Fußbodenheizung: Optimal für die Flüssiggasheizung

Heizkreisverteiler und Fußbodenheizung mit Flüssiggas

Eine Fußbodenheizung bringt das eigene Zuhause besonders komfortabel auf wohlige Temperaturen. Sie verteilt die Heizwärme großflächig über den Fußboden und hilft sogar dabei, Heizkosten zu sparen. Flüssiggas1.de erklärt, wie eine Bodenheizung funktioniert, welche Arten heute infrage kommen und was diese Kosten. Außerdem erklären wir, warum die Fußbodenheizung auch in Kombination mit einer Flüssiggas-Brennwertheizung für Bestwerte in Sachen Effizienz und Komfort sorgt.

Die Themen im Überblick:

Die Fußbodenheizung versorgt Räume mit Strahlungswärme

Die Fußbodenheizung verbinden viele mit einem besonders hohen Wärmewohlgefühl. Der Grund: Anders als konventionelle Heizkörper bringt sie Wärme mit sonnengleicher Strahlung in den Raum ein. Das funktioniert ohne die Luft, ist gut für Allergiker und hilft sogar dabei, Heizkosten zu sparen. Möglich ist das durch den charakteristischen Aufbau und die Funktion der Bodenheizung.

Aufbau der Bodenheizung einfach erklärt

Eine Fußbodenheizung besteht aus schlanken Rohrleitungen, die über einen Heizkreisverteiler mit der Zentralheizung verbunden sind. Die Leitungen befinden sich dabei direkt im Bodenaufbau. Sie werden vom warmen Heizungswasser durchströmt, das dabei einen Teil der mitgeführten Energie an den Boden abgibt. Die Temperatur des Fußbodens erwärmt sich und allmählich kommt die Heizwärme auch im Raum an. Da im Gegensatz zu klassischen Heizkörpern der ganze Fußboden als Heizfläche wirkt, lässt sich die thermische Energie gleichmäßig im Raum verteilen.

Übrigens: Neben der hier beschriebenen wasserführenden Fußbodenheizung, gibt es auch elektrische Heizsysteme. Diese bestehen aus einer schlanken Heizmatte, die Experten unter dem Bodenbelag verlegen. Fließt Strom, erwärmt sich die Matte und die Bodenheizung gibt thermische Energie an den Raum ab. Während das System ohne Zentralheizung, Heizkreisverteiler oder Heizungsrohre funktioniert, ist es im Betrieb meist teurer. Denn der Strom kostet mit rund 29 Cent pro Kilowattstunde fast fünfmal mehr als Flüssiggas, das es heute bereits für 5,86 Cent pro Kilowattstunde gibt.

Bodenheizung: Träges System mit Selbstregelfunktion

Wichtig zu wissen ist, dass eine Fußbodenheizung nur sehr träge auf geänderte Temperaturanforderungen im Raum reagiert. Anders als bei einem Heizkörper, der nach dem Dreh am Thermostat sofort warm wird, sind Veränderungen bei der Bodenheizung meist erst nach über einer Stunde zu spüren. Der Grund: Ein großer Teil der Wärme geht zunächst in den massiven Bodenaufbau. Dieser wirkt dann allerdings als Speicher und gibt thermische Energie auch dann noch ab, wenn die Heizung längst ausgeschaltet ist.

Eine weitere Besonderheit: Die Bodenheizung hat eine gewisse Selbstregelfunktion. So gibt sie automatisch weniger Wärme an den Raum ab, je kleiner der Unterschied zwischen der Oberflächen- und der Raumtemperatur ist. Auf diese Weise überhitzen die Wohnräume weniger und die Heizung verbraucht nicht mehr Energie, als eigentlich nötig.

Große Heizflächen helfen komfortabel beim Energiesparen

Anders als klassische Heizkörper, können Bodenheizungen thermische Energie über große Flächen an den Raum übertragen. Das hat den Vorteil, dass die Oberflächentemperaturen der Böden niedriger sind. Die Vorlauftemperatur lässt sich herunterdrehen, wobei auch die Rücklauftemperatur der Fußbodenheizung sinkt. Letztere sorgt dafür, dass moderne Flüssiggas-Brennwertgeräte effizienter arbeiten. Denn diese nutzen das Rücklaufwasser, um die Abgase der Verbrennung kühlen und versteckte Wärme nutzen zu können.

Die warmen Oberflächen der Bodenheizung helfen aber auch an einem anderen Punkt beim Sparen. Denn sie sorgen dafür, dass die gefühlte Raumtemperatur auch bei geringeren Lufttemperaturen höher ist. Bewohner können die Thermostate also herunterdrehen, ohne an Komfort zu sparen.

Viele Bodenbeläge sind für die Fußbodenheizung geeignet

Geht es um den Aufbau der Bodenheizung, spielt auch der Bodenbelag eine wichtige Rolle. Denn dieser beeinflusst das Vermögen, Wärme aus dem Boden an den Raum abgeben zu können. Besonders gut funktioniert das zum Beispiel mit Fliesen, Linoleum oder Vinyl. Denn all diese Materialien haben einen geringen Wärmedurchlasswiderstand, sodass die thermische Energie nahezu ungehindert in den Raum aufsteigen kann. Infrage kommen aber auch Laminat-, Teppich- und Echtholzböden mit Parkett. Da diese den Wärmestrom stärker behindern, muss die Vorlauftemperatur der Fußbodenheizung allerdings etwas höher sein. Außerdem ist es wichtig, dass die Hersteller ihre Beläge für den Einsatz über einer Bodenheizung zugelassen haben. Ist das der Fall, finden sich entsprechende Hinweise in der Regel gut sichtbar auf den Produktunterlagen.

Die wichtigsten Vorteile der Bodenheizung

Geht es um die Beheizung von Wohnräumen, ist die Fußbodenheizung heute bereits Standard. Denn sie sorgt für ein hohes Wärmewohlbefinden und hilft, Heizkosten zu sparen. Die Bodenheizung überträgt thermische Energie in Form von sonnengleicher Strahlung und verwirbelt die Luft im Raum nicht. Das mindert die Staubbelastung und hebt nicht nur bei Allergikern den Wohnkomfort an. Die folgende Liste gibt einen Überblick über die wichtigsten Vorteile der Fußbodenheizung:

  • mehr Platz durch fehlende Heizkörper in den Räumen
  • gleichmäßige Verteilung sonnengleicher Strahlungswärme
  • durch niedrige Staubverwirbelung für Allergiker geeignet
  • sinkende Heizkosten durch niedrige Vorlauftemperaturen
  • hohes Wärmewohlbefinden durch warme Fußböden

Die Nachteile des Heizsystems liegen vor allem in der hohen Trägheit. Da eine Flächenheizung wie die Bodenheizung allerdings ohne Heizpausen laufen sollte, kommen diese in der Praxis kaum zum Tragen. Nachteilig ist außerdem der höhere Aufwand im Schadensfall. So müssen Experten erst den Fußboden öffnen, bevor sie die Leitungen reparieren können. Gut, dass Schäden in diesen Bereichen äußerst selten sind.

Über einen weiteren Nachteil klagen allein die Besitzer einer elektrischen Fußbodenheizung: Denn diese verursacht im Betrieb sehr hohe Kosten. Bei wasserführenden Systemen ist das nicht der Fall. Diese helfen, die Effizienz einer Gas- oder Flüssiggasheizung zu steigern und sorgen somit sogar für sinkende Heizkosten.

Fußbodenheizung und Flüssiggas: Eine optimale Kombination

Grundsätzlich lässt sich eine Bodenheizung mit verschiedensten Wärmeerzeugern kombinieren. So zum Beispiel mit einer Gas-, Öl- oder Holzheizung. Aber auch BHKWs oder Wärmepumpen kommen infrage. Besonders empfehlenswert ist jedoch die Kombination mit einer Brennwertheizung. Denn diese ist günstig in der Anschaffung und durch die niedrigen Vorlauf- und Rücklauftemperaturen auch sehr effizient. So können die Heizgeräte die Abgase weit herunterkühlen und einen Großteil der darin verborgenen Energie zum Heizen nutzen. Während konventionelle Gasheizungen einen Gasanschluss voraussetzen, kommen Flüssiggasheizungen nahezu immer infrage. Der Vorteil hier: Flüssiggas ist nicht nur günstiger, es lässt sich auch heute schon vollständig regenerativ herstellen. Wer die hohen Kosten bei der Installation umgehen möchte, kann den Flüssiggastank dabei ganz einfach mieten.

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Nicht nur im Neubau geeignet: Die Fußbodenheizung nachrüsten

Während die Bodenheizung im Neubau bereits Standard ist, müssen auch Hausbesitzer nicht auf das wohlig wärmende Heizsystem verzichten. Sie können eine Fußbodenheizung nachrüsten. Infrage kommen dabei die folgenden Systeme.

Art der Fußbodenheizung Beschreibung und Einsatzbereiche
Bodenheizung mit Nasssystem Hier führen Heizleitungen vom Heizkreisverteiler über Dämmplatten auf dem Fußboden. Die Rohre werden von Noppen oder speziellen Tackernadeln gehalten und mit einer starken Schicht Heizestrich überdeckt. Während die Nassverlegung zu einer hohen Speicherfähigkeit der Bodenheizung beiträgt, sind die Systeme sehr träge. Nachteilig ist außerdem der höhere Montageaufwand. Auf wenig belastbaren Decken im Altbau kommt die Fußbodenheizung im Nasssystem durch ihr hohes Gewicht oft nicht infrage.
Dünnschicht-Bodenheizung Hier liegen sehr schlanke Heizleitungen über dem fertigen Fußboden. Sie werden von Dämmplatten oder Klemmschienen gehalten und von einer dünnen Ausgleichsschicht überdeckt. Dünnschichtsysteme sind dadurch weniger träge. Sie speichern Heizwärme schlechter, sind durch ihr geringes Gewicht aber vor allem auf wenig belastbaren Altbaudecken geeignet.
Trockenbau-Fußbodenheizung Genau wie Dünnschichtsysteme liegt auch die Trockenbaufußbodenheizung über dem fertigen Boden. Überdeckt werden die Heizleitungen hier von trockenen Estrichplatten aus Gipskarton oder Beton. Die Systeme speichern weniger Wärme. Sie reagieren allerdings schnell und sind durch ihr geringes Gewicht und die geringe Aufbauhöhe im Altbau geeignet.
Bodenheizung zum Einfräßen Auch die Bodenheizung zum Einfräßen eignet sich für Altbauten. Hier stellen Experten schlanke Kanäle im bestehenden Estrich her. In diese legen sie dann die Heizleitungen, ausgehend vom Heizungsverteiler. Ist das erledigt, lassen sich die Kanäle mit einer speziellen Masse verschließen und die Bodenheizung ist einsatzbereit. Der größte Vorteil: Eine zusätzliche Aufbauhöhe ist nicht vorhanden.

 

Welche Art der Fußbodenheizung zum Nachrüsten infrage kommt, hängt grundsätzlich von den örtlichen Gegebenheiten ab. Spielt die Aufbauhöhe keine Rolle und der Boden ist belastbar? Dann ist das Nasssystem meist die erste Wahl. Wenn der vorhandene Estrich intakt und eine entsprechende Dämmung unter der Decke vorhanden ist, lohnt es sich auch, die Fußbodenheizung nachträglich einfräßen zu lassen. Dünnschicht- und Trockenbausysteme punkten hingegen mit besonders niedrigen Aufbauhöhen, geringen Flächengewichten und einer einfachen Montage. Sie kommen vor allem bei der Altbaumodernisierung zum Einsatz.

Förderung und Kosten einer Fußbodenheizung im Überblick

Wie hoch die Kosten einer Fußbodenheizung sind, hängt vor allem vom gewählten System ab. Ein klassisches Nasssystem schlägt dabei mit 50 bis 70 Euro pro Quadratmeter zu Buche. Muss der alte Estrich beim Nachrüsten raus, kommen noch einmal 15 bis 25 Euro pro Quadratmeter an Handwerkskosten hinzu. Dünnschicht- und Trockenbausysteme sind im Vergleich etwas günstiger. Hier müssen Bauherren und Hausbesitzer mit 30 bis 60 Euro pro Quadratmeter rechnen. Entscheiden sie sich hingegen für eine Flächenheizung zum Einfräsen, kommen Kosten von 40 bis 70 Euro auf sie zu. Deutlich günstiger ist hier die Elektrofußbodenheizung. Diese kostet in der Anschaffung kaum mehr als 20 bis 50 Euro. Wichtig zu wissen ist, dass hier jedoch der Betrieb mit Netzstrom deutlich teurer als das Heizen mit Gas oder Flüssiggas ist.

Sanierer erhalten Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen

Wer eine alte Heizung durch eine neue Gas- oder Flüssiggasheizung mit Brennwerttechnik austauscht, bekommt sogar eine Förderung für die Fußbodenheizung. Diese gibt es über die Kreditanstalt für Wiederaufbau in Form von einmaligen Zuschüssen oder zinsgünstigen Darlehen. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick.

Förderprogramme für die Bodenheizung Förderkonditionen Beantragung
KfW-Programm 430 Einmaliger Zuschuss in Höhe von mindestens 10 Prozent, wenn Hausbesitzer eine neue Brennwertheizung einbauen. vor dem Einbau über das KfW-Zuschussportal; ein Energieberater ist zurate zu ziehen
KfW-Programm 152 Zinsgünstiges Darlehen mit Tilgungszuschuss in Höhe von mindestens 7,5 Prozent, wenn Hausbesitzer eine neue Brennwertheizung einbauen. vor dem Einbau über die Hausbank; ein Energieberater ist zurate zu ziehen

 

Übrigens: Mit dem Klimapaket hat die Bundesregierung kürzlich auch eine neue Förderung für energieeffiziente Gebäude beschlossen. Damit einher gehen vermutlich auch bessere Konditionen in den aufgeführten Förderprogrammen.

Kommen die Fördermittel der KfW nicht infrage, können private Hausbesitzer die Lohnkosten der Handwerker auch von der Steuer absetzen. Geben sie diese in ihrer jährlichen Einkommensteuerklärung an, bekommen sie 20 Prozent (maximal 1.200 Euro im Jahr) der Lohnkosten von ihrer Steuerlast erlassen.

 

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