Umbau einer Ölheizung auf Flüssiggas

Alte Ölheizung betroffen vom Ölheizungsverbot 2026

Durch gesetzliche Regelungen wie das Ölheizungsverbot oder das Wasserschutzgesetz II ist der Fortbetrieb alter Ölheizungen für viele Hausbesitzer keine Option mehr. Sie möchten auf einen zukunftssicheren Brennstoff setzen und planen daher den Umbau ihrer Ölheizung auf Flüssiggas. Die Lösung ist vergleichsweise günstig und in vielen Fällen möglich. Flüssiggas1.de informiert über den Ablauf der Umrüstung und erklärt, was der Umbau der Ölheizung auf Flüssiggas kostet.

Die Themen im Überblick:

Gründe für die Umrüstung von Öl auf Flüssiggas

Die Ölheizung war lange Zeit eine der beliebtesten Heizsysteme in Deutschland. Denn sie ist vergleichsweise günstig und versorgt Gebäude auch in Regionen ohne öffentliches Gasnetz mit ausreichend Wärme. Auf der anderen Seite emittiert die Heizölverbrennung deutlich mehr Schadstoffe als eine Gasheizung. Heizöl verbraucht viel Platz im Haus und die Reichweite des fossilen Rohstoffs ist sehr begrenzt. Gründe, aus denen der Staat Ende 2019 ein Ölheizungsverbot beschlossen hat. Es ist Teil des Klimapaketes und tritt spätestens 2026 in Kraft. Ab dann ist der Einbau reiner Ölheizungen in neuen und alten Gebäuden verboten. Das gilt zumindest dann, wenn Alternativen wie Gas, Fernwärme oder Wärmepumpenheizungen nicht infrage kommen.

Genau wie das baldige Verbot der Heiztechnik bewegt auch das Wasserschutzgesetz II viele Hausbesitzer zum Umbau ihrer Ölheizung zu Flüssiggas. Denn Heizöl darf nur noch unter hohen Auflagen in Überschwemmungs- und Risikogebieten lagern. Während der Einbau neuer Anlagen meist nur in Ausnahmefällen ist, verlangt das Gesetz die Nachrüstung bestehender Ölheizsysteme. Günstiger und sicherer ist allerdings die Umrüstung von Öl auf Gas.

Flüssiggasheizung: Oft die beste Alternative zur Ölheiztechnik

Ölheizungen befinden sich oft in Regionen, in denen eine öffentliche Gasversorgung nicht vorhanden ist. Die beste Alternative zur veralteten Technik ist dann die Flüssiggasheizung. Denn Flüssiggas lässt sich nahezu überall bevorraten. Es ist nicht gewässerschädigend und sogar für Wasserschutz- und Überschwemmungsgebiete geeignet. Hinzu kommt, dass durch das Entsorgen der Öltanks viel Platz im Haus frei wird. Die Flüssiggasheizung selbst ist kompakt, platzsparend und effizient. Sie lässt sich problemlos auch mit Erdgas betreiben, sodass Hausbesitzer einfach umrüsten können, wenn Versorger eine Gasleitung in ihre Straße legen. Günstig ist außerdem, dass sich der Flüssiggastank mieten lässt. Das senkt die Investitionskosten beim Umbau der Ölheizung auf Flüssiggas. Wer die Maßnahme plant, muss oft nicht einmal den alten Kessel tauschen. Denn mit einem neuen Brenner können Heizungsbauer diesen in vielen Fällen auch umrüsten.

Umbau der Ölheizung auf Flüssiggas: Brennertausch

Ist der bestehende Kessel noch intakt, stellt der Brennertausch häufig die günstigste Möglichkeit dar. Möchten Hausbesitzer von Öl auf Flüssiggas umrüsten, sind dabei allerdings einige Punkte zu beachten. Wichtig ist die einwandfreie Funktion aller Bestandteile der Heizungsanlage. Neben dem Kessel selbst kommt es dabei auch auf die Steuerungselektronik an. Außerdem ist der Schornstein zu überprüfen und eventuell mit einem neuen Edelstahlrohr auszukleiden. Die Maßnahme stellt sicher, dass Kondensat im Abgaszug keine Schäden verursachen kann. Im Folgenden informieren wir über den Ablauf und die Kosten für den Umbau der Ölheizung auf Flüssiggas.

Brennertausch zur Umrüstung von Öl auf Flüssiggas

Im ersten Schritt ist immer ein Heizungsbauer zurate zu ziehen. Der Experte prüft die bestehende Anlage und klärt, ob der einfache Umbau der Ölheizung auf Flüssiggas überhaupt möglich und zulässig ist. Geben Fachmann und Heizungshersteller ihr ok, folgt eine Kontrolle der inneren Werte. Der Heizungsbauer prüft dabei den Kessel und die Elektronik auf ihre Funktion. Erkennt er dabei keine Probleme, kann die Umrüstung erfolgen. Die nachfolgende Übersicht zeigt, welche Schritte dabei zu erledigen sind:

  • Flüssiggastank kaufen oder mieten und Gashausanschluss legen
  • Heizöltanks abpumpen, reinigen und fachgerecht stilllegen
  • Optional: Fachgerechte Entsorgung der nun nicht mehr benötigten Heizöltanks
  • Bei Bedarf: Schornstein sanieren und Edelstahlrohr in den alten Zug einbauen
  • Wärmetauscher der Ölheizung reinigen und für den Gasbetrieb aufbereiten
  • Brenner zum Umbau der Ölheizung auf Flüssiggas austauschen
  • Brenner und Steuerung optimal für den Gasbetrieb einstellen
  • Flüssiggasheizung in Betrieb nehmen und fachgerecht einregulieren

Steht der Flüssiggastank im Garten oder auf dem eigenen Grundstück, ist der Brennertausch zur Umrüstung von Öl auf Flüssiggas meist schnell erledigt. In der Regel fällt die Heizungsanlage dabei nur ein bis zwei Tage aus.

Brennertausch-Kosten für den Umbau der Ölheizung

Die Kosten für den Brennertausch liegen bei 1.500 bis 2.000 Euro. Hinzu kommen Ausgaben in Höhe von 500 bis 1.500 Euro für die Schornsteinsanierung und noch einmal bis zu 500 Euro für Zubehör und Einbau. Das Stilllegen und Entsorgen der Öltanks schlägt außerdem mit Kosten von 300 bis 1.000 Euro zu Buche – entscheidend ist hier, um welche Art von Tank es sich handelt. Während sich der Flüssiggastank für 10 bis 15 Euro pro Monat mieten lässt, verursacht der Gashausanschluss samt Verrohrung im Gebäude Ausgaben von 1.000 bis 2.500 Euro. Insgesamt liegen die Kosten für den Umbau der Ölheizung auf Flüssiggas damit zwischen 4.800 und 7.500 Euro.

Wichtig zu wissen: Abhängig von der örtlichen Situation, dem regionalen Preisgefüge und den verwendeten Fabrikaten können sich die Kosten für den Brennertausch zur Umrüstung von Öl auf Flüssiggas auch unterscheiden.

Gasbrenner für Erdgas oder Flüssiggas anschaffen?

Geht es um die Auswahl des Gasbrenners, müssen Hausbesitzer heute nicht viel beachten. Passt das Bauteil zum Kessel, lässt es sich anschließend einfach von Erd- auf Flüssiggas umrüsten. Dazu tauschen Heizungsbauer die Gasdüse aus. Außerdem passen sie die Brennereinstellungen an den individuellen Brennstoff an. Da die Umstellung von Erd- auf Flüssiggas in beide Richtungen problemlos funktioniert, können Verbraucher die Heizung später kostengünstig und schnell umrüsten lassen. Lohnen kann sich das zum Beispiel, wenn der Gasversorger in der Zukunft doch eine Erdgasleitung in die Straße legt.

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Neue Flüssiggasheizung zur Umrüstung der Ölheizung

Nicht immer lohnt sich der Brennertausch zum Umbau der Ölheizung auf Flüssiggas. So zum Beispiel dann, wenn der Kessel zu alt und die übrige Lebenserwartung zu kurz ist. Auch bereits vorhandene Schäden oder ein „Nein“ des Herstellers sprechen gegen die einfache Lösung. In diesem Fall bietet sich der Einbau einer neuen Flüssiggasheizung an. Diese arbeitet mit Brennwerttechnik und nutzt die eingesetzten Brennstoffe deutlich besser aus. Der Vorteil: Niedrigere Heizkosten bei nur geringfügig höheren Ausgaben. Denn im Gegensatz zum neuen Brenner, der je nach Fabrikat zwischen 1.500 und 2.000 Euro kostet, gibt es Brennwertthermen bereits für 2.500 bis 4.500 Euro. Bis auf die höheren Montage- und Zubehörkosten sowie die Extraausgaben für die Demontage des Ölkessels, die in diesem Fall dazu kommen, bleiben die anderen Ausgaben gleich. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich damit auf rund 6.000 bis 12.000 Euro. Aber auch hier gilt: Die Höhe der Investition hängt sehr stark von den örtlichen Gegebenheiten, dem regionalen Preisgefüge und den verwendeten Fabrikaten ab. Die tatsächlichen Kosten für den Heizungstausch von Öl auf Flüssiggas können sich daher unterscheiden.

Heizungstausch von Öl auf Flüssiggas: Der Ablauf

Anders als der Einbau des neuen Brenners lässt sich der Heizungstausch nahezu immer realisieren. Denn dazu bauen Fachhandwerker die alte Heizung samt Heizöltank und Zubehör aus, bevor sie die neue Flüssiggasheizung installieren. Die nachfolgende Übersicht zeigt, welche Schritte dabei zu erledigen sind:

  • Flüssiggastank kaufen oder mieten und Gashausanschluss legen
  • Heizöltanks abpumpen, reinigen und fachgerecht entsorgen
  • Schornstein sanieren und Kunststoff- oder Edelstahlrohr einbauen
  • Ölheizkessel demontieren und fachgerecht entsorgen
  • Neue Flüssiggasheizung und Verrohrung einbauen
  • Optional: Heizsystem hydraulisch abgleichen und für die Brennwerttechnik optimieren (einzelne Heizkörper austauschen oder Fußbodenheizung einbauen)
  • Flüssiggasheizung in Betrieb nehmen und Regelung optimal einstellen

Wichtig: Vor dem Umbau der Ölheizung für Flüssiggas müssen Hausbesitzer zusammen mit einem Fachberater den passenden Standort für den Gastank festlegen. Wobei es darauf ankommt und welche Möglichkeiten es gibt, erklären wir in unserem Ratgeber zum Flüssiggastank.

Erneuerbare Energien einbinden: Lohnt sich das?

Kommt im Zuge des Umbaus der Ölheizung für Flüssiggas eine komplett neue Therme ins Haus, lohnt es sich, den Einsatz regenerativer Energien zu prüfen. Sinnvoll ist dabei zum Beispiel die Kombination der Gasheizung mit einer thermischen Solaranlage, einem wasserführenden Kaminofen oder einer Wärmepumpe.

Die Vorteile der sogenannten Hybridheizung: Die Heizkosten sinken weiter und der Staat übernimmt einen Großteil der anfallenden Kosten. So gibt es einen Zuschuss in Höhe von 20 bis 40 Prozent, wenn Hausbesitzer beim Umbau der Ölheizung auf Flüssiggas auch regenerative Energien einbinden.

Förderung für den Umbau der Ölheizung auf Flüssiggas

Sowohl für den Brenner- als auch für den kompletten Heizungstausch bekommen Hausbesitzer heute eine Förderung vom Staat. Installieren Handwerker lediglich einen neuen Brenner, stehen dabei folgende Mittel zur Verfügung.

Förderprogramm Beschreibung
Lohnkosten steuerlich absetzen 20 Prozent der Handwerkerkosten zieht das Finanzamt von der jährlichen Steuerlast ab. Voraussetzung ist, dass es sich um Arbeiten am Eigenheim handelt. Um den Bonus zu bekommen, müssen Hausbesitzer die Kosten (maximal 6.000 Euro im Jahr) in Ihrer Einkommenssteuer angeben.
KfW-Zuschüsse und Darlehen mit Tilgungszuschüssen zur Heizungsoptimierung Erfolgt im gleichen Zuge mit dem Brennertausch eine Heizungsoptimierung (mindestens Bestandsaufnahme und hydraulischer Abgleich), übernimmt der Staat 20 Prozent der dafür anfallenden Kosten über das KfW-Programm 430. Alternativ gibt es zinsgünstige Darlehen mit Tilgungszuschüssen in Höhe von 20 Prozent über das KfW-Programm 152. Die Mittel sind jeweils vor der Sanierung mit einem Energieberater zu beantragen.
BAFA-Zuschuss zur Heizungsoptimierung Über das BAFA gibt es einen Zuschuss in Höhe von 30 Prozent für die Optimierung der Heizungsanlage (mindestens hydraulischer Abgleich). Zu beantragen sind die Mittel vor der Beauftragung eines Fachhandwerkers über die Webseite des BAFA.

 

Auf die gleichen Programme können Hausbesitzer auch zurückgreifen, wenn sie sich beim Umbau der Ölheizung auf Flüssiggas für eine neue Gastherme entscheiden. Binden sie darüber hinaus auch erneuerbare Energien ein, fällt die Förderung deutlich höher aus, wie die folgende Tabelle zeigt.

 

Förderprogramme für die Gas-Hybridheizung Konditionen Beantragung
BAFA-Programm „Heizen mit erneuerbaren Energien“ 20 Prozent Zuschuss für „Renewable Ready“ Gasbrennwertheizungen (Gasheizung, die für den Einsatz von erneuerbaren Energien vorbereitet ist, wenn Verbraucher die regenerative Heizanlage mindestens 2 Jahre nach Inbetriebnahme der Gasheizung nachrüsten), 30 Prozent Zuschuss für Gas-Hybridheizungen (Flüssiggasheizung, die die Heizlast im Haus zu 25 Prozent mit erneuerbaren Energien deckt), 35 Prozent Zuschuss für Gas-Wärmepumpen (Wärmepumpe, die Umweltwärme mithilfe von Gas zum Heizen nutzbar macht. Förderung ist auch im Neubau möglich), 10 Prozent Extra für den Austausch einer Ölheizung (mindestens zwei Jahre alt, nicht von der EnEV-Austauschpflicht betroffen, gilt nicht für „Renewable Ready“ Gasbrennwertheizungen), Förderbar sind in beiden Fällen Demontage und Entsorgung genau wie Anschaffung und Einbau der neuen Heizung. Auch Gastank, Hausanschluss sowie Heizflächen werden bezuschusst. vor der Beauftragung eines Fachbetriebes für den Einbau der Technik über die Webseite des BAFA
KfW-Programm 167 „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“  zinsgünstiges Darlehen (Zinssatz ab 0,78 %) zum Finanzieren der offenen Kosten, wenn Hausbesitzer einen BAFA-Zuschuss in Anspruch nehmen vor der Beauftragung des Fachhandwerkers über die eigene Hausbank

 

Durch die attraktive BAFA Förderung zahlen Hausbesitzer in vielen Fällen nur etwas mehr, bekommen dafür aber eine regenerative Energieanlage zusätzlich. Die Technik lässt die Heizkosten sinken und sorgt so langfristig für einen sparsamen, umweltfreundlichen und wirtschaftlichen Heizbetrieb.

Zahlreiche Vorteile der Umrüstung von Heizöl auf Flüssiggas

Flüssiggas ist ein zukunftsträchtiger Rohstoff, der deutlich sauberer verbrennt als Heizöl. Er lässt sich nahezu überall einsetzen und mit einer modernen Brennwert- oder Hybridheizung auch sehr effizient zum Heizen nutzen. Wer möchte, kann heute sogar BIO LPG einkaufen. Dabei handelt es sich um Biogas aus Abfällen der Industrie oder biogenen Materialien. Der Brennstoff stößt bilanziell kaum CO2 aus und schont die Umwelt. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Vorteile für den Umbau der Ölheizung auf Flüssiggas:

  • Anders als Heizöl ist Flüssiggas langfristig einsetzbar (keine Technologieverbote)
  • Flüssiggas verbrennt sauber und ist nicht gewässerschädigend
  • Der Einsatz von Flüssiggas ist auch in Überschwemmungsgebieten erlaubt
  • Moderne Flüssiggasbrennwertheizungen arbeiten effizient und sparsam
  • Mit Bio-Flüssiggas lässt sich die Heizung komplett regenerativ betreiben
  • Kombination mit Solarthermie und andern Erneuerbaren ist möglich
  • Viele Heizgeräte arbeiten mit Flüssiggas (auch Gaswärmepumpe, BHKW und Brennstoffzelle)
  • Die Entsorgung der alten Öltanks schafft viel Platz im Haus
  • Der Staat übernimmt ein Großteil der Kosten von Hybridheizungen
  • Der Umbau der Ölheizung auf Flüssiggas rechnet sich oft in kurzer Zeit

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