Die Nachtspeicherheizung umrüsten auf Flüssiggas

Nachtspeicherheizung umrüsten zu Flüssiggasheizung

Hohe Kosten, komplizierte Bedienung und Schadstoffe im Aufbau: Das sind nur drei Gründe, aus denen viele Hausbesitzer ihre alte Nachtspeicherheizung umrüsten oder ersetzen möchten. Eine Alternative, die nahezu überall infrage kommt, ist die Flüssiggasheizung. Aber wie laufen die Arbeiten ab und welche Kosten fallen an, wenn Verbraucher ihre alte Nachtspeicherheizung umrüsten? Flüssiggas1.de zeigt, warum sich der Aufwand lohnt und mit welchen Fördermitteln Hausbesitzer viel Geld sparen können.

Die Themen im Überblick:

Alte Nachtspeicherheizung umrüsten: Warum ist das sinnvoll?

Nachtspeicherheizungen, elektrische Speicherheizungen oder sogenannte Nachtspeicheröfen kamen vor allem in den 1950er und 1960er Jahren auf den deutschen Markt. Sie galten als Alternative zu Öl- sowie Kohleheizungen und boten ihren Nutzern einen besonderen Vorteil: Niedrige Heizkosten. Der Grund dafür liegt in ihrer Funktionsweise. Denn die elektrischen Speicherheizungen wandeln elektrische Energie in Wärme um. Diese speichern sie in ihrem Inneren, bevor sie die thermische Energie zeitversetzt an ihre Aufstellräume abgeben. Vor allem nachts boten Energieversorger den Strom dabei besonders günstig an. Das war nötig, um überschüssige Energie schlecht regelbarer Kraftwerke abführen zu können.

Strom verteuerte sich und Nachtspeicherheizungen wurden unwirtschaftlich

Infolge der ersten Ölkrise von 1973 sanken dann aber die hohen Subventionen. Nachtstrom verteuerte sich und Nachtspeicherheizungen wurden zunehmend unwirtschaftlich. Dieser Effekt verstärkte sich durch die Einführung der Stromsteuer im Jahr 1999 und das Anpassen der Steuersätze für den sogenannten Niedertarif-Strom im Jahr 2007. Heute sind die Kosten für den ehemals günstigen Nachtstrom so hoch, dass die elektrische Heizung in puncto Betriebskosten nicht mehr mit modernen Lösungen wie der Flüssiggasheizung konkurrieren kann. Ein Grund, aus dem sich viele Hausbesitzer dazu entschließen, die alte Nachtspeicherheizung umrüsten oder ersetzen zu lassen.

Aus ökologischen Gründen die Nachtspeicherheizung umrüsten oder austauschen

Neben den Kosten sprechen auch ökologische Gründe dafür, die Nachtspeicherheizung umrüsten oder austauschen zu lassen. Vor allem dann, wenn der Strom für die Elektroheizung aus fossilen Kraftwerken stammt. Denn diese arbeiten mit einem Wirkungsgrad von 30 bis 40 Prozent. Das heißt: 60 bis 70 Prozent der in den Kraftstoffen gespeicherten Energie geht im Prozess der Stromerzeugung verloren.

Hinzu kommt die Tatsache, dass vor allem alte Kraftwerke viel CO2 ausstoßen. Das Kohlenstoffdioxid lagert sich in der Atmosphäre an und wirkt dort wie eine Dämmung. Es lässt Wärme von außen nach innen, hält diese dann aber wie in einem Gewächshaus. Der sogenannte Treibhauseffekt sorgt für einen globalen Temperaturanstieg und damit für schmelzende Polkappen, anhaltende Dürren und immer häufigere Wetterextreme.

Wer die Nachtspeicherheizung umrüsten oder austauschen lässt, senkt seinen Energieverbrauch. Das schont die begrenzt vorhandenen fossilen Rohstoffressourcen und mindert den CO2-Ausstoß.

Nachtspeicherheizung umrüsten: Komplizierte Bedienung als Grund

Auch die Steuerung der Speicheröfen nutzen viele als Anlass dazu, die Nachtspeicherheizung umrüsten oder ersetzen zu lassen. Denn diese ist vor allem bei alten Geräten kompliziert. Hausbesitzer müssen am Vortag entscheiden, wie stark sie die Speicher der Heizung aufladen möchten. Wird es am kommenden Tag wärmer, haben sie zu viel Energie verbraucht. Ist das Wetter am nächsten Tag deutlich schlechter als gedacht, reicht die eingelagerte Wärme eventuell nicht aus. Ist das der Fall, muss eine elektrische Direktheizung mit teurerem Tagstrom für Nachschub sorgen.

Krebserregender Asbest im Aufbau älterer Nachtspeicheröfen

Was viele nicht wissen: Bis in die 1990 Jahre hinein wurden zahlreiche krebserregende Stoffe im Aufbau der elektrischen Speicherheizungen verwendet. Darunter schwach gebundener Asbest, Speichersteine mit hohem Chromatgehalt und PCB-haltige elektrische Bauteile. Auch das ist ein Grund, alte Nachtspeicherheizungen umrüsten zu lassen.

Wichtig: Ist die Technik mit den Stoffen belastet, kommen Hausbesitzer nicht ohne Fachhandwerker aus. Außerdem gelten dann besondere Bestimmung in Bezug auf die Entsorgung der alten Nachtspeicheröfen.

Elektrische Nachtspeicherheizungen sind klobig und wenig ästhetisch

Auch unabhängig von der Technik und ihrer Funktionsweise gibt es Gründe, die für den Austausch von Nachtspeicherheizungen sprechen. So zum Beispiel das klobige Design, das sich nur schwer in moderne Wohnräume integrieren lässt.

Nachtspeicherheizung umrüsten: Die wichtigsten Gründe im Überblick

Auch wenn die elektrischen Heizsysteme ohne zentrale Wärmeverteilung im Haus einfach und kostengünstig zu installieren sind: Heute gibt es viele Gründe dafür, die alte Nachtspeicherheizung umrüsten oder ersetzen zu lassen. Die folgende Liste stellt die wichtigsten noch einmal zusammen:

  • hohe Stromkosten durch den dauerhaften Betrieb als Alleinheizung
  • niedriger Wirkungsgrad und hoher CO2-Ausstoß in fossilen Kraftwerken
  • komplizierte Aufladung der Nachtspeicheröfen über Nacht
  • Krebserregende Stoffe wie Asbest im Aufbau alter Nachtspeicherheizungen
  • klobiges und wenig ästhetisches Design der fest installierten Heizlösungen

Verbot forderte Hausbesitzer zum Austauschen der Heizung auf

Bis heute sind sich viele Hausbesitzer nicht sicher, ob die Nachtspeicherheizung mit einem Verbot belegt ist. Der Grund: Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) wurde auch ein gesetzliches Verbot der elektrischen Heizsysteme eingeführt. Dieses forderte Verbraucher dazu auf, Nachtspeicherheizungen spätestes 30 Jahre nach Inbetriebnahme oder Erneuerung auszutauschen. Heizgeräte, die vor 1990 eingebaut wurden, durften außerdem nur bis zum 31.12.2019 in Betrieb bleiben. Ausgenommen waren unter anderem Hausbesitzer, deren Gebäude höher Wärmeschutzanforderungen erfüllten.

Energieversorger waren mit dem Nachtspeicherheizungs-Verbot allerdings nicht einverstanden. Sie betrachteten die Technik als wichtig, um überschüssigen Wind- und Solarstrom zu bevorraten und drängten auf eine Aufhebung. Diese kam im Juli 2013 mit der Novelle des Energieeinspargesetzes (EnEG) und mit der EnEV 2014, die am 01. Mai 2014 in Kraft trat. Heute gibt es also offiziell kein Verbot der Nachtspeicherheizungen. Das Umrüsten lohnt sich durch die genannten Gründe in vielen Fällen trotzdem.

Die Nachtspeicherheizung umrüsten: Flüssiggas als flexible Alternative

Wer seine alte Nachtspeicherheizung umrüsten beziehungsweise austauschen möchte, hat die Qual der Wahl. Denn zahlreiche Technologien kommen heute als Zentralheizung infrage. Darunter Ölheizungen, Gasheizungen, Holzheizungen oder Wärmepumpen. Letztere eignen sich meist nur in energetisch sanierten Altbauten oder neuen Energiesparhäusern. Holzheizungen benötigen hingegen viel Platz (Pelletheizung) oder Zeit (Scheitholzvergaser). Öl ist einer der umstrittensten Rohstoffe und vor allem in Wasserschutzgebieten nur unter Auflagen einsetzbar. Hinzu kommt hier die Tatsache, dass die Reichweite des fossilen Rohstoffs stark begrenzt ist. Das könnte über kurz oder lang zu einem drastischen Anstieg der Preise führen. Alternativ bleibt dann die Gasheizung, die jedoch eine öffentliche Versorgungsleitung voraussetzt. Ist diese nicht verfügbar, können Hausbesitzer, die ihre Nachtspeicherheizung umrüsten wollen, nahezu immer auf eine Flüssiggasheizung setzen. Denn:

  • Flüssiggas lässt sich in Gastanks nahezu überall bevorraten
  • die Belieferung des Rohstoffs ist in den meisten Regionen möglich
  • die aktuellen Flüssiggaspreise sind vergleichsweise niedrig
  • Bio-Flüssiggas (Bio-LPG) lässt sich nachhaltig und regenerativ herstellen
  • Flüssiggas verbrennt sauber (weniger Feinstaub und CO2 als eine Ölheizung)
  • Verschiedene Heizlösungen stehen zur Auswahl (Brennwertheizung, BHKW, Wärmepumpe und zukünftig sogar stromerzeugende Brennstoffzellenheizungen)
  • die Kombination mit Solarthermie und Photovoltaik ist ohne weiteres möglich
  • ein Flüssiggastank lässt sich zu günstigen Kosten mieten (keine hohen Anschaffungskosten)
  • Flüssiggas versorgt neben der Heizung viele weitere Verbraucher im Haus (unter anderem Kochgeräte und Gasheizpilze)

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Elektroheizung mit Photovoltaik oft nicht wirtschaftlich

Eigentlich hört sich diese Lösung doch am besten an: Die alte Nachtspeicherheizung durch eine neue austauschen und zusätzlich eine Photovoltaikanlage installieren. Auf diese Weise erzeugen Hausbesitzer den Heizstrom selbst und sparen Jahr für Jahr viel Geld. In der Praxis ist das oft nicht so. Denn eine konventionelle Photovoltaikanlage liefert in der Regel nicht genug Strom, um die Elektroheizung zu betreiben. Vor allem im Winter ist das der Fall. Denn hier sinken die Photovoltaik-Erträge durch kurze und meist trübe Tage. Die Kombination würde also eine deutlich überdimensionierte Solarstromanlage voraussetzen, die mit sehr hohen Anschaffungskosten einhergeht.

Ablauf: Schritt für Schritt die Nachtspeicherheizung umrüsten

Wer sich dazu entschlossen hat, die alte Nachtspeicherheizung umrüsten zu lassen, muss sich zunächst für eine moderne Heizungsalternative entscheiden. Wie im vorherigen Abschnitt beschrieben, gibt es dabei eine Vielzahl an Möglichkeiten. Wer weder Platz noch Zeit für eine Holzheizung hat, den Einsatz von Öl vermeiden möchte und nicht auf eine öffentliche Gasversorgung zurückgreifen kann, findet in der Flüssiggasheizung eine interessante Alternative. Das Austauschen der Nachtspeicherheizung erfolgt dabei in 5 Schritten:

  • Planung und Angebotserstellung für die neue Heizung
  • Beantragung von Fördermittel für den Heizungstausch
  • Inhaltsstoffe der Nachtspeicherheizung herausfinden
  • Einbau der neuen Heizungsanlage im Wohngebäude
  • Demontage und Entsorgung der Nachtspeicherheizung

Schritt 1: Alternative finden, planen und Angebote einholen

Steht fest, mit welcher Technik Hausbesitzer ihre Nachtspeicherheizung umrüsten möchten, sollten sie sich frühzeitig an einen Heizungsbauer aus ihrer Region wenden. Der Experte untersucht dann das Haus und stellt fest, welche Anforderungen die neue Heizung erfüllen muss. Er legt die passende Größe der Flüssiggasheizung fest, dimensioniert den Flüssiggastank bedarfsgerecht und plant das Rohrnetz zur Verteilung der Wärme im Haus. Außerdem erstellen Handwerker ein Angebot, das Verbraucher ziemlich genau über die zu erwartenden Kosten informiert.

Unser Tipp: Lassen sich Hausbesitzer mehrere Angebote erstellen, bekommen sie schnell ein Gefühl für das regionale Preisgefüge. Sie können sich für den besten Handwerker entscheiden und viel Geld sparen. Aber Achtung: Nicht immer ist das günstigste Angebot automatisch das Beste. Vergleichen sollten Hausbesitzer neben dem Preis auch die Qualität der angebotenen Produkte.

Während sich die Fachhandwerker um die Heizung kümmern, beziehen Hausbesitzer einen neuen Flüssiggastank vom Energieversorger. Die nötige Technik können sie dabei kaufen oder mieten. Was besser ist, wenn Verbraucher die Nachtspeicherheizung umrüsten lassen, erklären wir im Beitrag „Flüssiggastank mieten oder kaufen – Was ist besser?.

Schritt 2: Vor dem Nachtspeicherheizung Umrüsten Fördermittel beantragen

Bevor Hausbesitzer ihre Nachtspeicherheizung umrüsten lassen, müsse sie die Förderung für die Maßnahme beantragen. Welche Mittel dabei zur Verfügung stehen, wissen Energieberater oder Heizungsbauer, die die Technik planen und fachgerecht einbauen. Einen Überblick über gängige Fördermittel geben wir auch im Abschnitt: „Fördermittel zum Umrüsten der Nachtspeicherheizung

Wichtig: Die meisten Förderprogramme sind nur dann nutzbar, wenn Verbraucher die Mittel vor dem Einbau der neuen Heizung beantragen. Andernfalls verschenken Hausbesitzer die attraktiven Zuschüsse und müssen mit höheren Kosten rechnen, wenn sie die Nachtspeicherheizung umrüsten oder ersetzen.

Schritt 3: Herausfinden, ob die Speicheröfen schädliche Stoffe beinhalten

Das Angebot für die neue Heizung steht und die Fördermittel sind bereits beantragt? Spätestens jetzt sollten Verbraucher prüfen, ob die elektrische Speicherheizung Asbest oder andere schädliche Stoffe enthält. Ist das der Fall, bestehen besondere Anforderungen an die Entsorgung. Auskunft erhalten Hausbesitzer in der Regel vom Hersteller der Nachtspeicheröfen. Dafür sollten sie die Gerätenummern auf dem Typenschild bereithalten.

Experten empfehlen, vor allem alte Geräte sicherheitshalber immer als schadstoffhaltig anzusehen. Eine Nachtspeicherheizung entsorgen dürfen dann nur Betriebe, die nach TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe) zertifiziert sind. Diese können die Geräte vor Ort zerlegen und der fachgerechten Entsorgung zukommen lassen. Um die Belastung der Umwelt zu minimieren, transportieren viele Fachunternehmen die Heizöfen auch in einem Stück aus dem Haus. Möglich ist das zum Beispiel mit Karren oder Kränen.

Auch hier gilt: Hausbesitzer sollten mehrere Angebote einholen, bevor sie Fachbetriebe damit beauftragen, die Nachtspeicherheizung umrüsten und entsorgen zu lassen. Nur so bekommen sie den besten Preis und sparen viel Geld.

Schritt 4: Neue Heizung einbauen und Nachtspeicherheizung umrüsten

Sind alle Vorarbeiten erledigt, können Verbraucher die neue Heizung einbauen lassen. Fachbetriebe verlegen dazu Rohrleitungen im gesamten Haus. Sie schließen die Heizflächen (Heizkörper oder Fußbodenheizung) an und installieren die zentrale Flüssiggasheizung. Außerdem schließen sie den Kessel an den Flüssiggastank an, der im gleichen Zuge aufzustellen ist. Soll die neue Heizung auch das Trinkwasser erwärmen, verlegen Heizungsbauer außerdem auch Warmwasserleitungen zu jeder Entnahmestelle im Haus. Geht es darum, die alte Nachtspeicherheizung umrüsten zu lassen, ist der Einbau der Zentralheizung mit dem größten Aufwand verbunden.

Schritt 5: Alte Nachtspeicherheizung fachgerecht entsorgen lassen

Ist die neue Heizung in Betrieb, demontieren Fachbetrieb die alten Nachtspeicheröfen im Haus. Sie trennen die Geräte vom Stromnetz und führen sie der fachgerechten Entsorgung zu. Da die neue Heizungsanlage zu diesem Zeitpunkt bereits in Betrieb ist, funktioniert das Umrüsten ohne Heizungsausfälle.

Nachtspeicherheizung umrüsten: Kosten und Fördermittel im Überblick

Wie viel kann es kosten, eine Nachtspeicherheizung durch eine Flüssiggasheizung zu ersetzen? Diese Frage beschäftigt viele Hausbesitzer, die den Austausch der alten Technik planen. Eine Antwort lässt sich allerdings nicht pauschal geben. Denn diese hängt von vielen Einflussfaktoren ab. Eine Rolle spielt dabei zum Beispiel die Größe des Gebäudes. Aber auch Faktoren wie das regionale Preisgefüge und die Art der zu installierenden Technik wirken sich auf die Gesamtkosten aus. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Posten zusammen und gibt einen Überblick über die Kosten für das Umrüsten der Nachtspeicherheizung im Einfamilienhaus.

Position Kosten zum Nachtspeicherheizung Umrüsten
Nachtspeicherheizung demontieren und fachgerecht entsorgen 100 bis 150 Euro pro Gerät ohne Schadstoffbelastung

150 bis 250 Euro pro Gerät mit Schadstoffbelastung

Flüssiggasheizung
(Brennwertheizung inklusive Abgassystem, Zubehör und Montage)
6.000 bis 9.000 Euro
Solarthermie zur Warmwasserbereitung (optional) 3.500 bis 5.000 Euro
Flüssiggastank 2.200 bis 4.000 Euro für Kauftanks

9,00 bis 15,00 Euro pro Monat für Miettanks

Hinzu kommen jeweils 1 bis 2 Euro pro Monat für den Gaszähler.

Verrohrung im Gebäude
(Material und Montage)
4.000 bis 5.000 Euro
Heizflächen
(Material und Montage)
3.500 bis 5.500 Euro
Gesamtkosten
(ohne Solarthermie)
15.000 bis 25.000 Euro
Gesamtkosten
(mit Solarthermie)
18.500 bis 30.000 Euro

 

Lassen Hausbesitzer die Nachtspeicherheizung umrüsten, ist der Gastank ein wichtiger Kostenfaktor. Vor allem Mietangebote lassen die Anfangsinvestitionen dabei spürbar sinken.

Übliche Kosten der Flüssiggasheizung im Betrieb

Wer die Nachtspeicherheizung umrüsten beziehungsweise ersetzen möchte, muss anfangs viel Geld ausgeben. Im Betrieb lohnt sich das allerdings, wie ein Überblick der anfallenden Betriebskosten zeigt.

Position Kosten pro Jahr nach dem Umrüsten der Nachtspeicherheizung
Heizkosten der Flüssiggasheizung
(bei 15.000 kWh im Jahr und rund 6 ct/kWh)
900 Euro
Miete für Gaszähler 100 bis 150 Euro pro Jahr
Wartung und Schornsteinfeger 100 bis 150 Euro pro Jahr
Stromkosten für Pumpen und Elektrik 30 Euro pro Jahr
Überprüfung der Gastanks 80 bis 140 Euro pro Jahr
Alternativ: Miete 110 bis 150 Euro pro Jahr
Summe der jährlichen Ausgaben 1.210 bis 1.380 Euro

 

Lassen Hausbesitzer die alte Nachtspeicherheizung umrüsten, zahlen sie jährlich rund 1.200 bis 1.400 Euro für eine neue Flüssiggasheizung. Bei einem Heizstrompreis von 20 Cent entspricht das Einsparungen von 1.600 bis 1.800 Euro im Jahr. Die Investition rechnet sich dabei im besten Falle bereits nach etwa 9 Jahren. In einem Zeitraum von 15 Jahren sparen Hausbesitzer unter günstigen Umständen über 10.000 Euro ein.

 

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Wichtig zu wissen: Die angegeben Kosten und Einsparungen verstehen sich lediglich als Richtwerte. Wir empfehlen Hausbesitzern, die ihre Nachtspeicherheizung umrüsten und eine Flüssiggasheizung einbauen lassen möchten, die individuelle Beratung durch einen Fachhandwerker oder Energieberater. Die Experten können Kosten und Einsparungen relativ genau ermitteln und so eine zuverlässige Aussage zur Wirtschaftlichkeit treffen.

Fördermittel zum Umrüsten der Nachtspeicherheizung

Eine moderne Flüssiggasheizung arbeitet effizient und sauber. Aus diesem Grund bekommen Hausbesitzer heute hohe Fördermittel, wenn sie ihre alte Nachtspeicherheizung umrüsten oder austauschen lassen. Welche Förderprogramme dabei zur Verfügung stehen, zeigt die folgende Tabelle:

Förderprogramm zum Nachtspeicherheizung Umrüsten Konditionen Beantragung
KfW-Programm 430 „Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss“ Zuschuss in Höhe von 10 Prozent der Kosten für die neue Heiztechnik (Brennwertheizung) vor dem Einbau der Technik mit einem zugelassenen Energieberater über das KfW-Zuschussportal
KfW-Programm 152 „Energieeffizient Sanieren – Kredit“ zinsgünstiges Darlehen (Zinssatz ab 0,75 %) inklusive Tilgungszuschuss in Höhe von 7,5 Prozent der Kosten für die neue Heiztechnik (Brennwertheizung) vor dem Einbau der Technik mit einem zugelassenen Energieberater über die eigene Hausbank
BAFA-Programm „Heizen mit erneuerbaren Energien“ Zuschuss in Höhe von mind. 500 Euro für eine neue Warmwasser-Solaranlage vor der Beauftragung des Fachhandwerkers über die Webseite des BAFA
KfW-Programm 167 „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ zinsgünstiges Darlehen (Zinssatz ab 0,78 %) zum Finanzieren der offenen Kosten, wenn Hausbesitzer einen BAFA-Zuschuss in Anspruch nehmen vor der Beauftragung des Fachhandwerkers über die eigene Hausbank
Lohnkosten absetzen Zuschuss in Höhe von 20 Prozent der anfallenden Lohnkosten für Handwerksarbeiten (max. 1.200 Euro im Jahr) Angabe der Kosten bei der Einkommensteuer-erklärung an das Finanzamt

 

Wichtig: Wer seine Nachtspeicherheizung umrüsten und dabei Fördermittel nutzen möchte, muss diese in der Regel vor dem Beginn der Maßnahme beantragen. Andernfalls verschenken Hausbesitzer bares Geld oder den Anspruch auf besonders günstige Zinssätze für die Finanzierung der Maßnahme. Wichtig zu wissen ist außerdem, dass sich die Förderprogramme meist nicht kombinieren lassen. Eine Ausnahme besteht, wenn Hausbesitzer BAFA-Mittel in Anspruch nehmen. Denn dann können sie die übrigen Kosten mit einem günstigen Darlehen aus dem KfW-Programm 167 finanzieren.

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