Propangasleck: Lecks finden und richtig handeln

Warntafel am Gastank senkt das Risiko von Propangaslecks

Bei einem Propangasleck tritt Flüssiggas aus undichten Gastanks, Gasflaschen oder Rohrleitungen aus. Ist das der Fall, sollten Hausbesitzer schnell und vor allem richtig reagieren. Denn der Energieträger ist schwerer als Luft und verdrängt den Sauerstoff am Austrittsort. In der gasförmigen Phase entsteht zusammen mit Sauerstoff außerdem ein explosives Luftgemisch. Flüssiggas1.de erklärt, wie Verbraucher ein Propangasleck mit Lecksuchspray finden und wie sie sich richtig verhalten, wenn der Gastank undicht ist.

Die Themen im Überblick:

Gefahren von Propangaslecks: Darum ist schnelles Handeln wichtig

Bei Propangas handelt es sich um einen fossilen Energieträger, der als Nebenprodukt der Erdöl- und Erdgasverarbeitung anfällt. Der Rohstoff ist unter normalen Bedingungen gasförmig, geruchs- und farblos. Bei der Verdichtung auf einen Druck von unter 10 bar, lässt sich das Gas jedoch in die flüssige Phase überführen und in Flüssiggastanks oder Gasflaschen lagern. Bei einem Propangasleck am Gastank oder in den Rohrleitungen zu den Verbrauchern im Haus, tritt Flüssiggas in der gasförmigen Phase aus. Da der Rohstoff schwerer als Luft ist, verdrängt er den Sauerstoff in der Atemluft. Ausreichend große Konzentrationen können daher in schlecht belüfteten Bereichen betäubend oder sogar erstickend wirken. Größer ist jedoch die Explosionsgefahr. Denn bei einem Volumenanteil von etwa zwei bis elf Prozent in der Luft entsteht ein explosives Gemisch. Um dieses zu entzünden, genügen bereits kleinste Funken, die zum Beispiel von einem Feuerzeug, einem Lichtschalter oder einem elektrischen Gerät ausgehen können.

Typische Gründe für ein Propangasleck

Unfälle in Folge undichter Gastanks treten vor allem in Deutschland eher selten auf. Die wenigen Fälle sind dabei zu einem Großteil auf Montagefehler, Fehler in der Bedienung oder mechanische Einwirkungen zurückzuführen. Das heißt: Bei fachgerechter Installation, ordnungsgemäßer Bedienung und regelmäßiger Wartung lassen sich die Risiken der Flüssiggasanlagen auf ein Minimum reduzieren. So gilt die Technik heute vor allem in privaten Haushalten als sicher.

Der Gastank ist undicht: Wie kann ich ein Propangasleck finden?

Auch wenn Propangas in natürlicher Form geruchlos ist, können Hausbesitzer ein Propangasleck riechen. Möglich ist das durch spezielle Duftstoffe, die Gasversorger dem Rohstoff beimischen. Bei den sogenannten Odoriermitteln handelt es sich unter anderem um Substanzen auf Schwefelbasis, die sehr stark an den Geruch fauliger Eier erinnern. Andere Verbindungen lassen austretendes Flüssiggas auch an einem chemischen, lösungsmittelartigen Geruch erkennen. Wer sich unsicher ist, wie das Gas im eigenen Flüssiggastank riecht, kann bei seinem Lieferanten nachfragen.

Gastank undicht: Zischende Geräusche deuten darauf hin

Befindet sich das Propangasleck nicht in der Hausanlage, deuten auch zischende Geräusche darauf hin, dass der Gastank undicht ist. Diese treten auf, da das Flüssiggas unter hohem Druck lagert. Strömt es aus, entspannt es sich sofort und gelangt gasförmig in die Atmosphäre. Dieser Vorgang benötigt Energie, die in der Regel direkt aus der Umgebung kommt. Die Folge ist eine stark sinkende Temperatur und Eisbildung am Propangasleck.

Übrigens: Anders als laute Zischgeräusche sind ruhige Strömungsgeräusche normal. Diese entstehen zum Beispiel im Gasdruckregler im Brenner einer Flüssiggasheizung.

Lecksuchspray zum Aufspüren von Propangaslecks

Sind Armaturen, Leitungen oder der Gastank undicht, lassen sich die Leckagen mit speziellem Lecksuchspray ausfindig machen. Bei den Sprays handelt es sich um Flüssigkeiten, die Verbraucher auf die vermuteten Stellen sprühen. Bei einem Propangasleck entstehen dabei große und stabile Blasen, die schon mit bloßem Auge sehr deutlich zu erkennen sind.

Alternativ zum Lecksuchspray können Hausbesitzer auch eine Mischung aus Spülmittel mit ein wenig Wasser auftragen. Der Effekt ist hier der gleiche: An Propangaslecks bilden sich gut sichtbare Luftblasen. Im Vergleich zum Spülmittel ist Lecksuchspray hingegen mit einigen Vorteilen verbunden. So lässt es sich einfacher verwenden. Die Flüssigkeit gelangt in jede Ritze und erzeugt meist auch stabilerer Blasen. Das Aufspüren von Leckagen funktioniert damit also einfacher und sichererer.

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Gasgeruch: Richtiges Verhalten bei einem Propangasleck

Wenn Verbraucher den typischen Gasgeruch wahrnehmen, ein lautes Zischen hören oder bereits Eis am Flüssiggastank ist, sind Leitungen oder Gastanks undicht und sie sollten schnell handeln. Denn dann tritt Flüssiggas aus und die Luft im Bereich um das Propangasleck könnte bereits explosiv sein. Die folgenden Schritte zeigen, wie Betroffene in solch einer Situation richtig handeln.

  • Ruhe bewahren, Flammen und Funken vermeiden

Ist ein Teil der Gasanlage oder sogar der Gastank selbst undicht, heißt es erst einmal: Ruhe bewahren. Zigaretten, Streichhölzer oder andere Feuerquellen sind auf jeden Fall zu vermeiden. Da Funken auch beim Betätigen von Schaltern oder beim Herausziehen von Steckern entstehen könnten, sollten Verbraucher auch das unbedingt unterlassen. Tabu sind übrigens auch Telefone oder Handys. Zumindest in unmittelbarer Nähe zur Gefahrenquelle.

  • Fenster öffnen und Gaszufuhr im Haus stoppen

Befindet sich das Propangasleck im Haus, sind alle Fenster und Türen weit zu öffnen. Der dabei entstehende Durchzug senkt die Gaskonzentration in der Luft und mindert somit das Explosionsrisiko. Um Funken zu verhindern, dürfen Verbraucher dabei auf keinen Fall Dunstabzugshauben oder Lüftungsgeräte einschalten. Wer für frische Luft gesorgt hat, kann die Hauptabsperreinrichtung im Haus schließen. So lässt sich verhindern, dass Flüssiggas bei einem Propangasleck an Leitungen oder Armaturen im Gebäude weiter austritt.

  • Nachbarn warnen und Feuerwehr kontaktieren

Handelt es sich um ein Mehrfamilienhaus, sollten Verbraucher beim Verlassen des Gebäudes auch ihre Nachbarn über das Propangasleck informieren. Bei Gasgeruch im Haus sollten sie dabei allerdings nicht die Klingel betätigen. Denn auch diese könnte Funken erzeugen und eine Explosion hervorrufen. Draußen angekommen, ist die Feuerwehr zu alarmieren. Handys sollten Verbraucher dabei nur in sicherer Entfernung verwenden.

Sind die Rettungskräfte eingetroffen, untersuchen sie zunächst die Luft an der Gefahrenstelle. Liegt die Flüssiggaskonzentration unter zwei Prozent, ist das Risiko einer Explosion noch gering. Es folgt die Leckortung, bei der die Experten auch mit einem Lecksuchspray arbeiten. Ist das Propangasleck gefunden, spricht die Feuerwehr mögliche Maßnahmen mit dem Flüssiggasanbieter ab. Häufig sind defekte oder nicht ordnungsgemäß verschlossene Ventile der Grund für ein Propangasleck.

Vorsorge: Technik und Kontrollen beugen Gaslecks vor

Damit die brenzligen Situationen gar nicht erst eintreten, hat der Gesetzgeber eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen und Kontrollpflichten eingeführt. So sperrt ein Strömungswächter im Haus die Gasleitung automatisch ab, wenn Flüssiggas unkontrolliert austritt. Darüber hinaus sind:

  • Flüssiggasanlagen alle zwei Jahre von außen zu prüfen
  • Flüssiggastanks alle zehn Jahre von innen zu prüfen
  • Rohrleitungen der Gasanlage alle zehn Jahre zu prüfen

Wichtig zu wissen: Wer einen Flüssiggastank kaufen möchte, ist selbst für die Einhaltung der regelmäßigen Kontrollen verantwortlich. Bei einem Gastank zum Mieten trägt der Anbieter diese Verantwortung.

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Sinnvoll ist es darüber hinaus auch, wenn Verbraucher Lecksuchspray im Haus haben. Denn so können sie selbst kleinste Undichtheiten schnell lokalisieren und die nötigen Reparaturarbeiten einleiten.

Schutzzonen um den Gastank senken die Explosionsgefahr

Bei der Installation von Flüssiggasanlagen sind außerdem bestimmte Schutzzonen einzuhalten. Dabei handelt es sich um Bereiche rings um die Armaturenhaube oder den Domschacht, in denen keine Feuer- oder Funkenquellen vorhanden sein dürfen. Weitere Informationen dazu geben wir im Beitrag zu den Flüssiggastank-Vorschriften.

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