Flüssiggas-Hallenheizung: Arten und Vorteile

Flüssiggas Hallenheizung unter der Decke einer Industriehalle

Eine Flüssiggas-Hallenheizung bringt Wärme effizient und komfortabel in gewerblich genutzte Räume. Ganz gleich, ob es sich dabei um eine Turnhalle, eine Werkstatt oder ein Regallager handelt. Die Heizsysteme lassen sich flexibel einsetzen und arbeiten unabhängig davon, ob eine öffentliche Erdgasleitung verfügbar ist oder nicht. Flüssiggas1.de stellt die verschiedenen Formen der Hallenheizung mit Flüssiggas vor. Wir informieren über ihre Funktionsweisen sowie Einsatzbereiche und erklären, warum sich die Technik auch dann lohnen kann, wenn ein Erdgasanschluss verfügbar ist.

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Flüssiggas-Hallenheizung: Verschiedene Arten im Überblick

Turnhallen, Maschinenhallen, Werkstätten oder Hochregallager: So unterschiedlich wie die Nutzung der Gebäude, sind auch die Anforderungen, die Gewerbebetriebe an eine Heizung stellen. Die technischen Anlagen müssen grundsätzlich für ausreichend hohe Temperaturen sorgen. Abhängig von der Art der Halle können diese im gesamten Gebäude oder in genau definierten Teilbereichen nötig sein. Wichtig sind außerdem niedrige Anschaffungs- und Betriebskosten. Geht es um die Ausführung einer Flüssiggas-Hallenheizung, lassen sich grundsätzlich zwei Arten voneinander unterscheiden: Zentrale und dezentrale Hallenheizsysteme. Die folgende Tabelle zeigt, was die unterschiedlichen Lösungen kennzeichnet.

Hallenheizungssysteme im Vergleich
Zentrale Hallenheizung mit Flüssiggas Dezentrale Hallenheizung mit Flüssiggas
Eine Zentralheizung erwärmt Heizungswasser, das angetrieben von einer Heizungspumpe zu den Heizflächen strömt. Es transportiert thermische Energie, die Warmlufterzeuger, Heizflächen oder Heizplatten anschließend an den Raum abgeben. Als Wärmeerzeuger eignen sich zum Beispiel Flüssiggas-Brennwertheizungen oder Blockheizkraftwerke (BHKW). Ein Vorteil der zentralen Flüssiggas-Hallenheizung mit Deckenstrahlplatten: Im Sommer lassen sich die Systeme auch zum Kühlen einsetzen. Dezentrale Flüssiggas-Hallenheizungen verbrennen den eingesetzten Rohstoff an Ort und Stelle. Sie kommen ohne aufwendige Wärmeverteilung aus und lassen sich abhängig von den örtlichen Bedingungen flexibel installieren. Zur Auswahl stehen Warmluftheizungen, Hell- sowie Dunkelstrahler. Dezentrale Warmlufterzeuger und Infrarot-Dunkelstrahler arbeiten sogar mit Brennwerttechnik. Sie gewinnen Energie auch aus den Abgasen und verbrauchen weniger Flüssiggas.

In den folgenden Abschnitten geben wir einen Überblick über den Aufbau, die Funktionsweise und die Einsatzbereiche der verschiedenen Heizsysteme.

Die dezentrale Warmluftheizung mit Flüssiggas betreiben

Warmluftheizungen sind eine weitverbreitete Art der Flüssiggas-Hallenheizung. Sie bestehen aus kompakten Geräten, die Wärme unmittelbar auf die Raumluft übertragen. Möglich ist das durch einen Brenner, der seine Leistung modulierend an den aktuellen Wärmebedarf anpasst. Um in kürzester Zeit möglichst viel Raumluft zu erwärmen, sind die Warmlufterzeuger außerdem mit einem Ventilator ausgestattet. Dieser saugt Luft aus der Halle über den integrierten Wärmeübertrager. Anschließend bläst er die erwärmte Luft mithilfe von Lamellen zielgerichtet in den Raum ein. Moderne Warmluftheizungen arbeiten außerdem mit Brennwerttechnik. Dabei gewinnen sie verborgene Wärme aus den Abgasen, um die Energie der eingesetzten Brennstoffe nahezu vollständig auszunutzen. Die Geräte verbrauchen dadurch weniger Flüssiggas und arbeiten sparsamer.

Ein Nachteil: Warme Luft ist leichter als kalte. Bei einer ungünstigen Durchspülung der Räume kann sich die Warmluft dabei unter der Decke ansammeln, während die Temperaturen im Bodenbereich zu niedrig sind. Das sorgt für einen geringen Komfort und unnötig hohe Betriebskosten. Außerdem wirbeln die Systeme im Betrieb viel Staub auf. Die Flüssiggas-Hallenheizung mit Warmlufterzeugern reagiert jedoch sehr schnell. Sie eignet sich in Räumen mit einer Deckenhöhe von bis zu 5 Metern und kommt zum Beispiel in Werkstätten, Turnhallen oder Gewächshäusern zum Einsatz. Die Warmluftheizung eignet sich darüber hinaus auch in Bereichen, in denen eine hohe Luftwechselrate erforderliche ist.

Dunkelstrahler arbeiten effizient bei mittelhohen Decken

Dunkelstrahler oder Infrarot-Dunkelstrahler bestehen aus einem Brenner, der eine Flamme sowie die entstehenden Abgase durch ein dunkel eingefärbtes U-förmiges Stahlrohr leitet. Dieses erwärmt sich im Betrieb auf etwa 600 Grad Celsius und strahlt Wärme sonnengleich zu allen Seiten ab. Reflektoren lenken die nach oben abgestrahlte Wärme um, sodass ein Großteil der Energie im Aufenthaltsbereich ankommt, dort wo die Wärme auf Körper trifft. Für einen effizienten Betrieb sorgt außerdem eine wirkungsvolle Dämmung, die die Wärmeverluste über das Gehäuse der Dunkelstrahler minimiert. Genau wie Warmluftheizungen arbeiten auch die Dunkelstrahler mit Brennwerttechnik. Dabei entziehen sie den heißen Abgasen thermische Energie, um die eingesetzten Brennstoffe besser auszunutzen.

Die Flüssiggas-Hallenheizung mit Dunkelstrahler liefert thermische Energie punktgenau, ohne die Luft im Raum zu erwärmen oder zu verwirbeln – nach dem Prinzip der Sonne. Auf Wunsch funktioniert das sogar in Teilbereichen. So lassen sich zum Beispiel Arbeitszonen mit Wärme versorgen, während die Temperatur in Lagerzonen niedriger ist. Die Geräte ermöglichen einen hohen Komfort bei minimalen Energieverlusten. Sie sind für Hallen bis zu einer Höhe von etwa 7 Metern geeignet und kommen unter anderem in Werkstätten, Montagehallen und Hallen mit häufig geöffneten Türen oder Toren zum Einsatz. Der große Vorteil ist, dass sich wesentlich weniger nicht nutzbare Wärmepolster unter der Hallendecke bilden. Dunkelstrahlungsheizungen erwärmen mit langwelliger Strahlung feste Körper sowie den Boden. Die Luft wird also indirekt erwärmt.

Hellstrahler als Flüssiggas-Hallenheizung für hohe Räume

Geht es um eine Flüssiggas-Hallenheizung für sehr hohe Räume, kommen in der Regel Hellstrahler zum Einsatz. Die Geräte bestehen aus einer Brennerplatte, an der ein Gas-Luft-Gemisch flächig verbrennt. Die von unten sichtbaren Platten erwärmen sich dabei auf etwa 950 Grad Celsius und beginnen, sichtbar zu glühen. Zur Decke hin sind die Gehäuse der Hellstrahler mit einer starken Wärmedämmung versehen. Diese mindert die Energieverluste nach oben und sorgt dafür, dass ein Großteil der erzeugten Wärme tatsächlich im zu beheizenden Bereich ankommt. Im Vergleich zu Dunkelstrahlern geben Infrarot-Hellstrahler auf der gleichen Fläche mehr Wärme ab. Sie können ihre Leistung stufenlos an den Bedarf im Aufenthaltsbereich anpassen und arbeiten punktgenau. Auf diese Weise ist es möglich, auch nur Teilbereiche eine Halle zu beheizen. Nachteilig ist hingegen die Tatsache, dass sich die Abgase mit der Raumluft vermischen. Aus diesem Grund ist eine ausreichende Belüftung besonders wichtig.

Die Flüssiggas-Hallenheizung mit Hellstrahlern eignet sich durch die hohe Strahlungsintensität vor allem für große Deckenhöhen. Zum Einsatz kommen die Geräte zum Beispiel in Industrie- und Lagerhallen. Da sie Wärme unabhängig von der Luft in den Raum einbringen, kommen auch die Hellstrahler in Hallen zum Einsatz, die betriebsbedingt häufig oder lange offenstehen.

Hallenheizung mit einem zentralen Wärmeerzeuger

Neben den dezentralen Hallenheizsystemen kommen in vielen Bereichen auch Zentralheizungen zum Einsatz. Hier erzeugt mindestens ein Wärmeerzeuger thermische Energie, die er anschließend auf das Heizungswasser überträgt. Letzteres strömt angetrieben von einer Pumpe durch das Gebäude bis zu den Heizflächen. Hier gibt es Wärme über Lufterhitzer, Deckenstrahlplatten oder Fußbodenheizungen an komplette Hallen oder definierte Bereiche ab. Die Systeme eignen sich zur Beheizung von Hallen jeder Größe, sofern die benötigten Luftwechselraten gering bleiben. Ein zu hoher Luftwechsel erhöht hingegen den Konvektionsanteil der Heizflächen. Die Luft erwärmt sich und strömt nach oben.

Vor allem Fußbodenheizungen kommen außerdem mit sehr niedrigen Vorlauftemperaturen aus. Sie begünstigen den Brennwerteffekt einer Flüssiggasheizung und eignen sich für den Einsatz regenerativer Energien. Nachteilig sind hingegen die Kosten für die Installation, die meist deutlich über denen für dezentrale Flüssiggas-Hallenheizung liegen. Darüber hinaus ist auch die Installation der Zentralheizungsanlagen mit einem höheren Aufwand verbunden.

Alternativen zur Hallenheizung mit Flüssiggas

Neben der Flüssiggas-Hallenheizung gibt es die beschriebenen Heizungssysteme heute auch für den Betrieb mit Erdgas, Heizöl oder Strom. Gas kommt dabei nur dann infrage, wenn eine öffentliche Versorgungsleitung in der Straße liegt. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass die Anschlusskosten für Flüssiggas im Gewerbe oft niedriger sind als für Erdgas. Außerdem gibt es in vielen Regionen Anschlussbegrenzungen. Vor allem Industriebetriebe mit einem hohen Prozessenergie- und Heizwärmebedarf können diese überschreiten, sodass ein Gasanschluss nicht infrage kommt.

Eine Alternative ist dann Heizöl. Der flüssige Rohstoff lässt sich in Tanks bevorraten und für den Betrieb von Warmluftheizern, Hell- und Dunkelstrahlern verwenden. Da Heizöl jedoch gewässerschädigend ist, gibt es vor allem in Wasserschutzgebieten sehr hohe Anforderungen an die Lagerung. Nachteilig ist außerdem der vergleichsweise hohe Schadstoffausstoß bei der Verbrennung des flüssigen Energieträgers.

Lufterhitzer und Hellstrahler lassen sich auch mit Strom betreiben. Die Systeme sind im Vergleich zur Flüssiggas-Hallenheizung günstiger in der Anschaffung. Sie lassen sich einfacher installieren und erzeugen am Einsatzort keine Abgase. Nachteilig sind hier jedoch die sehr hohen Betriebskosten durch die hohen Strompreise.

Vorteile der Flüssiggas-Hallenheizung

Die Hallenheizung mit Flüssiggas lässt sich an nahezu jedem Ort installieren. Sie ist unabhängig von der öffentlichen Versorgungssituation und auch dann möglich, wenn es um den Betrieb in Wasserschutzgebieten geht. Flüssiggas ist außerdem günstiger als Strom und vergleichsweise sauber in der Verbrennung. Der Rohstoff ist für modernste Heizgeräte geeignet, mit geringen Anschlusskosten verbunden und heute sogar als nachhaltiger Bio-Brennstoff erhältlich. Die folgende Liste zeigt die Vorteile einer Hallenheizung mit Flüssiggas im Überblick:

  • Brennstoff an jedem Ort verfügbar und nutzbar
  • Anschlusskosten für die Heizung sind niedrig
  • Flüssiggas (ca. 6,5 Cent/kWh) ist günstiger als elektrische Energie (ca. 25 Cent/kWh)
  • Rohstoff verbrennt vergleichsweise sauber
  • Flüssiggas ist für modernste Heizgeräte geeignet
  • Nachhaltiges Bio-Flüssiggas erhältlich

Kosten einer Flüssiggas-Hallenheizung

Wie viel eine Flüssiggas-Hallenheizung kostet, lässt sich pauschal kaum beurteilen. Denn die Ausgaben hängen von verschiedensten Faktoren ab. Neben der Art der Heizung kommt es dabei vor allem auch auf die benötigte Heizleistung und den Aufwand der Installation an.

Der Gastank für Warmluft- und Strahlungsheizungen

Wer sich für eine Hallenheizung mit Flüssiggas interessiert, muss auch einen Gastank kaufen oder mieten. Der Behälter lässt sich ober- oder unterirdisch aufstellen und bevorratet ausreichend Brennstoff, um den Jahresenergiebedarf zu decken. Auf diese Weise bleiben die Anschaffungskosten niedrig und Verbraucher müssen nicht öfter als nötig tanken. Aber wie groß sollte der Flüssiggastank eigentlich sein? Eine Antwort auf diese Frage hängt von der benötigten Leistung und dem individuellen Wärmebedarf ab, wie die folgende Tabelle zeigt:

 

Tankgröße Lagerkapazität Energiebedarf
900 840 bis ca. 6.000 kWh
2.750 2.300 bis ca. 17.000 kWh
4.850 4.123 bis ca. 30.000 kWh
6.400 5.440 über 30.000 kWh
60.000 51.000 über 720.000 kWh

 

Der Energiebedarf beschreibt die benötigte Wärmemenge am Einsatzort. Er steigt mit der Größe der zu beheizenden Fläche und sinkt, je effizienter ein Haus gebaut ist. In der Regel bestimmt ein Fachexperte den Wärmebedarf, bevor der die Heizflächen passgenau dimensioniert. Die Kosten für den Gastank einer Flüssiggas-Hallenheizung hängen von der Größe und dem regionalen Preisgefüge ab. Klarheit verschafft hier eine unverbindliche Preisanfrage.

Überschlägige Kosten der Hallenheizung mit Flüssiggas

Die Kosten für eine Flüssiggas-Hallenheizung können heute sehr unterschiedlich ausfallen. Günstig sind dabei vor allem die dezentralen Systeme. Während für die Installation einer Warmluftheizung mit einer Leistung von etwa 100 kW 15.000 bis 20.000 Euro anfallen, ergeben sich für Dunkelstrahler im gleichen Leistungsbereich ebenfalls Kosten von 15.000 bis 20.000 Euro. Eine Flüssiggas-Hallenheizung mit Hellstrahlern schlägt hingegen mit Kosten von 25.000 bis 30.000 Euro zu Buche. Zentrale Hallenheizungen sind deutlich teurer. Denn hier fallen Kosten für die Heizflächen, die Wärmeverteilung und den zentralen Wärmeerzeuger an. Für eine Anlage der gleichen Leistung können insgesamt Ausgaben von 60.000 bis 80.000 Euro entstehen.

Heizkosten: Den Energieverbrauch einfach überschlagen

Geht es um die jährlich anfallenden Kosten, sind neben den Brennstoffkosten der Flüssiggas-Hallenheizung auch die Wartungskosten zu berücksichtigen. Letztere betragen für die dezentralen Heizsysteme etwa 300 bis 500 Euro. Für eine zentrale Hallenheizung fallen rund 200 bis 300 Euro für die Wartung an. Um die Heizkosten zu ermitteln, können Interessierte die installierte Leistung mit den jährlichen Vollbenutzungsstunden multiplizieren. Mit einer Anzahl von 750 Stunden im Jahr und einer Heizleistung von 100 kW ergibt sich dabei ein theoretischer Energiebedarf von 75.000 Kilowattstunden pro Jahr.

Hallenheizung mieten – schnell die Heizkosten senken

Oft sind die Hallen nur gemietet was eine Investition in Infrastruktur für den Mieter schwierig macht, da man nur ungern langfristige Investitionen tätigt. Oder es fehlen die personellen oder finanziellen Mittel um ein Infrastruturprojekt wie die HGallenheizung zu stemmen. Größere Anbieter ermöglichen es auch die Hallenheizung zu mieten. Das hat einige Vorteile:

  1. Kein Investitionsbedarf – Planung und Ausführung werden in die laufende Miete umgelegt. Investitionskosten und Finanzierungkosten entfallengenauso wie Anlagevermögen und die Abschreibungen.
  2. Betriebskosten senken – In Bestandsgebäuden spart Hallenheizung viel Energie. Der Mietpreis ist meist niedriger als die eingesparten Energiekosten. Dadurch haben Sie eine höhere Liquidität und verbessern Ihre Eigenkapitalrendite. Die Investition rechnet sich häufig vom ersten Tag an.
  3. Moderne Technik, die häufig auch eine angenehmere Wärme liefert mit Einsparungen zwischen 30 und 70 % gegenüber alten Hallenheizungen. Und schonen damit auch Umwelt und Klima

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Quelle: https://www.gaul-minitact.de/wp-content/gallery/Hallenbeheizung/Brosch_Hallenheizung.pdf (Kostenvergleich)

Bild:© roibu– stock.adobe.com

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