren ab. So bieten einige die Heizung zum Mieten für eine Grundgebühr und einen Wärme-Lieferpreis an. Kunden kümmern sich dabei weder um die Heizung noch um die Brennstoffe und zahlen Monat für Monat für die verbrauchte Energie. Das Modell ähnelt Strom- und Gasverträgen, wobei der Kilowattstunden-Preis höher ausfällt. Grund dafür ist, dass er auch Installations- und Wartungskosten der Mietheizung abdeckt.

Andere Anbieter verlangen einen festen Grundpreis für die Anlage. Den Bezug der Brennstoffe überlassen sie jedoch ihren Kunden. Diese können dabei Jahr für Jahr zum günstigsten Energieanbieter wechseln und bares Geld sparen.

Unabhängig vom Mietmodell: Anschaffungskosten sowie Ausgaben für Wartung, Reparaturen und Schornsteinfeger sind immer in den Mietpreis der Heizung eingerechnet. Wer sich für die Lösung entscheidet, profitiert also von einer hohen finanziellen Sicherheit – unerwartete Kosten fallen nicht an.

Wer kann eine Heizung mieten und wer ist der Vermieter?

Hier gibt es keine Einschränkungen: Contracting gibt es für Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Wohnquartiere und sogar für Industriekunden. Unterschiede zeigen sich lediglich im Anbieter. Während private Hausbesitzer die Mietheizung heutzutage von vielen Heizungsherstellern bekommen, wenden sich Betriebe aus Gewerbe und Industrie an Energieversorger, Stadtwerke und spezielle Contracting-Unternehmen.

Schritt für Schritt die Heizung mieten: Der einfache Ablauf

Ob bei einem Neubau oder vor einer Sanierung: Jeder kann heute eine Heizung mieten. Der Weg zur neuen Technik ist dabei einfacher als viele denken. Denn private und gewerbliche Interessenten müssen sich beim Contracting um fast nichts kümmern. Die folgende Übersicht zeigt den einfachen Weg zur neuen Mietheizung.

1) Anbieter finden, Preise und Leistungen vergleichen

Wer eine Heizung mieten möchte, sollte zuerst verschiedene Anbieter finden und vergleichen. Private Hausbesitzer wenden sich dabei zum Beispiel an ihren Heizungsbauer oder einen Heizungshersteller ihrer Wahl. Kunden aus dem Gewerbe- und Industriebereich finden Ansprechpartner bei ihren Stadtwerken, bei Energieversorgern oder Unternehmen, die sich auf das Contracting spezialisiert haben. Ratsam ist es, die Anbieter erst einmal genau zu prüfen: Welche Preismodelle gibt es? Welche Konditionen sind üblich? Was für Heizungen sind im Angebot? Antworten auf diese Fragen helfen, den richtigen Anbieter zum Mieten der Heizung zu finden.

2) Beratung, Planung und Angebot für die Heizung zum Mieten

Im zweiten Schritt bekommen Interessenten eine Beratung vom Anbieter ihrer Wahl. Die Experten informieren über die wichtigsten Vertragsbedingungen und zeigen, welche Heizung ihre Kunden mieten können. Sie helfen bei der Auswahl der passenden Technik und erledigen die Planung. Außerdem erstellen Contractoren ein Angebot samt Vertragsentwurf. Hier lohnt es sich, genau hinzusehen: Denn das Mieten der Heizung ist mit Vertragslaufzeiten von bis zu 10 Jahren verbunden. Bevor Interessenten Verträge unterzeichnen, sollten sie diese daher genau prüfen – bei Unsicherheit auch mit Experten für Verbraucherschutz.

3) Vertrag unterzeichnen, Technik einbauen und günstig heizen

Bestehen keine Unklarheiten mehr, ist der Vertrag zu unterzeichnen. Anbieter bauen die Heizung zum Mieten im Haus ihrer Kunden ein und nehmen die Technik in Betrieb. Später kümmern sie sich dann regelmäßig um Wartung, Pflege und anfallende Reparaturen. Wer eine Heizung mietet, kann diese nun verwenden und sorgenfrei Wärme beziehen. Im Falle einer Störung sind die Anbieter über eine Service-Hotline 7 Tage die Woche und rund um die Uhr erreichbar.

Welche Heizung mieten? Unterschiedliche Systeme im Angebot

Abhängig vom Anbieter der Mietheizung stehen Interessenten verschiedene Systeme zur Auswahl. Typisch ist die Gasheizung zum Mieten. Diese gibt es von Heizungsherstellern und vielen Energieversorgern, die ihre Kunden damit lange an das eigene Unternehmen binden. Die Technik ist kompakt, günstig sowie zuverlässig und damit bestens geeignet für das Contracting.

Interessenten können auch andere Heizungen mieten. So stehen Kombinationen mit erneuerbaren Energien, Wärmepumpen oder Holzheizsysteme zur Auswahl. In großen Quartieren, Gewerbe- oder Industriebetrieben gibt es auch Blockheizkraftwerke mit Spitzenlastkessel zum Mieten. Diese erzeugen Wärme sowie Strom gleichzeitig und kommen vor allem bei hohen Verbräuchen infrage.

Besonders günstig: Flüssiggasheizung mit Flüssiggastank mieten

Entscheiden sich Hausbesitzer, von Öl auf Gas umzusteigen, ist auch ein neuer Gasanschluss erforderlich. Wer hier Kosten sparen will, kann sich für eine Flüssiggasheizung entscheiden und den zugehörigen Flüssiggastank mieten. In typischen Einfamilienhäusern kostet das 10 bis 15 Euro im Monat – hohe Investitionskosten fallen nicht an.

Flüssiggastank Angebote einholen

Verbraucherschutz: Das ist bei Mietheizungen zu beachten

Bevor private oder gewerbliche Kunden eine Heizung mieten, sind die Verträge genau zu prüfen. Denn in diesen verbergen sich teilweise Fallstricke, die später zu großen Überraschungen führen. Bei Vertragslaufzeiten von bis zu 10 Jahren lohnt es sich dabei, besonders vorsichtig zu sein und keine übereilten Entscheidungen zu treffen. Die folgende Übersicht zeigt, auf welche Punkte Interessenten beim Mieten der Heizung besonders achten sollten.

Welche Leistungen enthält der Mietvertrag?

Installation, Wartung und Schornsteinfeger-Kosten: Diese Leistungen sind üblicherweise vom Contractor zu erbringen. Aber wie sieht es mit dem Ausbau und der Entsorgung der alten Heizung aus? Was ist mit der Regelung oder spezieller Smart-Home-Technik, die beim Energiesparen hilft? Genau wie die Verantwortlichkeit beim Bezug der Brennstoffe sind all diese Punkte vor dem Mieten der Heizung zu klären.

Wie lange laufen Verträge und wie kann ich kündigen?

Die rechnerische Lebensdauer einer neuen Heizungsanlage liegt bei etwa 15 Jahren. Für Vermieter lohnt es sich, Kunden mindestens für diese Zeit an das eigene Unternehmen zu binden. Zulässig ist das allerdings nur mit Einschränkungen. Denn nach § 32 Abs. 1 AVBFernwärmeV dürfen Verträge maximal 10 Jahre laufen. Verlängerungen um weitere 5 Jahre sind nach Ablauf dieser Zeit möglich. Zu beachten ist hier allerdings eine Kündigungsfrist von bis zu neun Monaten – teilweise auch weniger. Im Vertrag zur Mietheizung sind außerdem Kündigungsgründe und -folgen für alle Parteien aufzuführen. Wichtig: Auch Vermieter dürfen den Vertrag nur aus wichtigem Grund beenden. Andernfalls ist die Unsicherheit für Mieter sehr groß.

Was passiert am Vertragsende mit der Heizung zum Mieten?

Wer heute eine Heizung mieten möchte, sollte das Ende der Vertragslaufzeit im Blick behalten – auch wenn das häufig noch 10 Jahre in der Zukunft liegt. Zu klären ist vor allem, was nach Vertragsende mit der Mietheizung passiert. Gibt es eine Kaufverpflichtung oder die Option zur Übernahme? Wie viel kostet die Anlage nach 10 oder 15 Jahren und was passiert, wenn Kunden die Technik nicht behalten – fallen dann Kosten für die Demontage an oder sind diese vom Vermieter zu zahlen? Da keiner 10 oder 15 Jahre in die Zukunft blicken kann, lohnt es sich, den Vertrag beim Mieten der Heizung möglichst flexibel zu gestalten.

Was passiert bei Erbe, Schenkung oder Hausverkauf?

Wechselt das Haus seinen Eigentümer, ganz gleich aus welchem Grund, müssen neue Besitzer häufig auch die Heizung mieten. Denn viele Verträge sehen eine Übernahmepflicht vor. Im Falle eines Hausverkaufs kann sich das jedoch als Nachteil erweisen. Denn Käufer möchten unter Umständen selbst entscheiden, wie sie heizen. Sinnvoller ist daher lediglich eine Übernahmeoption. Möchten neue Eigentümer die Heizung nicht mieten, fällt dann eine Entschädigung an.

Verändern sich die Preise der Mietheizung mit der Zeit?

Wer heute eine Heizung mieten möchte, geht von anhaltend gleichen Konditionen aus. In der Praxis ist das allerdings nicht immer der Fall. Denn abhängig von der Situation am Markt können Contractoren die Kilowattstunden- beziehungsweise Wärmepreise anheben. Voraussetzung dafür ist jedoch eine Preisänderungsklausel im Vertrag. Diese muss nach § 24 Abs. 4 AVBFernwärmeV „sowohl die Kostenentwicklung bei Erzeugung und Bereitstellung der Fernwärme durch das Unternehmen als auch die jeweiligen Verhältnisse auf dem Wärmemarkt angemessen berücksichtigen“. Experten warnen in diesem Zusammenhang vor sehr komplizierten und langen Vertragstexten. Bei Unklarheiten lohnt sich der Gang zu einem Rechtsberater. Dieser kann die Klauseln prüfen und feststellen, ob alles rechtmäßig ist.

Übrigens: Preise sollten sich in beide Richtungen ändern. Nur so profitieren Mieter einer Heizung von stark sinkenden Energiepreisen, wie es Mitte 2020 der Fall war.

Wem gehört der Aufstellraum der Heizung zum Mieten?

Contractoren stellen die Heizungsanlage im Haus ihrer Kunden auf. Der Aufstellraum muss dabei unter Umständen eine Reihe von Anforderungen erfüllen. So ist für eine moderne Gasbrennwertheizung zum Beispiel ein Kondensatablauf samt Siphon und Anschluss an das Abwassernetz erforderlich. Wer diesen herstellen und zahlen muss, ist im Vertrag geregelt. Hier finden sich auch Klauseln in Bezug auf die Eigentumsverhältnisse des Aufstellraums. Denn Contractoren mieten diesen in der Regel. Dafür lässt sich ein geringer Betrag berücksichtigen – entweder als Gutschrift auf die monatliche Rate oder direkt im Kilowattstundenpreis für die verbrauchte Wärme.

Außerdem geht die Heizung zum Mieten als wesentlicher Bestandteil des Gebäudes theoretisch in das Eigentum von Hausbesitzern über. Um die eigenen Rechte zu sichern, lassen einige Vermieter eine sogenannte Grunddienstbarkeit im Grundbuch eintragen. Da diese einen Verkauf erschweren könnte, sollten Kunden versuchen, das zu verhindern. Denn die Grunddienstbarkeit ist rechtlich nicht zwingend erforderlich.

Was passiert bei Störungen an der Mietheizung?

Fällt die Heizung zum Mieten aus, ist der Vermieter oder Contractor für die Entstörung verantwortlich. Experten empfehlen, bestimmte Fristen dafür im Vertrag zu verankern. Regeln lässt sich damit auch eine Entschädigung. Diese haben Contractoren an ihre Kunden zu zahlen, wenn sie die Anlage in der vorgegebenen Frist nicht wieder zum Laufen bringen.

Heizung mieten: Preise meist unter 100 Euro im Monat

Wie viel die Mietheizung monatlich kostet, hängt vor allem von der Art und der Leistung ab. In Einfamilienhäusern bieten Contractoren die Leistung bereits ab 69 Euro im Monat an, wie die folgende Übersicht zeigt.

  • enviaM Heizung mieten ab 69 Euro pro Monat
  • Viessmann Heizung mieten ab 72 Euro pro Monat
  • Thermondo Heizung mieten ab 79 Euro pro Monat
  • Bosch Heizung mieten ab 99 Euro pro Monat (als 0 % Finanzierung)

Die Werte geben einen ersten Überblick. Unterschiede ergeben sich außerdem in Abhängigkeit der Heizungsart und der vereinbarten Service-Leistungen.
In großen Gewerbe- und Industrieanlagen ist die Abrechnung über einen Wärmepreis üblicher. Wie hoch die Kosten hier sind, lässt sich allerdings nur nach einer individuellen Planung und Auslegung sagen.

Vor- und Nachteile: Lohnt sich die Heizung zum Mieten?

Keine hohen Anschaffungskosten, umfangreicher Service und modernste Technik auf der einen – lange Vertragslaufzeiten, monatliche Kosten und insgesamt höhere Ausgaben auf der anderen Seite. Wer eine Heizung mieten möchte, sollte Vorteile und Nachteile genau abwägen. Die folgende Tabelle hilft dabei.

Heizung mieten: Vorteile Heizung mieten: Nachteile
moderne Heizung ohne hohe Anschaffungskosten lange Vertragslaufzeiten
verschiedenste Heizungen mieten anhaltende monatliche Belastung
überschaubare monatliche Belastung höhere Gesamtkosten für private Nutzer
viele Service-Leistungen inklusive (Wartung, Reparatur, Hotline) keine direkte Förderung der Heizung (Berücksichtigung im Mietpreis)
Absicherung gegen kommende Reparaturkosten teilweise komplizierte vertragliche Regelungen
Vermieter und Betreiber von Gewerbe- und Industriebetrieben geben Verantwortung ab und können Geld sparen teilweise Nachteile bei einem Hausverkauf

Eine Heizung mieten – das lohnt sich nicht für jeden. Wer die Anlage selbst oder mit einem Bankdarlehen günstig finanzieren kann und hohe Fördergelder nutzen möchte, ist mit diesem Konzept meist weniger gut beraten. Hausbesitzer, die günstig und unkompliziert zu einer modernen Heizung kommen und sich im laufenden Betrieb um nichts kümmern möchten, fahren mit den Mietangeboten besser. Sie haben keine hohen Reparaturkosten zu befürchten, müssen aber akzeptieren, dass die Ausgaben unterm Strich oft etwas höher sind. Dafür gibt es allerdings auch ein Rundum-Sorglos-Paket.

Bei der Wärmeversorgung von Mietshäusern, Quartieren, Gewerbe- oder Industriebetrieben verhält es sich etwas anders. Da Anlagenbetreiber hier ohnehin Ausgaben für Betrieb, Pflege und Wartung einplanen müssen, sparen sie mit einer Heizung zum Mieten oft Geld. Entscheidend ist in diesem Fall das individuelle Angebot.

In jedem Fall ist es aber wichtig, die vertraglichen Regelungen genauestens zu prüfen.

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