Flüssiggasheizung: alte Ölheizung erneuern und Heizkosten sparen

Ölheizung - Gastherme

Sie möchten Ihre Ölheizung erneuern und suchen eine Alternative zur Ölheizung? Hier erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, wenn Sie Ihre alte Ölheizung ersetzen wollen. Welche Kosten für eine neue Heizung im Altbau entstehen? Welche Heizung ist im Altbau die beste? Wie funktioniert der Wechsel von einer Ölheizung zu einer Gasheizung? Was kann ich mit einer Flüssiggasheizung sparen? Welche Förderung kann ich für eine Flüssiggasheizung bekommen?

✅ Aktualisiert am 31.07.2020

Deutsche sind beim Umrüsten von Heizöl auf Flüssiggas

Rund ein Viertel aller deutschen Haushalte nutzt eine Ölheizung, um Wärme für Räume und Trinkwasser zu erzeugen. Während alte Anlagen mehr verbrauchen als nötig, gelten für Betreiber in Wasserschutzgebieten hohe Auflagen. Durch die hohe Austauschprämie für Ölheizungen lohnt es sich daher immer mehr, die Heizung von Heizöl auf Flüssiggas umrüsten zu lassen. Denn dabei übernimmt der Staat bis zu 45 Prozent der anfallenden Kosten. Flüssiggas1.de erklärt, welche Vorteile für die Flüssiggasheizung sprechen, wie die Umrüstung vonstattengeht und mit welchen Kosten Hausbesitzer rechnen können.

Die Themen im Überblick:

Auf Flüssiggas umrüsten: Welche Gründe sprechen dafür?

Heizöl ist ein fossiler Rohstoff, der nur begrenzt auf der Erde verfügbar ist. Er stößt bei seiner Verbrennung viele Schadstoffe aus und gilt als wenig umweltfreundlich. Darüber hinaus ist Heizöl gewässerschädigend und in vielen Gebieten Deutschlands nur unter hohen Auflagen erlaubt. Ein Blick zu unseren europäischen Nachbarn zeigt, dass die fossile Heiztechnik in einigen Ländern sogar verboten wurde. Zudem ist der Betrieb einer Ölheizung mit Nachteilen verbunden, die sich durch das Umrüsten auf Flüssiggas ausgleichen lassen.

Alte Ölheizungen besonders ineffizient

So gehen vor allem von älteren Ölheizanlagen störende Gerüche aus. Die Öltanks benötigen viel Platz im Haus und alte Kessel verbrauchen mehr als nötig. Auch wenn moderne Ölheizungen den Brennstoff dank Brennwerttechnik effizient ausnutzen, lohnt es sich in vielen Fällen, die Heizung von Heizöl auf Flüssiggas umrüsten zu lassen. Warum das so ist, zeigen die folgenden Abschnitte.

Übrigens: Der richtige Zeitpunkt für die Umstellung ist dann, wenn ohnehin eine Heizungsmodernisierung ansteht. Experten gehen davon aus, dass das bei Heizungen mit einem Mindestalter von 15-18 Jahren der Fall ist. Denn diese sind technisch überholt und mit höheren Verbräuchen sowie Heizkosten verbunden.

 

Flüssiggasheizung ist platzsparend, effizient und sauber

Wer seine Heizung von Heizöl auf Flüssiggas umrüsten lässt, profitiert von platzsparender Heizungstechnik. Denn moderne Gasthermen sind kompakt und einfach an der Wand aufzuhängen. Sie sorgen zuverlässig für warme Räume sowie warmes Trinkwasser und arbeiten dank Brennwerttechnik besonders sparsam. Der Einsatz von Flüssiggas ist darüber hinaus umweltfreundlicher. Denn der Brennstoff verbrennt ohne viel CO2, Ruß oder Feinstaub.

Flüssiggas lässt sich nahezu überall flexibel einsetzen

Während sich Ölheizungen in Wasserschutzgebieten nur unter hohen Auflagen installieren lassen, ist das Umrüsten auf Flüssiggas nahezu überall möglich. Denn das natürliche Gas, das sich in flüssiger Form lagern und transportieren lässt, ist nicht gewässerschädigend.

Unterirdischer Flüssiggastank kaum sichtbar

Voraussetzung für den Einsatz ist nur ausreichend Platz vor dem Haus, um den Flüssiggastank aufzustellen. Erfolgt die Installation unterirdisch, ist von der Lagertechnik kaum etwas zu sehen. Der Garten lässt sich weiter nutzen und wenn Sie den alten Heizöltank entsorgen schafft das neuen Platz im Haus.  

Vielfältige Möglichkeiten zur Nutzung von Flüssiggas

Anders als Heizöl lässt sich Flüssiggas auf vielfältige Art und Weise im Haus nutzen. Zum einen natürlich für die Flüssiggasheizung, wobei Hausbesitzer mit der Gasheizung, dem Blockheizkraftwerk und der Gaswärmepumpe eine große Auswahl haben. Darüber hinaus ist das natürliche Gas aber auch in der Küche sehr beliebt. Denn dort betreibt es Gasherd, Gasbackofen und Co.

Langfristig verfügbar und mit moderner Technik kombinierbar

Flüssiggas ist noch weit über 100 Jahre verfügbar. Gase sind durch die geringste Menge an Kohlenstoffatomen immer die saubersten fossilen Brennstoffe und lassen sich auch regenerativ herstellen. Zukunftstechnik wie ein BHKW oder eine Brennstoffzelle funktionieren nur mit Gas. Von daher sichern Sie sich durch den Umstieg auf Gas die Möglichkeit moderne Technik nachzurüsten, sobald diese kostengünstig verfügbar ist.

BIO LPG als nachhaltiger Brennstoff für die Heizung

Auch Hausbesitzer, die eine nachhaltige und umweltfreundliche Heizung wünschen, können von Heizöl auf Flüssiggas umrüsten. Denn Letzteres ist heute auch komplett regenerativ herstellbar. So besteht BIO LPG aus industriellen Abfällen und pflanzlichen Ölen. Es emittiert weniger CO2 und könnte in Zukunft sogar die gesetzlichen Anforderungen an erneuerbare Energie bei der Wärmeerzeugung decken. Geregelt sind diese unter anderem im EWärmeG BW und im EEWärmeG der Bundesregierung.

Wichtig: Bio LPG ist eine junge Alternative zum fossilen Propangas. Aus diesem Grund erfolgte bisher noch keine offizielle Zertifizierung oder Anerkennung als biologischer/regenerativer Brennstoff.

 

Häufige Fragen zur Flüssiggasheizung

  • 💶 Wie teuer ist eine Flüssiggasheizung?

    Im Prinzip kostet eine Flüssiggasheizung genauso viel wie eine Erdgasheizung, denn in der Regel sind diese baugleich. Die Gerätepreise beginnen bei 1.000 € liegen aber in der Regel bei 2.000 € bis 3.000 €. Dazu kommt noch die Installationleistung. Insgesamt kann man mit Preise inklusive Einbau ab 5.000 – 6.000 € rechnen. Für Speicher, Solaranlage und eine möglich Verrohrung im Haus muss man mit Extrakosten rechnen.

  • 📝 Welche Förderung gibt es für einen Flüssiggastank?

    Die BAFA fördert eine Flüssiggashybridheizung mit 30 %. Sollten Sie eine alte Ölheizung gegen die neue Gashybridheizung tauschen bekommen Sie sogar 45 % Förderung. Auch manche Flüssiggasanbieter und einige Heizungshersteller haben immer wieder Förderprogramme im Angebot. Mehr erfahren.

  • ✅ Was ist günstiger Flüssiggas oder Heizöl?

    Der Preisunterschiede zwischen Heizöl und Flüssiggas ist gering. Beide Preise schwanken, manchmal ist Heizöl, bezogen auf die Kilowattstunde Energie, ein bisschen günstiger als Flüssiggas manchmal ist es umgekehrt. In der Vergangenhiet war Heizöl oftmals etwas günstiger als Flüssiggas.

  • 💰 Was kostet eine Flüssiggasheizung komplett mit Gastank?

    Für die Flüssiggasheizung kann man mit Preisen ab 5.000 – 6.000 € rechnen. Der Flüssiggashausanschluss kostet nochmal 500 – 1.000 €. Der Flüssiggastank kostet rund 10 – 15 € in der monatlichen Miete oder ab 2.000 € beim Kauf eines Flüssiggastanks.

 

Wann ist es Pflicht die Ölheizung zu erneuern?

Alte Ölheizungen verbrauchen häufig unnötig viel Energie. Zum einen belastet das Ihr Konto zum anderen aber auch die Umwelt. Ersteres ist Ihnen wichtig und das Zweite ist dem Staat und Ihnen wichtig zu vermeiden. Deshalb ist es Pflicht, Ölheizungen auszutauschen, die älter als 30 Jahre sind. Es gibt einige wenige Ausnahmen, allerdings lohnt sich der Austausch für die allermeisten Ein- und Mehrfamilienhäuser unabhängig von der Austauschpflicht schon nach wenigen Jahren.

Welche Alternativen für eine Ölheizung und Flüssigasheizung gibt es?

Neben der Erneuerung der alten Ölheizung bestehen folgende Alternativen für eine neue Heizung im Altbau. Hier der Kostenvergleich für eine neue Heizung:

Heizungsart Anschaffung inkl. Montage Brennstoff Wartung
Erdgas- / Flüssiggasheizung 5.000-7.500 € 4-7 Cent / kWh 100-150 €
Luft-Wärmepumpe 9.000-15.000 € 22-29 Cent / kWh 50-100 €
Brennstoffzelle 20.000-25.000 € 4-7 Cent / kWh 400-700 €
Pelletkessel 15.000-20.000 € 4-6 Cent / kWh 200-300 €
Ölheizung 7.000-10.000 € 5-7 Cent / kWh 180-280 €
Hybridheizung 9.000-12.000 € 5-29 Cent / kWh 180-280 €

Die Übersicht zeigt, dass die Gasheizung sowohl bei den Anschaffungskosten als auch bei den laufenden Kosten klar im Vorteil ist. Geht es also in erster Linie um die Kosten der Heizung. Und da ist die Gasheizung – egal ob flüssiggas- oder erdgasbetrieben unschlagbar. Kommen weitere Aspekte dazu, insbesondere der Klimaschutz dann kann man über eine Brennstoffzelle oder eine Hybridheizung nachdenken.

Pelletheizung anfälliger und teurer

Der Pelletkessel ist sehr teuer und häufig auch etwas anfälliger als die Brennwerttherme, arbeitet dafür aber mit nachwachsenden Rohstoffen als Brennstoff. Hier muss zudem beachtet werden, dass zwar CO2 eingespart wird, aber die lokale Belastung durch Feinstaub sehr viel höher ist als bei Gasthermen. Sogar die Ölheizungen stoßen wesentlich weniger Feinstaub aus als ein Pelletkessel.

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Was ist die beste Heizung im Altbau?

Das ist natürlich nicht ganz so leicht zu sagen. Zunächst einmal muss man zwei Dinge wissen:

  1. ein Altbau ist in der Regel nicht so gut gedämmt wie ein Neubau.
  2. ein Altbau hat selten wassergeführte Flächenheizungen (was der Fachbegriff für eine Fußbodenheizung ist).

Höhere Vorlauftemperaturen benötigt

Das Wasser, welches die Heizung in die Heizkörper schickt (Vorlauf), muss also heißer sein, um die vergleichsweise schlecht isolierten Räume zu erwärmen. Dies ist für die Energieeffizienz der Heizungsanlage schlecht. Manche Heizungen kommen damit aber besser zurecht als andere. Für die Wärmepumpe sind hohe Vorlauftemperaturen sehr schlecht. Wenn Sie es also gern warm haben, oder im Altbau leben, lassen Sie es mit der Wärmepumpe besser sein.

Hybridheizung mit Flüssiggas – eine Alternative!?

Genau dieses Problem löst die Hybridheizung. Als Hybridheizung wird meist die Wärmepumpe und Brennwertherme in einem Gerät bezeichnet. Solange es draußen nicht kalt ist, zum Beispiel im Frühjahr und Herbst, läuft die Wärmepumpe und holt kostenlose Umweltwärme von außen ins Haus.

Wird es kalt, ist die Flüssiggasheizung viel günstiger

Wird es kalt, und werden somit hohe Vorlauftemperaturen benötigt, haben Hybridheizungen auf Gasbasis den Vorteil für günstige 4-7 Cent pro kWh in der Brennwerttherme Wärme zu produzieren.

Luft-Wärmepumpe deutlich teurer

Die klassische Luft-Wärmepumpe hingegen muss dann mit dem Heizstab heizen und verbraucht Strom für 23-29 Cent je Kilowattstunde – und das gerade dann, wenn der Wärmebedarf im Haus am größten ist. Je höher die Vorlauftemperatur sein muss, umso teurer die Elektro-Wärmepumpe. Eine Wärmepumpe im Altbau macht in der Regel keinen Sinn.

Flüssiggasheizung mit Brennwerttechnik – der kostengünstige Klassiker

Je älter und schlechter das Haus gedämmt ist und je kälter die Gegend (Süden/Osten von Deutschland), umso größer ist der Vorteil von modernen Brennwertheizungen mit Öl, Erd- oder Flüssiggas. Den Brennwerteffekt auszunutzen bedeutet, auch die Restwärme aus dem Abgas noch zur Erwärmung des Hauses oder des Brauchwassers zu nutzen. Deshalb sind die Abgase aus modernen Heizungen auch relativ kühl – die Wärme bleibt im Haus.

Häufig ein Kunststoffrohr im Kaminzug benötigt

Die fehlende Wärme im Abgas ist auch der Grund warum Sie häufig in alten Kaminen ein kleines Kunststoffrohr rausschauen sehen. Das Abgas ist so kühl, dass es nicht durch den großen Kamin nach oben steigen würde. Deshalb wurde ein dünnes Rohr eingezogen. Kunststoff wie Polypropylen und PTFE oder in manchen Fällen auch Edelstahl wird gewählt, da der Kaminzug säurebeständig sein muss. Die Schwefelanteile im Abgas können schwefelige Säure bilden. Diesen Materialien kann die Säure nichts anhaben. Zudem ist der Kaminschacht vor Restfeuchte geschützt.

Brennwertnutzen bei Gas höher

Im Brennwertnutzen hat die Gasheizung einen Vorteil gegenüber der Ölheizung. Der Brennwertnutzen ist bei der Gasheizung größer und länger nutzbar. Geht er beim Öl nur bis 47 Grad Celsius kann man bei Gasheizungen bis 57 Grad noch den Brennwerteffekt nutzen.

Diese vielen Vorteile zeigen sich natürlich auch bei den Verkaufszahlen.

Welches ist die am meisten verkaufte Heizung im Altbau?

Hier ist die Frage nicht, was war früher gut, sondern wofür entscheiden sich die meisten Kunden heute. Hier zeigt sich ein eindeutiges Bild. Laut BDH-Pressemitteilung vom Februar 2018 wurden in Deutschland 472.500 neue Gasbrennwertgeräte (+4% zum Vorjahr) verbaut, aber nur 60.000 (-10% zum Vorjahr) neue Ölheizungen. Biomasse-Kessel (Pellet und Holz) sind rückläufig in den Absatzzahlen mit nur noch 26.300 Stück (3,7 % Marktanteil). Wärmepumpen kommen auf 11 % Marktanteil mit 78.300 Geräten. Wärmepumpen kommen allerdings hauptsächlich im Neubau zum Einsatz.

Gasheizung meistverkaufte Heizung

Es werden also fast 8-mal mehr Gasheizungen verbaut als Ölheizungen. Liegt ein Erdgasanschluss in der Straße, wird eine Gasheizung verbaut, sonst wird eine Flüssiggasheizung eingebaut. Der Trend geht wie beim Auto (Diesel) ganz klar weg vom Heizöl.

Zwischenfazit: Eine günstige Heizung für den Altbau ist eine Ölbrennwerttherme oder eine Gasbrennwerttherme

Insbesondere die geringen Kosten lassen sowohl die Öl- als auch die Gasheizung und dort wo kein Erdgas ist, vergleichsweise sehr gut abschneiden. Jetzt lohnt sich jedoch ein Blick ins Detail.

Was ist günstiger – Heizöl oder Flüssiggas?

Die Preisunterschiede zwischen Heizöl und Flüssiggas sind gering. Manchmal ist Heizöl, bezogen auf die Kilowattstunde Energie, ein bisschen günstiger als Flüssiggas manchmal ist es umgekehrt. Beide Preise schwanken allerdings ständig. Schaut man sich die Vergangenheit an, ist allerdings Heizöl öfter einen Hauch günstiger gewesen.

Preisdifferenz in der Zukunft ähnlich

Für die Zukunft gibt es einige Leute, die günstigeres Flüssiggas prognostizieren, da bei der Förderung von Schiefergas, welches in den USA gerade boomt, viel Flüssiggas entsteht. Flüssiggas1.de geht unbeschadet dessen eher von einem ähnlichen Preisniveau wie bei Heizöl aus.

Welche Brennwertheizung ist günstiger: Heizöl oder Flüssiggas?

Hier ist die Antwort klar: Die Flüssiggasbrennwertheizung. Wenn man sich die Heizgeräte anschaut, ist die Flüssiggasheizung ca. 2.000 € günstiger als die vergleichbare Heizölheizung. Zudem ist der Einbau einer kleinen, häufig wandhängenden Flüssiggasbrennwerttherme günstiger und einfacher und damit um einige Hundert Euro günstiger. Beide Heizungssysteme bekommen eine Förderung von 10 – 15 % der Bausumme vom Staat. Überdies ist die Wartung ca. 80-100 € günstiger im Jahr, da wesentlich weniger Ruß entsteht und die Ersatzteile günstiger sind.

Welche Heizung ist umweltschonender und sauberer?

Wieder gewinnt hier ganz klar Flüssiggas. Man stelle sich vor, ein Gasauto würde mit einem Diesel verglichen werden. Da Heizöl nichts anderes als Diesel ist, kennt infolgedessen jeder in Deutschland das Ergebnis. Das Institut für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik (IFK) hat in einer Studie aus Oktober 2016 folgende Zahlen dazu ermittelt:

  • Stickoxide: -40%
  • Feinstaub: -97,5 %
  • Kohlendioxid: -15%

Flüssiggasheizung ist sauberer

Folglich kann man sicher sagen, dass die Flüssiggasheizung wesentlich sauberer ist. Wer also etwas für die Umwelt tun möchte, wählt Flüssiggas.

Flüssiggas CO2-Emissionen in kg/kwh im Vergleich zu Heizöl und anderen Energieträgern

Auch beim Treibhausgas CO2 ist die Einsparung von 15 % für den vergleichsweise geringen Einsatz von Geld unschlagbar. In der Tabelle von der KEA sind die CO2-Emissionen im Vergleich aufgeführt. Beim Strommix ist es wichtig zu beachten, dass sich dieser Wert auf das gesamte Jahr im gesamten Bundesgebiet bezieht. Nimmt man Nordrhein-Westfalen als Bundesland heraus wird es mit rund 70 % Kohlestromanteil im Jahr 2016 natürlich einen deutlich höheren CO2 Anteil haben.

Jahreszeitenbezogene Betrachtung wichtig

Würde man dann noch im Winter schauen, wo die vielen Wärmepumpen wirklich laufen und wenig erneuerbare Energie kommt, ist der Einsatz einer Wärmepumpe neben den hohen Einbau und Stromkosten auch umweltpolitisch höchst fraglich. Deshalb wird von einigen Spöttern insbesondere in Bundesländern mit einem niedrigen Anteil erneuerbarer Energien im Winter – wie zum Beispiel NRW, Sachsen aber auch Bayern oder Baden-Württemberg – die Wärmepumpe als Braunkohleheizung bezeichnet.

CO2-Emissionsfaktoren von Flüssiggas und anderen Energieträgern:

Energieträger (Bezug Endenergie) GEMIS-Prozessbezeichnung CO2-Äquivalent (kg/kWh)
Flüssiggas Flüssiggas-Hzg. 100 % 0,277
Heizöl Heizöl-Hzg. 100 % 0,319
Erdgas Erdgas-Hzg. 100 % 0,250
Holz-Pellets Holz-Pellets-Hzg. 100 % 0,027
Holz-Hackschnitzel Holz-HS-Hzg 100 % 0,024
Stückholz Holz-Stücke-Hzg. 100 % 0,019
Strom (Bundesmix) Stromnetz-lokal 2015 0,565

Welche Heizung ist zukunftssicherer?

Beide Energieträger kann man auch synthetisch herstellen – demzufolge Bioheizöl und Bioflüssiggas. Allerdings sind beide Energieträger, wenn sie synthetisch hergestellt werden, preislich noch überaus teuer.

Umsetellung von Flüssiggas auf Erdgas möglich

Flüssiggas hat den großen Vorteil, dass fast alle neuen Brennwertheizungen automatisch erkennen, welches Gas ankommt und sich darauf einstellen. Auch die unterirdischen Hauseinführungen sind in der Regel die gleichen wie bei Erdgas. Kommt also eine Erdgasleitung in Ihre Straße, brauchen Sie keine neue Heizung und auch keine neue Hauseinführung. Einfach den Flüssiggastank zurückgeben oder verkaufen und Erdgas anschließen. Das geht bei Heizöl dagegen nicht.

Gas ist zukunftssicher

Beide Energieträger lassen sich gut mit regenerativen Energien wie Sonnenenergie koppeln. Stromerzeugende Heizungen wie BHKW oder Brennstoffzellen funktionieren aber praktisch nur mit Flüssiggas. Sollte diese Technologie marktreif werden – und das ist sie fast – dann geht es nur mit Flüssiggas.

Wenn sich die Feinstaubproblematik, die den Diesel aktuell hart getroffen hat, auch auf den Wärmemarkt auswirkt – also ein „Heizölgate“ – dann ist man mit dem sauberen Flüssiggas ganz weit vorne.


Zwischenfazit – Gasheizung ist der klare Testsieger

Der Trend im Markt und in der Politik geht auch ganz klar weg vom Heizöl.

Also ist die erste Wahl: Erdgas- oder Flüssiggasheizung


Die Erneuerung der Ölheizung mit einer Ölbrennwertheizung macht, wenn überhaupt, nur dann Sinn, wenn der Heizöltank in gutem Zustand ist und die nächsten 20 Jahre keine Reparaturen oder Sanierungen zum Beispiel mit Folien im Tank drohen.


Flüssiggasheizung an der Wand hängend

Gasheizung und Flüssiggasheizung – wie funktionieren die?

Gasheizungen produzieren Wärme für Heizkörper oder Fußbodenheizung und Warmwasser durch das Verbrennen von Gas. Dabei unterscheidet sich, wenn überhaupt, die Düse bei einer Flüssiggasheizung von der einer klassischen Erdgasheizung.

Heizwert-Gasheizung und Brennwert-Gasheizung

Es wird unterschieden zwischen der Heizwert-Gasheizung und der Brennwert-Gasheizung. Der Brennwerteffekt ermöglicht es, zusätzliche Wärme zum Heizen aus dem Abgas zu gewinnen. So erreichen die besten Gasheizungen aktuell Wirkungsgrade von bis zu 98 Prozent. Das bedeutet fast die gesamte Energie aus Erdgas oder Flüssiggas wird nutzbar.

Flüssiggasheizung mit erneuerbaren Energien kombinieren?

Die Gasbrennwerttherme ist fast immer die richtige Basis, denn Sie ist sehr günstig, extrem effizient und vor allen Dingen kann Sie auch in Teillast gehen und bleibt weiter effizient. Die Fähigkeit nennt man „modulieren“ und ist immer dann interessant, wenn man zum Beispiel mit Solarthermie, einer Brennstoffzelle oder einem BHKW zusätzliche Wärmeerzeuger hinzufügt.

Flüssiggas mit Solar kombinieren

Zum Beispiel macht kostenlose Sonnenenergie im Sommer in einer Solarthermieanlage Warmwasser und es wird kein Gas verbrannt. Im Herbst, wenn nicht ganz so viel Sonne da ist, wird das warme Wasser aus der Solaranlage nur noch ein bisschen weiter erwärmt. An einem bedeckten Wintertag macht die Gasheizung die gesamte Wärme. Eine perfekte Kombination.

Heizung zuerst oder Haus dämmen zuerst?

Die kurze Antwort lautet: Immer zuerst die Heizung. Warum? Nirgendwo bekommen Sie so viel Einsparung für so wenig Kosten. Eine neue Gasheizung kostet rund 7.000 € inklusive Einbau. Für die Dämmung können Sie locker das Zwei- bis Dreifache ausgeben.  Der Einspar-Effekt ist mit rund 10 % bei beiden Maßnahmen realistisch. Und wenn Sie später noch dämmen wollen, moduliert Ihre moderne Brennwerttherme einfach die Leistung runter.

Ölheizung mit Flüssiggasheizung ersetzen und sofort sparen.

In der nachfolgenden Tabelle haben wir Ihnen die beispielhaften Einsparungspotenziale in der Anschaffung und im laufenden Betrieb einer Flüssiggasheizung aufgezeigt. In diesem Beispiel gehen wir davon aus, dass die Heizung und Öltanks ausgetauscht werden müssen. Der Interessent kann entweder eine neue Ölheizung verbauen oder eine Gashybridheizung.

Baustein Einsparung Annahme
Flüssiggastank statt Öltank ~ 800 € Öltank mit Folie auskleiden vs. Gastank oberirdisch 2.700 L
Förderung BAFA ~4.800 € Kosten der Heizung mit Solarthermie 12.000 €, Förderung 40 %
Heizgerät ~1.500 € Gasbrennwerttherme 2.000 € günstiger als Ölbrennwertherme
Wartung & Reparaturen ~1.600 € Wartung und Reparatur der Heizung je Jahr 80 € günstiger als bei der Ölheizung (20 Jahre)
Mehrkosten Prüfungen Gastank – 700 € 8 mal äußere Prüfung (50 €) und einmal innere Prüfung (300 €) in 20 Jahren
Höhere Effizienz der Gasheizung ~ 975 € 5 % der Brennstoffkosten 15.000 kWh je Jahr, 6,5 Cent je kWh
Gesamteinsparung 8.975 €

Ablauf: Wie kann ich von Heizöl auf Flüssiggas umrüsten?

Wer von den zahlreichen Vorteilen überzeugt ist, kann seine Heizung einfach von Heizöl auf Flüssiggas umrüsten lassen. Nötig sind dazu die folgenden 5 Schritte:

  • Heizungsanlage individuell planen
  • Fördermittel prüfen und beantragen
  • Öltanks entleeren und ausbauen
  • Gastank und neue Heizung einbauen
  • Heizsystem abgleichen und sparen
  • Schritt 1: Heizlast berechnen und erneuerbare Energien prüfen

    Steht der Entschluss fest und Hausbesitzer möchten ihre alte Ölheizung auf Flüssiggas umstellen? Dann sollten sie zunächst den Kontakt zu einem Energieberater oder einem Heizungsbauer suchen. Die Experten ermitteln, wie groß die neue Heizung sein muss und prüfen, ob der Einsatz regenerativer Energien möglich ist. Infrage kommt dabei zum Beispiel die Solarthermie, mit der Hausbesitzer die Heizung unterstützen und/oder das Trinkwasser erwärmen können.

  • Schritt 2: Fördermittel prüfen und vor dem Beauftragen beantragen

    Steht die Anlagenkonfiguration fest, sind die möglichen Fördermittel zu prüfen. Finanzielle Unterstützung gibt es dabei von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Wichtig: Beide Fördergeber verlangen die Beantragung der Mittel, noch bevor Hausbesitzer die Ölheizung auf Flüssiggas umrüsten.

  • Schritt 3: Ölheizung ausbauen und auf Flüssiggas umrüsten

    Bevor Fachfirmen die neue Flüssiggasheizung einbauen, sollten sie den Flüssiggastank aufstellen und über Regler, Rohrleitungen und eine Hauseinführung mit dem Haus verbinden. Anschließend können sie die alte Ölheizung abschalten und ausbauen. Sollte der parallele Einbau nicht möglich sein, muss die Ölheizung erst ausgebaut werden, um Platz für die neue Gasheizung zu schaffen. Der Flüssiggas-Hausanschluss kann trotzdem vorab eingebaut werden. Der Heizöltank ist zu entleeren und fachgerecht von einem Fachunternehmen zu entsorgen. Da die Heizung beim Umrüsten auf Flüssiggas für ein bis zwei Tage ausfällt, sollten die Arbeiten am besten in der warmen Jahreszeit stattfinden.

    Aber Achtung: Fachfirmen sind oft lange im Voraus ausgebucht. Es lohnt sich also, Termine frühzeitig abzusprechen und zu vereinbaren.  

  • Schritt 4: Die Flüssiggasheizung im Haus einbauen lassen

    Sind alle Vorbereitungen abgeschlossen, Installieren Fachhandwerker die neue Heizung im Haus. Besonders einfach funktioniert das bei Gasbrennwertthermen. Denn diese sind lediglich an der Wand zu befestigen und mit den vorhandenen Anschlüssen zu verbinden. Möchten Hausbesitzer beim Umrüsten auf Flüssiggas auch Solarwärme nutzen, sind außerdem Wärmespeicher und Kollektoren einzubauen. Häufig muss ein extra Rohr in den Kamin eingezogen werden. Lassen Sie den Kaminzug von einem Fachmann anschauen.

  • Schritt 5: Flüssiggasheizung abgleichen und in Betrieb nehmen

    Nach dem Umrüsten auf Flüssiggas nehmen Experten die neue Heizung in Betrieb. Sie gleichen das alte Rohrnetz hydraulisch ab und passen die Einstellungen der Heizung auf die Bedürfnisse der Nutzer an. Auf diese Weise profitieren Hausbesitzer von einer komfortablen, zuverlässigen und sparsamen neuen Heizung.

Kosten: Wie viel kostet das Umrüsten von Öl auf Flüssiggas?

Die Kosten der Heizungsumstellung hängen von zahlreichen Faktoren ab. Neben dem regionalen Preisgefüge kommt es dabei vor allem auch auf die Art und die Größe der gewünschten Flüssiggasheizung an. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die Ausgaben für:

  • die neue Flüssiggasheizung mit Gasbrennwerttechnik
  • den benötigten Flüssiggastank zum Mieten oder Kaufen
  • die laufenden Kosten nach dem Umrüsten auf Flüssiggas
  • die Brennstoffkosten der neuen Flüssiggasheizung

Kosten für die neue Flüssiggasheizung

Möchten Hausbesitzer die alte Ölheizung auf Flüssiggas umstellen, entstehen zunächst Kosten für die Demontage der bestehenden Technik. Für den Ausbau von Kessel und Öltank fallen dabei 1.000 bis 1.500 Euro an. Die neue Gasbrennwertheizung schlägt darüber hinaus mit 2.500 bis 6.000 Euro zu Buche.

Nachrüstung am Schornstein

Hinzu kommen außerdem 750 bis 1.500 Euro für Nachrüstarbeiten am bestehenden Schornstein. Diese sind nötig, um die Kaminwandungen zuverlässig vor Feuchtigkeit aus den kühlen Abgasen der Brennwertheizung zu schützen. Weiterhin entstehen beim Umrüsten auf Flüssiggas Kosten in Höhe von 1.000 bis 1.500 für Zubehör und Montage der Technik. Wer zusätzlich auch eine Solaranlage installieren lässt, muss je nach Größe 3.500 bis 10.000 Euro extra einplanen. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Preise für Geräte und Arbeiten.

Kostenpunkt Ausgaben
Demontage Öltank und Ölheizung 1.000 bis 1.500 Euro
Neue Brennwerttherme für Gas/Flüssiggas 2.500 bis 6.000 Euro
Nachrüstarbeiten am Schornstein 750 bis 1.500 Euro
Montage und Zubehör 1.000 bis 1.500 Euro
Solarthermie für Warmwasser (optional) 3.500 bis 5.000 Euro
Solarthermie für die Heizung (optional) 8.000 bis 10.000 Euro
Gesamtkosten Heizung (ohne Solar und Flüssiggasspeicher) 5.250 bis 10.500 Euro

Wichtig, die Preise sind lediglich als Richtwerte zu verstehen. Genauere Informationen bringt das individuelle Angebot einer Fachfirma.

Der Flüssiggastank zum Mieten oder Kaufen

Um ausreichend Brennstoff für mindestens ein Jahr bevorraten zu können, ist auch ein Gastank erforderlich. Lassen Hausbesitzer ihre Heizung von Heizöl auf Flüssiggas umrüsten, können sie diesen Mieten oder Kaufen. Die Mietkosten variieren dabei je nach Größe zwischen 10 und 15 Euro pro Monat.

Prüfungen und Wartungen in der Miete inklusive

Darin enthalten sind alle Ausgaben für Prüfung, Wartung und Pflege der Tankanlage. Kauftanks kommen ohne monatliche Kosten aus. Die Preise belaufen sich dabei inklusive Installation auf 1.900 bis 3.800 Euro. Entscheidend sind hier vor allem die Behältergröße und die Lagerungsart.

Flüssiggastank Kosten
Flüssiggastank mieten (inklusive Installation, Prüfung, Wartung und Pflege) 10 bis 15 Euro pro Monat
Flüssiggastank kaufen (Ausgaben für Prüfung, Wartung und Pflege kommen hinzu) 1.800 bis 3.000 Euro

Die laufenden Kosten nach dem Umrüsten

Ist die Flüssiggasanlage in Betrieb, entstehen regelmäßige Ausgaben für die Wartung und die wiederkehrenden Prüfungen durch einen Schornsteinfeger. Während die jährlichen Wartungsarbeiten mit 100 bis 200 Euro zu Buche schlagen, können Hausbesitzer 25 bis 30 Euro für den Schornsteinfeger einplanen. Hinzu kommen etwa 30 bis 40 Euro für den Stromverbrauch der Flüssiggasheizung.

Laufende Kosten Ausgaben
Wartung 100 bis 200 Euro pro Jahr
Schornsteinfeger 25 bis 30 Euro pro Jahr
Strom 30 bis 40 Euro pro Jahr

Brennstoffkosten einer Flüssiggasheizung

Die Brennstoffkosten bilden den größten Teil der wiederkehrenden Ausgaben. Neben dem aktuellen Flüssiggaspreis hängen sie auch vom energetischen Zustand und der Größe des Gebäudes ab. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick:

Baujahr Energieverbrauch pro Jahr Flüssiggasverbrauch
1970 bis 1980 200 bis 300 kWh/m²a 27 bis 42 l/m²a
1980 bis 1990 125 bis 200 kWh/m²a 17 bis 27 l/m²a
1990 bis 2000 90 bis 125 kWh/m²a 12 bis 17 l/m²a
2000 bis heute 25 bis 90 kWh/m²a 4 bis 12 l/m²a

Um die Brennstoffkosten nach dem Umrüsten auf Flüssiggas berechnen zu können, müssen Hausbesitzer den spezifischen Flüssiggasverbrauch mit der beheizten Wohnfläche und dem aktuellen Flüssiggaspreis multiplizieren.

Ein Beispiel: Ein 120 Quadratmeter großes Haus aus dem Jahr 2000 hat einen spezifischen Flüssiggasverbrauch von 12 l/m²a. Bei einem Preis von 44,95 ct/Liter ergeben sich Brennstoffkosten von rund 650 Euro im Jahr.

 

Diese Angaben verstehen sich als Richtwerte. Genauere Aussagen gibt ein Energieberater, der das Gebäude genau untersucht, bevor Hausbesitzer die Heizung von Heizöl auf Flüssiggas umrüsten lassen.

Informationen zur Umrechnung der Flüssiggaseinheiten gibt der Beitrag Flüssiggas Umrechnung & Formeln m3, kWh, Liter, kg.

Heizung erneuern für Großkunden – Energiekosten senken mit Flüssiggasheizung

Viele Ölheizungen in Gewerbe und Industrie laufen einfach mit und werden immer wieder repariert. Allerdings macht es Sinn auch als Großkunde die Heizung zu erneuern. Mit dieser Checkliste können Sie herausfinden, ob es sich lohnt, zumindest mal ein Angebot einzuholen:

  • Ihre Heizung ist älter als 10 Jahre (kein Brennwertgerät)
  • Sie heizen noch mit Heizöl oder Strom
  • Sie zahlen enorm hohe Grundpreise für die Bereitstellung von Spitzenlast im Erdgasnetz
  • Ihre Heizung muss ständig repariert werden
  • Sie heizen mit einer Lüftungsanlage

 

Jetzt Energiekosten senken

Wenn Sie einen oder mehrere Punkte mit ja beantworten müssen, sollten Sie sich kurz von einem unserer Experten beraten lassen. Flüssiggas ist mit rund 7 Cent je Kilowattstunde aktuell günstiger als Heizöl mit rund 8 Cent die kWh (Stand November 2018) und deutlich günstiger als Gewerbestrom mit 18-20 Cent die Kilowattstunde. Zudem ist Flüssiggas viel sauberer, CO2-arm und auch die Geräte sind vergleichsweise sehr günstig und wartungsarm.

Lassen Sie sich von uns beraten

Sprechen Sie mit Johannes Partz unter 0221 98651221 über die Möglichkeiten mit Verdampfer, Blockheizkraftwerk, Mikrogasturbine, Hellstrahler, Dunkelstrahler oder klassischer Brennwerttechnik die Energiekosten in Ihrem Gewerbe- oder Industriebetrieb deutlich zu senken.

Welche Förderung für Flüssiggasheizungen kann ich bekommen?

Wenn Sie Ihre alte Heizung tauschen wollen oder müssen, macht es Sinn, die staatlichen Förderungen für Flüssiggasheizungen in Form von Zuschüssen oder steuerlichen Vergünstigungen „mitzunehmen“. Insbesondere die Zuschüsse werden in Deutschland sehr intensiv genutzt, bedeuten sie doch häufig 2.000 € und mehr, bar auf Ihrem Konto.

Förderungen für den Flüssiggastank

Förderung für den Flüssiggastank, die Rohrleitung und Hauseinführung sowie die gesamte Flüssiggasheizung gibt es ebenso. Gefördert wird zudem der Wechsel von einer Ölheizung, einer Festbrennstoffheizung (z.B. Holz und Kohle) oder einer Stromheizung (Nachtspeicherheizung, Elektroheizung) hin zu Flüssiggas. Welche Flüssiggas Förderung Sie für bestehende Häuser erwarten können, haben wir auf dieser Seite zusammengestellt.

Finanziell gefördert wird:

  • Flüssiggastank inkl. Rohrleitung
  • Flüssiggasheizungen (Hybride Brennwertthermen mit erneuerbaren Energien)
  • Flüssiggas-Brennstoffzellen oder Flüssiggas BHKW

 

Die Top-4 Förderungen für Flüssiggasheizungen:

Die Bundesregierung fördert Heizungen und Heizsysteme, die die Umwelt schonen und CO2 einsparen. Deshalb gibt es für Flüssiggasheizungen, die alte Heizungen ablösen, eine hohe finanzielle Unterstützung. Meist ist der neue Gasbrennwertkessel sowieso schon die mit Abstand günstigste Lösung. Das macht Flüssiggasheizungen besonders attraktiv für die Sanierung. Wenn man noch etwas mehr tun möchte, sollte man eine Solarthermie-Anlage dazu bauen. Die vier Top-Programme sind:

Top-Programme:

  • Nr. 1 – BAFA-Förderung ab 2020
  • Nr. 2 – KfW-Ergänzungskredit 167
  • Nr. 3 – Steuerbonus für die Sanierung
  • Nr. 4 – Steuerbonus für Handwerkerleistungen

 

Nr. 1 | BAFA-Förderung zum „Heizen mit erneuerbaren Energien“ in Höhe von 20 bis 45 Prozent

Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gibt es seit 2020 höhere Fördermittel für den Einbau neuer Heizungen. Abhängig von den eingesetzten Komponenten gibt es die Zuschüsse in Höhe von 20 bis 45 Prozent dabei für die Sanierung und für neue Bauvorhaben. Die folgende Tabelle zeigt die Konditionen im Überblick:

Heizungsart Zuschuss Neubau/ Bestand
Gasbrennwertheizung 20 % Bestand
Gas-Hybridheizung 30 % Bestand
Erneuerbare Heizanlage 35 % Neubau und Bestand
Austausch einer Ölheizung 10 % zusätzlich Bestand

Diese Bedingungen sind dabei zu beachten:

  • „Renewable Ready“ Gasbrennwertheizung

    Einbau einer neuen Gasbrennwertheizung, die für den Einsatz regenerativer Energien vorbereitet ist, Regenerative Energien sind spätestens zwei Jahre nach Inbetriebnahme nachzurüsten, und müssen mindestens 25 % der Heizlast decken.

  • Gas-Hybridheizung

    Einbau einer Gasbrennwertheizung in Kombination mit erneuerbaren Energien , Regenerative Energien müssen mindestens 25 % der Heizlast decken.

  • Erneuerbare Heizanlage

    Einbau einer Biomasseheizung oder einer Elektro- bzw. Gaswärmepumpe

  • Austausch einer Ölheizung

    Austausch einer mindestens zwei Jahre alten Ölheizung, die noch nicht der Austauschpflicht der EnEV (§ 10 Energie-einsparverordnung) unterliegt., Zusatzförderung gilt nicht für „Renewable Ready“ Gasbrennwertheizungen

Gefördert werden hier sämtliche Kosten, die mit der Installation der neuen Heizung anfallen. So zum Beispiel die Demontage und Entsorgung der Altanlage sowie die Anschaffung und Installation der neuen Heizung. Darüber hinaus gibt es Fördermittel auch für Umfeldmaßnahmen, wie den Flüssiggastank, den Gashausanschluss oder neue Heizflächen im Haus.

 

Achtung

Abhängig von der gewählten Heizungsart muss die Technik eine Reihe von Bedingungen erfüllen. Wichtig ist dabei zum Beispiel, dass die eingebauten Geräte in der entsprechenden Liste für förderfähige Heizungen des BAFA aufgeführt sind. Wir empfehlen, die Planung zusammen mit einem Heizungsbauer auf die Förderbedingungen abzustimmen, um kein Geld zu verschenken.

Wie funktioniert die Antragstellung beim BAFA?

Haben Sie sich ein detailliertes Angebot für die neue Heizung erstellen lassen, können Sie die Fördermittel einfach über die Webseite des BAFAs beantragen. Erhalten Sie eine Bestätigung vom Fördergeber, können Sie einen Fachbetrieb beauftrage und mit der Umsetzung der Maßnahme beginnen. Wichtig: Die Fördermittel sind unbedingt vor der Beauftragung eines Fachhandwerkers zu beantragen.

Tipp: Richtig sparen können Sie mit dem Ausbau der Nachtspeicheröfen und dem Einbau einer zentralen Heizungsanlage. Auch das Rohrnetz und die Heizkörper oder Fußbodenheizung werden in Kombination mit einer neuen Flüssiggasheizung gefördert.

 

Nr. 2 | KfW-Ergänzungskredit im Programm 167.

Wer eine Förderzusage vom BAFA bekommen hat, kann die offenen Kosten (Gesamtkosten minus BAFA-Förderung) über das Programm 167 der Kreditanstalt für Wiederaufbau finanzieren. Den sogenannten Ergänzungskredit gibt es in einer Höhe von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit zu einem Zinssatz von 0,78 Prozent.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Voraussetzung ist hier die Förderfähigkeit der Anlage über das BAFA. Ist diese gegeben, können Sie den Ergänzungskredit für die neue Heizung beantragen.

Wie funktioniert die Antragstellung?

Die Antragstellung erfolgt vor dem Beginn der Maßnahme über Ihre Hausbank. Diese leitet die Anfragen dann an die KfW weiter und zahlt nach einem positiven Bescheid die Darlehenssumme aus. Die Rückzahlungen sind dann ebenfalls an die Hausbank zu leisten.

Nr. 3 | Steuerbonus in Höhe von bis zu 40.000 Euro für die energetische Sanierung.

Mit dem Klimapaket hat die Bundesregierung auch einen neuen Steuerbonus für die Sanierung eingeführt. Wer diesen nutzt, kann 20 Prozent der Sanierungskosten über drei Jahre von der Einkommenssteuer absetzen. Insgesamt liegt der Höchstbetrag der steuerlichen Vergünstigungen bei 40.000 Euro. Neben der Heizungserneuerung können Hausbesitzer dafür auch energetische Sanierungsmaßnahmen am Gebäude durchführen.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Während die Bundesregierung für Sanierungsarbeiten am Haus Anforderungen an die energetische Qualität der Bauteile stellt, gelten in Bezug auf die Heizungserneuerung die gleichen Voraussetzungen, wie im BAFA-Programm zur Heizungsförderung. Wichtig ist außerdem, dass Antragsteller ihr Haus selbst bewohnen und dieses bei der Sanierung mindestens 10 Jahre alt ist. Andernfalls gibt es die steuerlichen Vergünstigungen nicht.

Wie funktioniert die Antragstellung?

Die Antragstellung erfolgt über die Einkommenssteuererklärung. Hier können Sanierer in den ersten beiden Jahren nach Abschluss der Maßnahme je 7 Prozent der Kosten (maximal 14.000 Euro pro Jahr) angeben. Im dritten Jahr nach der Sanierung ist dann eine Abschreibung von 6 Prozent der Kosten (maximal 12.000 Euro) möglich. Wichtig ist außerdem, dass die beauftragten Fachbetriebe die fachgerechte Durchführung der Arbeiten bestätigen. Das gilt als Nachweis dafür, dass die gesetzlichen Anforderungen bei der Sanierung eingehalten wurden.

Nr. 4 | Steuerbonus für Handwerkerleistungen in Höhe von 1.200 Euro pro Jahr

Erfüllt die neue Heizung die hohen gesetzlichen Anforderungen nicht, können Sie die Lohnkosten der Handwerker steuerlich geltend machen. Bei anrechenbaren Kosten von 6.000 Euro im Jahr und einer Förderrate von 20 Prozent zieht das Finanzamt auf diese Weise jährlich bis zu 1.2000 Euro von Ihrer Einkommenssteuerlast ab

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Wichtig ist, dass es sich bei dem Haus um ein selbstweohntes Eigenheim handelt. Außerdem müssen die Handwerkerleistungen (Lohnkosten) separat aus der Rechnung hervorgehen. Sanierer müssen den Rechnungsbetrag auf das Konto des Fachbetriebs überweisen und dürfen keine weitere Förderung für die gleiche Maßnahme in Anspruch genommen haben.

Wie funktioniert die Antragstellung?

Die Antragstellung erfolgt genau wie beim Steuerbonus für die Sanierung über die jährliche Einkommenssteuererklärung. Hier geben Hausbesitzer die Handwerkerkosten an, um diese steuerlich geltend zu machen.

Flüssiggas-BHKW und Flüssiggas Brennstoffzelle – welche Förderung gibt es?

Die ganz modernen Techniken wie Blockheizkraftwerke (BHKW) und Brennstoffzellen gehören zu den KWK-Geräten (Kraftwärmekopplung) da sie Strom (Kraft) und Wärme gleichzeitig produzieren. Deswegen werden sie auch stromerzeugende Heizung genannt. Diese Art der Heizung wird von der BAFA und der KfW sowie einigen Bundesländern gefördert.

BHKW auf Erdgasbasis

Das BHKW (Blockheizkraftwerk) ist schon eine ausgereifte Technik. Die Brennstoffzellen sind in Deutschland bisher noch in geringen Stückzahlen und nur auf Erdgasbasis verbaut. Hier arbeiten die Hersteller auch an den Flüssiggasversionen der Brennstoffzellen. Derzeit sind noch keine Flüssiggas-Brennstoffzellen auf dem deutschen Markt. Sobald sich das ändert, erfahren Sie mehr von uns. Förderprogramme gibt es von der BAFA, dem BMWi und der KfW.

Welche Fördermittel gibt es für Flüssiggas-BHKW und Flüssiggas-Brennstoffzelle?

  • für BHKW die BAFA-Förderung
  • für Brennstoffzellen das KfW Programm 433 „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle“

Was sind die Voraussetzungen?

Die technischen Voraussetzungen hängen davon ab, welche Anlage letztlich zum Einsatz kommt. Wir empfehlen, die Planung mit einem Fachbetrieb von vornherein auf die Förderfähigkeit abzustimmen, um keine Gelder zu verschenken. Antragsberechtigt sind dabei unter anderem Privatperson aber auch Unternehmen oder Kommunen.

Mit welcher Förderung kann ich rechnen?

  • Für ein BHKW beginnt die Förderung mit 1.900 für 1 kW elektrische Leistung. Je höher die elektrische Leistung ist, umso höher ist auch der Zuschuss. Zusätzlich können sich Besitzer kleiner Anlagen (max. 2 kW elektrisch) die Stromvergütung pauschal auszahlen lassen. Bei 4 ct/kWh und 60.000 geförderten Betriebsstunden entspricht das einer Fördersumme von maximal 4.800 Euro)
  • Für Brennstoffzellen gibt es eine Förderung in Höhe von 40 Prozent der anfallenden Kosten. Die Zuschüsse liegen damit zwischen 7.050 und 28.200 €

Wichtig hier: Schauen Sie nach den Förderprogrammen der Länder. Auch hier gibt es große Förderprogramme, die teilweise sogar kombinierbar sind.

Flüssiggas1.de Empfehlung:

Für Interessenten mit hohem Strom und Wärmebedarf, eine sehr gute Sache. Bei BHKW und später auch den Brennstoffzellen benötigen Sie unbedingt einen erfahrenen Planer oder Installateur. Ein falsch oder schlecht eingebundenes BHKW kann viele Probleme machen. Ein gut eingebundenes BHKW kann zu einer tollen „Geldeinsparmaschine“ werden.

 

Flüssiggas1.de Gesamtempfehlung:

  1. Immer erst die Heizung erneuern. Nirgendwo ist das Verhältnis von Aufwand, Kosten und Einsparung so gut. Im Vergleich zu allen Alternativen kostet die Brennwerttherme inkl. Einbau ab 5.000 – 6.000 € sehr wenig.
  2. Zuerst eine Brennwerttherme installieren, da diese mit vielem kombinierbar ist. Zusatzinstallationen wie Solarthermie oder stromerzeugende Heizungen benötigen fast immer eine Brennwerttherme für die Grundlast. Auch eine spätere Dämmung ist kein Problem, die Thermen passen sich dem neuen Bedarf durch niedrige Leistung (Modulation) an.
  3. Wenn noch Geld übrig ist, dann Solarthermie, die stromerzeugende Heizung, Photovoltaik oder Fenster, Dämmung etc.

Zuschüsse der KfW im Bereich Energieeffizient sanieren

Die Zuschussprogramme der KfW waren sehr beliebt und es wurden Millionen von Euro pro Jahr ausgezahlt. Die Heizungs Förderung der BAFA 2020 ist noch wesentlich höher. Sichern Sie sich jetzt Ihre Förderung bevor es zu spät ist.

190

Summe 2015 in Mio. €

374

Summe 2016 in Mio. €

466

Summe 2017 in Mio. €

Weitere Informationen

Wenn Sie weitere Informationen zu Energie sparen, modernisieren und Bauen, Fördermittel oder Klima schützen haben möchten, gehen Sie beispielsweise auf die Seite von co2online.

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